Friedrich Spee von Langenfeld - Link zur Kurzbiographie

 

Die Seniorenkommunität "Friedrich-Spee" im
Caritas-Altenzentrum von Köln-Mülheim
von Albert Giesener SJ

 

Link zum Caritas-Altenzentrum Köln-Mühlheim, Elisabeth-Breuer-Straße 63, 51065 Köln, Fon: 0221 28581-0. Im dritten und vierten Stockwerk des Altbaus wohnen die Jesuiten

 

Die Jesuiten in Deutschland haben drei Altersresidenzen für ältere und vor allem pflegebedürftige Mitbrüder: Das Peter-Faber-Haus in Berlin-Kladow, die Seniorenkommunität "Friedrich-Spee" im Caritas-Altenzentrum St. Josef-Elisabeth in Köln-Mülheim und das Pedro-Arrupe-Haus in Unterhaching bei München. Während das Peter-Faber-Haus eine von den Jesuiten als Eigentümer selbst unterhaltene Wohn- und Pflegeeinrichtung ist, ist die Seniorenkommunität "Friedrich-Spee" eine betreute Wohngemeinschaft und einige Mitbrüder sind jeweils in der stationären Pflege des Caritas-Altenzentrum St. Josef-Elisabeth. Das Pedro-Arrupe-Haus ist eine stationäre Pflegestation im Alten- und Pflegeheim St. Katharina Labouré der barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul eingegliedert.

 

Wohnen mit Service

Im Jahr 2002 wurde das Altersheim Haus Sentmaring in Münster aufgegeben, das seit 1872 dem Jesuitenorden gehörte. Auf dem Friedhof im Park wurden viele Jesuiten beerdigt. Im gleichen Jahr wurde mit dem Caritasverband für die Stadt Köln von der Norddeutschen Provinz SJ ein Mietvertrag einschließlich Serviceleistungen abgeschlossen, der folgende Leistungen umfasst:

  • die Miete für eine "Großraumwohnung" in zwei Stockwerken des Bauteils C des Caritas-Altenzentrums St. Joseph-Elisabeth
  • Die Zimmer verfügen über eine Nasszelle mit WC und Dusche und ein Hausnotrufsystem.
  • Reinigung der Wohnungen und der Allgemeinflächen.
  • Wäschepflege der gesamten Leib-, Bett- und Gebrauchswäsche.
  • Vier Mahlzeiten pro Tag, Getränke zu den Mahlzeiten und im Gemeinschaftsraum bereitgestellt. Gäste der Jesuiten können ebenfalls zum Essen kommen.

Der erste Superior war P. Fritz Abel, dem P. Albert Giesener am 5. August 2007 im Amt folgte. Die Aufgaben des P. Minister waren von Anfang an in den Händen von P. Stefan Siegel, aber seit dem Herbst 2010 ist der P. Minister P. Ernst Förster.

Im Jahr 2011 kam nach einigen Verhandlungen von P. Giesener mit dem Geschäftsfeldleiter für die stationäre Betreuung der Kölner Caritas zu einer neuen Servicegestaltung für unsere betreute Wohngemeinschaft "Friedrich-Spee" So kam es zu sowohl finanziell günstigerer, wie auch hilfreicherer Betreuung durch zusätzliche Fachkräfte. Jetzt gibt es für unsere Kommunität einzeln berechnete Serviceleistungen, für die Mahlzeiten, die Wäschepflege, die Zimmerreinigung, die Hausmeisterdienste, den Notruf und einige andere Leistungsbereiche. Und diese Leistungen können von uns Jesuiten im Gespräch mit der Caritas in Zukunft verändert werden.

Bereits seit August 2008 wurde auf Wunsch von P. Giesener durch Mitwirkung der Pflegeleitung des Caritashauses eine Alltagsbetreuerin beschäftigt, die einigen Mitbrüdern durch Gespräche, Ausflügen und Einkäufe hilft. Sie nimmt persönliche Wünsche und Bedürfnisse der Mitbrüder wahr und fördert vieles. Seit November 2009 halten wir jeden Freitag eine Bewegungsrunde, an der die meisten Mitbrüder gerne teilnehmen. Dies nimmt seit August 2010 Frau Elvira Friederichs wahr. Seit Januar 2010 kommt zu uns als sehr gut und intensiv wirkende Haushälterin Frau Brigitte Wörner mit 15 Wochenstunden. Sie kümmert sich um die Gestaltung der Räume und Zimmer, sorgt für die Reinigung und Pflege der Wäsche und Kleidung, bestellt bei der Küche Obst und Getränke und gibt einigen Mitbrüdern täglich zu trinken, was diesen hilft, gesund und wach zu sein.

Schließlich unterstützt uns alle seit Juli 2011 als Präsenzkraft Frau Ilka Kessler-Stoffels mit 12 Wochenstunden. Sie entwickelt Ideen, plant gemeinschaftliche Treffen und macht Verbesserungsvorschläge. Vor allem hat sie schon mit mehreren Mitbrüdern gute Ausflüge in die Stadt gemacht und sie zum Arzt begleitet. Einem sehr sehbehinderten Jesuiten hat sie einen hübschen Kranz an seiner Zimmertür auf dem Flur angebracht, sodass er wieder leichter sein Zimmer findet. Durch ihre Mitwirkung können körperlich behinderte und etwas demente Jesuiten besser in unserer Wohngemeinschaft bleiben.

Jetzt sind also drei neue Verträge - für die Miete der Großwohnung und den Service und Dienstleistungen im Haus - ab 1.1.2012 gültig. Dabei haben wir unseren bisherigen Namen Friedrich-Spee-Haus geändert in: Seniorenkommunität "Friedrich Spee" im Caritas-Altenzentrum St. Josef-Elisabeth.

 

Raumverteilung

Im dritten Stockwerk wohnen: P. Bill, P. Schilling, P. Holin, P. Kilian, P. Katterbach und P. Förster. Ferner befinden sich dort die Kommunitätskapelle, ein Gemeinschaftsraum mit Fernseher, eine Zeitungsauslage, eine kleine Küche und eine Bibliotheksnische. Ebenfalls befindet sich auf der Etage ein Zimmer mit Internet PC und ein weiteres Gastzimmer. Das Internet ist per WLAN allen Mitbrüdern auf ihren Zimmern seit Mai 2009 zugänglich gemacht.
Im vierten Stockwerk der Hausgemeinschaft wohnen P. Giesener, P. Wirtz, P. Scharfenberger, P. Gerhartz, P. Lambers und P. Pohlmann.

 

Sonstige Leistungen

Für die Mitbrüder unserer Wohngemeinschaft, die eine Pflegestufe haben, bzw. ambulant pflegerische Betreuung und Hilfe benötigen, gibt es Pflegeverträge mit der Caritas-Sozialstation, Adamstr. 15, Köln-Mülheim. Die MitarbeiterInnen kommen morgens und abends für die abgesprochenen, notwendigen pflegerischen Dienste.
Diese pflegerische Unterstützung erhalten zur Zeit P. Schilling und P. Scharfenberger. Wenn ein Mitglied unserer Hausgemeinschaft z. B. Begleitung zum Arzt braucht, das Essen in sein Zimmer gereicht bekommen muss oder sonstige Hilfen benötigt, werden diese von Pater Förster, Pater Giesener oder der Präsenzkraft übernommen.

 

Altenheim - stationärer Bereich

Voll pflegebedürftige Mitbrüder werden in einem Einzelzimmer des stationären Wohn- und Pflegebereiches des Caritas-AZ aufgenommen und versorgt - zur Zeit ist das nur P. Alois Stenzel.

 

Großer Speiseraum für alle, die sich noch bewegen können. Die Jesuiten belegen 14 Plätze

Mahlzeiten

Zu den Mahlzeiten, an denen alle Mitbrüder auch aus dem Pflegebereich teilnehmen können, treffen sich die Jesuiten an zwei für sie reservierten Tischgruppen im Hausrestaurant.

Zum Frühstück ab 7.30 Uhr stehen Brot, Kaffee, Aufschnitt, Butter, Marmelade usw. in Körben auf den Tischen bereit.
Zum Mittagessen um 12 Uhr werden in der Woche täglich zwei Menüs angeboten und am Platz serviert. Wasser mit Gläsern steht auf den Tischen.
Das Abendessen steht um 18 Uhr bereit.
Nachmittags können die Jesuiten zusammen mit den Bewohnern in der Cafeteria neben der Rezeption Kaffee und Kuchen einnehmen.

Die Cafeteria vor dem großen Speiseraum

Einige Mitbrüder bekommen regelmäßig Besuche, die am Mittagessen oder Kaffee in der Cafeteria teilnehmen können. Wir haben auch ein Übernachtungszimmer für Gäste, dessen Belegung mit P. Superior zu vereinbaren ist.

 

Das Gemeinschaftsleben der Jesuiten

Die Jesuiten in Köln-Mülheim treffen sich täglich an Werktagen um 17 Uhr, an Sonn- und Feiertagen um 11 Uhr, zu einer konzelebrierten Eucharistiefeier in der Kommunitätskapelle. Dabei beteiligen sich alle durch Vorlesen, Vorbeten und Gesang. Wir bleiben während aller Teile der Hl. Messe sitzen, weil die meisten von uns nicht mehr die physischen Kräfte haben, während der Feier aufzustehen. Zugleich ergibt sich so eine sehr ruhige Weise der Zelebration. Hauptzelebranten sind abwechselnd P. Förster und P. Giesener, die dann bei der Kommunion den einzelnen Mitfeiernden die Hostie und den Kelch in die Hand geben. Viele Besucher, die unsere Eucharistiefeier erleben, sind von dieser Form sehr beeindruckt. Die Feier der Hl. Messe um 17 Uhr ist für die meisten älteren Mitbrüder eine gute Tageszeit, da sie sich nachmittags gewöhnlich psychisch und physisch stärker fühlen als am Morgen.

Seit zwei Jahren treffen wir Jesuiten uns jeden Freitag um 11 Uhr für eine dreiviertel Stunde zu einer Bewegungsübung, die uns allen richtig Freude macht. Dabei hilft uns Frau Elvira Friederichs, die auch mit einigen Mitbrüdern Spaziergänge oder Gespräche macht.

Kapelle im Altersheim der Jesuiten - Am Altar P. Friedrich Abel SJ

In einem Schreiben vom 26.9.2007 an P. Giesener betrachtet P. Provinzial die Seniorenkommunität "Friedrich-Spee" als eine wichtige Aufgabe und einen Ort, wo der Orden auch nach innen hin eine nicht zu unterschätzende Seelsorgsaufgabe hat. "Der Lebensabschnitt im Seniorenheim gibt dem Orden Gelegenheit, sich fürsorglich und dankbar den Mitgliedern zu zeigen, die ja in der Regel über Jahrzehnte selbstlos ihr Leben in das Apostolat des Ordens integriert haben. Es ist dies keine leichte Zeit für die stets aktiven Jesuiten. Das Altern im Orden hat seine eigene Problematik und seine eigene Herausforderung. Diese liegt zwar am Ende des Apostolates, nicht aber - das ist wichtig zu betonen - jenseits des Apostolates. Das "Orat pro Societate et Ecclesia" sollte bei uns kein Verlegenheitstitel sein, sondern als echter Dienst in der Gemeinschaft des Ordens und der Kirche verstanden werden."

Nach der Visite im Juni 2007 wünschte P. Provinzial vermehrt Treffen und Austausch der Kommunität. Daher haben wir seit Herbst 2007 folgende Treffen und Feiern herausgebildet:

  • Alle vierzehn Tage halten wir jetzt in der Regel sonntags ab 18.00 Uhr einen Kommunitätsabend. Er dient zur Information und zum gegenseitigen Austausch, der bereichert wird durch die Begegnung mit Mitbrüdern aus anderen Kommunitäten.
  • Anlässlich herausragender Jubiläen treffen wir uns seit einigen Monaten gerne nachmittags um 15 Uhr zu einer Kaffeerunde in unserem Gemeinschaftsraum.
  • An Namenstagen der Mitbrüder wird beim Mittagessen im Hausrestaurant ein Glas Sekt zum gemeinsamen Anstoßen bereitgestellt.

 

Apostolat der Jesuiten
und Seelsorge für die Bewohner im Caritas-Altenzentrum

Von Anfang an hat P. Fritz Abel sich zusammen mit P. Stefan Siegel gerne um die seelsorgliche Betreuung der über 120 Bewohner und Bewohnerinnen des Caritasaltenzentrums im Zusammenwirken mit der Hausleitung bemüht. Dem hat der zuständige Pfarrer Christian Weinhag von Liebfrauen und St. Elisabeth in Köln-Mülheim selbstverständlich sehr gerne zugestimmt. Auch der inzwischen emeritierte Caritasdirektor Pfarrer Franz Decker hat die Seelsorge von Jesuiten im Altenzentrum St. Josef-Elisabeth begrüßt. Aber er strebt keine feste Vereinbarung oder Verpflichtung an, weil die Seniorenkommunität keine apostolischen Aufgaben mehr hat sondern ein Leben im Wohnen mit Service führt. Auf dieser freiwilligen Basis hat sich folgendes aber bewährt:

Einmal im Monat wird an einem Werktag - gewöhnlich am Dienstag - bei geöffneter Falttür zum Hausrestaurant mit den Jesuiten eine Hl. Messe um 10.30 Uhr in der Hauskapelle gefeiert. Ehrenamtliche und angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen dann die Bewohner des Hauses (etwa 30 Personen), die nicht mehr selbständig den Weg ins Erdgeschoss zurücklegen können, aus dem stationären Bereich in die Kapelle. Als Organist steht dann regelmäßig Herr Schmitz zur Verfügung, der an anderen Werktagen in der Woche die Bewohner in den Gruppen zum "Singen" animiert und motiviert.

In jeder Woche findet am Dienstag um 10.30 Uhr eine Kommunionfeier statt, zu der ca. 15 Bewohnerinnen in die Hauskapelle gebracht werden. Zusätzlich werden in den einzelnen Wohngruppen nachmittags kurze gottesdienstliche Feiern gehalten und einzelnen Bewohnern die Kommunion ins Zimmer gebracht.

In diesem Zusammenhang ist zu bedenken, dass die Seniorenkommunität "Friedrich-Spee" eine nicht mehr apostolisch aktive Kommunität ist. Die meisten Mitbrüder haben vom Provinzial die Sendung erhalten, für die Kirche und die Gesellschaft Jesu zu beten. P. William Barry SJ schreibt dazu in seinem Text zur Spiritualität der Jesuiten im Alter: "In der Spiritualität der Jesuiten hat eine solche Sendung den selben Stellenwert wie alle früheren Sendungen und Ernennungen. Wir glauben an den dreifaltigen Gott, der aktiv in unserer Welt wirkt. Mit dieser Sendung im Alter treten wir ein in Gottes Wirken, jetzt aber auf eine neue, jedoch nicht weniger reale Weise. ...

Denn das Alter ist die Zeit für verborgene Liebe: hier und da ein gutes Wort, einen leisen kleinen Dienst, einen Besuch bei jemand, der leidet, eine Visite bei den Altersgenossen, deren Nöte wir dann ja gut verstehen können... Es gibt noch andere Werke der Liebe, die für einen älteren Menschen noch im Rahmen seiner Möglichkeiten liegen: jungen Menschen zuhören und ihnen Mut zusprechen, anderen das Leben erträglicher machen, Briefe schreiben, für andere beten." Solche Kontakte gibt es einige, und zwar zwischen den Jesuiten, zu und mit Besuchern - und nicht zu vergessen: die Kontakte nach außen.

 

Foto im Abschiedsalbum für Herrn Terres - Juni 2006

V.l.n.r.: Stefan Siegel, Alois Stenzel, † Otto Syré, Franz Schilling, † George Platzbecker,
† Heinrich Ley, Ernst Förster, † Bernward Lukner, † Josef Ortscheid - im Rollstuhl: † Josef Sudbrack

 

Jesuiten im Caritas-Altenzentrum Köln-Mülheim

Josef Bill Johannes Günter Gerhartz Albert Giesener - Superior der Kommunität Ernst Förster - Minister, Link zu 'Public Conspiracy for-with-of the Poor' Franz-Josef Holin

Josef Bill

Joh. Günter Gerhartz

Albert Giesener

Ernst Förster

Franz-Josef Holin

Walter Katterbach - ehemals Polizeiseelsorger in Bonn Bernhard Kilian - *1936, 1957 Ordenseintritt, 1967 Priesterweihe. Zunächst bis 1978 Geistlicher Assistent am Bischöflichen Jugendamt in Limburg. Schwerpunkt war dabei die Leitung des Hauses der Begegnung in Frankfurt am Main. Von 1978-1988 leitete er das Haus der Volksarbeit in Frankfurt/M und zugleich die Katholische Telefonseelsorge. Anschließend war er bis 1993 Verwaltungsleiter des Kollegs Sankt Georgen und Minister der Jesuitenkommunität. Ab 18.10.2012 im CAZ. Otto Lambers Konrad Pohlmann Franz Scharfenberger - Link zu 'Das 'R' als Konsonant und Vokal'

Walter Katterbach

Bernhard Kilian

Otto Lambers

Konrad Pohlmann

Franz Scharfenbg.

Franz Schilling Link zur Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen - emeritierte Professoren: Alois Stenzel Hans Wirtz

Franz Schilling

Alois Stenzel

Hans Wirtz

 

Stefan Siegel SJ
Zum Totenbild von
P. Stefan Siegel SJ

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Jesuiten auf dem Friedhof Melaten



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