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Christian

 

Brennender Dornbusch, hl. Ignatius von Loyola und Logo der Deutschen Provinz der Jesuiten

E X E R Z I T I E N
A U F   D E R   S T R A S S E

 

 

Exerzitien auf der Straße 2013
Kontakt und Anmeldung zu den Exerzitien:
christian.herwartz@jesuiten.org
Christian Herwartz
Naunynstraße 60
10997 Berlin
Fon: 030-6149251

Berlin: Sonntag 13.1. 18 Uhr bis Sonntag 20.1. 14 Uhr
reserviert für Jesuiten aus der Schweiz

Berlin: Dienstag 19.3. 18 Uhr bis Dienstag 26.3. 14 Uhr
für Studenten vom Cusanuswerk oder der KSHG Münster
Anmeldung Siegfried Kleymann kleymas@muenster.de
bzw. Sebastian Salaske salaske-s@bistum-muenster.de

Hamburg: Während des Kirchentages (1. - 5.5.) werden am Freitag und Samstag vierstündige Exerzitien auf der Straße angeboten.
Sie beginnen jeweils um 11 Uhr in Hamburg Altona in der Friedenskirche.

Berlin: Mittwoch 8.5. 18 Uhr bis Sonntag 12.5. 14 Uhr
reserviert für frauenliebende Frauen
Anmeldung Claudia Keysers claudiakeysers@gmx.de
oder Maria Jans-Wenstrup mariajw@gmx.de

Dortmund: Mittwoch 8.5. 18 Uhr bis Sonntag 12.5. 14 Uhr
Für Menschen zwischen 18 und 30 Jahren
Anmeldung Janine.MehrMartin@erzbistum-paderborn.de

Köln: Während des Eucharistischen Kongresses (5. - 9.6.) werden am Freitag und am Samstag Exerzitien auf der Straße angeboten.
Sie beginnen jeweils um 13 Uhr im Karmel "Maria vom Frieden" (Vor den Siebenburgen 6). Der Abschluss ist um 19 Uhr am Edith-Stein-Denkmal (Kardinal-Frings-Straße).

Augsburg: Freitag 21.6. 18 Uhr bis Sonntag 23.6.
ökumenische Straßenexerzitien - "barfuß am brennenden Dornbusch"
Anmeldung: pfarramt.barfuesser.a@elkb.de oder 0821/303 26

Mannheim: Freitag 21.6. 18 Uhr bis Sonntag 30.6. 14 Uhr
Anmeldung bei lutz.mueller@jesuiten.org

Hamburg: Freitag 26.7. 18 Uhr bis Sonntag 4.8. 14 Uhr
Anmeldung bei katharina-prinz@gmx.de

Straßburg: Donnerstag 8.8. 18 Uhr bis Mittwoch 14.8. 14 Uhr
Austausch auf Französisch
Anmeldung bei christian.herwartz@jesuiten.org
und bei Marie-Odile Lampert lodile@orange.fr

Ludwigshafen/Mannheim: Freitag 16.8. 18 Uhr bis Sonntag 25.8. 14 Uhr
Anmeldung bei christian.herwartz@jesuiten.org

Leipzig: Freitag 23.8. 18 Uhr bis Samstag 31.8. 14 Uhr
Anmeldung bei sr.klarissa@bethanien-op.org

Bern: Sonntag 25.8. 18 Uhr bis Sonntag 1.9. gegen 14 Uhr
Anmeldung bei christoph.albrecht@jesuiten.org

Essen (Ruhr): Freitag 30.8. 18 Uhr bis Sonntag 8.9. 14 Uhr
Anmeldung bei klaus.kleffner@bistum-essen.de

Recklinghausen: Samstag 21.9. bis 22.9. (Uhrzeiten fehlen noch)
Ansprechpartner: ludger.ernsting@t-online.de

Berlin: Freitag 4.10. bis Sonntag 13.10. 14 Uhr
Anmeldung: christian.herwartz@jesuiten.org

München: Freitag 25.10. 18 Uhr bis Sonntag 3.11. 14 Uhr
ausschließlich für Männer
Anmeldung bei christian.herwartz@jesuiten.org

Windischeschenbach: Freitag 22. 18 Uhr bis Sonntag 24.11. 13 Uhr
Workshop zu den Themen der Exerzitien auf der Straße, Theorie und Praxis - weitere Informationen zu diesem Einstieg finden sich unter
www.haus-johannisthal.de/haus/programm/programm-details/?tx_seminars_pi1[showUid]=105

Exerzitien auf der Straße 2014

Salzburg/Austria: Freitag 11.7. 18 Uhr bis Sonntag 20.7. 14 Uhr
Anmeldung: Heiner Sternemann heiner.sternemann@gmx.de

Überall: Mit dem Anleitungsbuch von Christian Herwartz
Brennende Gegenwart - Exerzitien auf der Straße,
Echterverlag 2011
können Übungen jederzeit im Austausch mit Freunden
begonnen werden.


    Hinweis - Einzelne und Klein(st)gruppen können auch das Jahr über bei Exerzitien auf der Straße begleitet werden. Bitte ggf. nachfragen. Oft ist es möglich
    in Berlin
    Kontakt und Anmeldung siehe oben
    in Freiburg/Breisgau
    Begleitung: Mathilde Roentgen, Uli Kirchhoff
    Veranstaltungsort: 79114 Freiburg, Krozingerstr. 78,
    Dauer: 1 Woche
    Termine nach Absprache das ganze Jahr über
    mit Ausnahme der bayrischen Schulferien möglich
    Kurskosten: keine,
    Verpflegung/Unterkunft: 20 Euro
    Rückfragen & Anmeldung: La.Kroiz@t-online.de
    Fon: 0761-44 17 73
    Sich Gott nähern, wo er auf uns wartet,
    in Hungernden, Durstigen, Fremden, Obdachlosen,
    Drogenabhängigen, Gefangenen, Kranken,
    - wo Gott wartet in den verdrängten Themen
    unserer Lebensgeschichte.
    Die "Exerzitienreise" zu diesen Orten
    der Gottesbegegnung ist ein tastender Weg,
    auf dem wir unsere Schuhe des Besserwissens,
    des Hochmutes, des Besserseins ausziehen müssen,
    um wie Mose vor dem brennenden Dombusch zu stehen
    (vor Dornbüschen, die uns unangenehm sind,
    die wir in unserem Leben nicht gern sehen),
    um auf Gott zu hören,
    uns innerlich ansprechen zu lassen
    und mit Gott zu reden.
    Es ist ein Weg der inneren Heilung

[Andere Exerzitientermine]




Liebe FreundInnen und Interessierte,

"Respektvolles Sehen und Hören" heißen 10tägige Kurse, die wir von den Ordensleuten gegen Ausgrenzung (Berlin) für jedermann/frau auch unter dem Namen "Exerzitien auf der Straße" anbieten. Die Erfahrungen der TeilnehmerInnen und BegleiterInnen ermutigen uns, diese Kurse auch im nächsten Jahr wieder anzubieten.

Bei dieser Exerzitienform wird eine besondere Achtsamkeit dem Ort entgegengebracht, an dem der/die Einzelne innerlich bewegt wird. Der Dornbusch, in dem Mose während seiner alltäglichen Arbeit Gott in einem Feuer (der Liebe) begegnet ist, das brennt und nicht verbrennt, ist dafür ein Leitbild. (Die Geschichte steht im 2. Buch Mose/Exodus Kapitel 3.) Auch die verdrängten, die als unangenehm oder schwach empfundenen Seiten in uns und in der Gesellschaft wollen wir nicht übersehen, wenn es dran ist. Hier liegt oft die Chanse für eine größere Weite im Leben der/des Einzelnen und von Gemeinschaften.

Gott kann auf den Einzelnen mit seinem Ruf an ganz unterschiedlichen Orten warten - unter Drogenabhängigen, im Arbeitsamt oder in einer Moschee, an einem Denkmal, an einem Flußufer oder anderswo - um uns neu weiter ins Leben zu rufen.

Durch einfache Quartiere, viel unverplante Zeit usw. ist eine Erleichterung da, sich betend auf den Weg zu machen, Orte der persönlichen Gottesbegegnung zu finden und dort dann zu bleiben oder wieder hin zu gehen.

Die Exerzitien sind keine Sozialpraktika sondern ein Loslassen in die Zeit und die Anwesenheit Gottes hinein, die er uns schenken will.

Wir bieten diese Tage an und es begleitet jeweils eine Frau und ein Mann eine Kleingruppen von maximal 5 TeilnehmerInnen.


Siegel der Gesellschaft Jesu

Respektvolles Sehen und Hören üben

Auch in diesem Jahr bietet die Gruppe Ordensleute gegen Ausgrenzung wieder Exerzitienkurse des "Respektvollen Sehens und Hörens" an. Dabei wohnen die Teilnehmer in Berlin-Kreuzberg in einer Notunterkunft für Obdachlose im Keller einer Kirchengemeinde, der im Sommer leer steht. Den Tag über gehen sie aufmerksam durch Berlin und suchen nach Orten, an denen sie merken, dass ihre Interessen, ihre Gefühle, ihre Sehnsüchte angesprochen werden. Dort bleiben sie stehen und ziehen zumindestens innerlich ihre Schuhe aus und üben sich in Aufmerksamkeit: Sie meditieren, beten, versuchen vor ihren Ängsten nicht zu fliehen, werden ansprechbar.

Schuhe ausziehen - dieses Bild ist einer biblischen Geschichte des 2. Buch Mose entnommen:
Mose, ein Ziegenhirt in der Wüste Sinai, sieht mitten in seinem Alltag etwas Ungewöhnliches - ein Dornbusch brennt und verbrennt doch nicht.
Er wird neugierig und will sich das Geschehen aus der Nähe ansehen.
Er läuft zu dem Dornbusch.
Da hört er eine Stimme, die ihm sagt: Zieh deine Schuhe aus! Du stehst auf heiligem Boden,
weil das Leben, die Ursehnsucht, die fundamentale Vitalität, das von dir nicht Gewusste,
weil Gott mit dir hier sprechen will.
Mose hört nun neu von der Versklavung seines Volkes und damit auch von seiner eigenen verdrängten Not und wie ihm eine wichtige Rolle auf dem Weg der Befreiung zugedacht ist.
Mose wehrt sich und fragt:
Wie heißt du? Er bekommt eine Antwort.
Er wehrt sich weiter gegen die ihm zugedachte Aufgabe.
Doch dann geht er los

Die Schuhe ausziehen ist ein Bild für die Bereitschaft, mit Respekt zuzuhören. Die - bei Stiefeln auch wehrhafte – Distanz der Schuhe wird abgelegt, auch der Dünkel die besseren oder schöneren Schuhe zu haben. Die oft dornige Realität wird mit den nackten Füßen berührt, um darin die eigenen Verletzungen und Biestigkeiten, die eigenen und fremden Sehnsüchte und die Wege zu einem erfüllten Leben zu suchen.
Die Schuhe auszuziehen ist der Beginn, mitten in der Welt der Meinungen und Vorurteile neu in ein Nichtwissen zu treten, respektvoller zu werden vor der Wirklichkeit und den Menschen in ihr – auch gegenüber der eigenen Geschichte und Zukunft; kurz: neu zu hören, zu sehen, zu riechen, zu tasten an dem "heiliggewordenen" Ort der Aufmerksamkeit.

Die Teilnehmer suchen in der Stadt z.B. unter Obdachlosen oder Drogenabhängigen, in einem türkischen Cafe oder in einer Moschee/Kirche, an der Hinrichtungsstätte Plötzensee oder dem sowjetischen Ehrenmahl in Treptow einen Ort, wo sie in sich Neugierde spüren; sie ziehen ihre Schuhe aus und beginnen mit einer Zeit der Aufmerksamkeit. Sie nehmen die Umwelt und die eigenen Gefühle darin wahr und ahnen langsam, warum sie sich gerade diesen Ort "ausgesucht" haben. Vielleicht ist der Teilnehmer den Menschen oder Fragen an diesem Ort bisher aus dem Weg gegangen. Vorurteile, Verletzungen und Ängste in der Lebensgeschichte oder vieles andere können Gründe dafür sein, aus dem Inneren heraus hierher geführt zu sein. Manchmal kommen Tränen oder andere Gefühlsregungen. Dann ist es gut an diesem Ort zu verweilen und sogar bald wieder hierher zurück zukehren, um neu die Schuhe auszuziehen.

Abends kommen die Übenden zurück in die Herberge und erzählen nach einem gemeinsamen, selbst zubereiteten Essen und Gottesdienst von ihren Wegen, ihrem Suchen, ihrem Stehenbleiben, ihrem langsamen Nähern an die Orte, die sie persönlich als wichtig, als aufwühlend, als ihnen heilig erfahren haben. Und auch von den entdeckten Schwierigkeiten, den Ängsten, den Dornbüschen in ihrem Leben erzählen sie. Dabei werden sie aufmerksam begleitet, um selbst deutlicher zu erkennen, wohin sie geführt werden.

Zehn Tage dauern diese Kurse, die in der Tradition der Exerzitien (exerzieren = üben) stehen, in der Ignatius von Loyola im 16. Jahrhundert einen wichtigen Impuls gegeben hat. Wir begleiten diese Kurse von etwa 10 TeilnehmerInnen mit ihren ganz individuellen Wegen in zwei überschaubaren Gruppen. Eine Frau und ein Mann von unserer Einladungsgruppe sind jeweils dabei. Wir sehen in diesen Kursen einen Beitrag, persönliches Ausgrenzungsverhalten zu überwinden. Eine große Freude ist es für uns, wenn die Teilnehmer ihr zielgerichtetes Alltagsverhalten zurück und sich vom inneren Gespür führen zu lassen. Dann durchlaufen sie manchmal schmerzhafte Etappen der Selbsterkenntnis. Doch lösen sich auch unvermittelt Fixierungen. Die darüber erfahrene Freude ist ein Licht mitten in den alltäglichen Ereignissen, durch das Zukunftsperspektiven sichtbar werden.

Für nähere Informationen
mail to
Christian.Herwartz@jesuiten.org