P. Günter Soballa SJ
5. März 1980 in Berlin

Als die Todesnachricht eintraf, herrschte Betroffenheit, obwohl P. Günter Soballa seit nahezu 8 Jahren schwerkrank gewesen war. Als ich mich dann zurückerinnerte an die Zeit des Noviziates, das Interstiz, die Begegnungen mit dem Provinzial Soballa, die Krankenbesuche, da verstärkte sich immer mehr der Eindruck eines durch dieses Leben laufenden Bruches, der manches so fragmentarisch und mehrdeutig werden ließ. Zwei Aussagen der Hl. Schrift drängen sich auf, die dieses Leben gleichsam kennzeichnen: zum einen das Wort über Abraham: "Aufgrund des Glaubens gehorchte er dem Ruf, wegzuziehen... und er zog weg, ohne zu wissen, wohin er kommen würde" (Heb 11,8); zum anderen das Wort an Petrus: "Du wirst deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst" (Joh 21,18). Beides war in diesem Leben: die Bereitschaft, sich im Vertrauen auf die Führung des Herrn auf den Weg zu machen, und dieses Gebunden- und Geführtwerden, wohin er selbst nicht geplant, womit er nicht gerechnet hatte. Ein gelebtes Suscipe, das anders angenommen wurde, als menschliches Planen und Beginnen dies vorsah!

P. Günter Soballa war Niederschlesier, geboren am 18.9.1918 in Breslau. Über sein Elternhaus bzw. über seine Verwandten sprach er kaum. Sein einziger Bruder fiel im Krieg. Nur zu seiner später in Hannover wohnenden Tante, Frau Sophie Kursawe, hatte er bis zu deren Tod während seiner Provinzialszeit sehr guten Kontakt. Sie vertrat wohl auch Mutterstelle an ihm. Günter Soballa besuchte in Breslau das humanistische König-Wilhelm-Gymnasium und machte dort im Februar 1937 das Abitur. Im selben Frühjahr, am 6. April 1937, trat er in Mittelsteine ins Ostdeutsche Noviziat ein. Sein Novizenmeister war P. Otto Pies.

Der Katalog für 1938 zählt 24 Scholastiker- und 9 Brüdernovizen auf. Die Noviziatszeit wird von November 1938 bis April 1939 durch den Reichsarbeitsdienst unterbrochen. Diese Zeit gehörte wie die bei der Wehrmacht zu den Phasen, über die er sich gewöhnlich ausschwieg. Zu sehr widerstrebten seiner Eigenart die Erfahrungen äußeren Drills und geistiger Einschränkung.

Am 27. 8. 1939 legte er in Mittelsteine die ersten Gelübde ab. An ein geregeltes Studium war damals nicht zu denken. Das erste Jahr der Philosophie in Pullach dauerte für ihn von September 1939 bis April 1940. Dann mußte er zur Wehrmacht, von der er im Dezember 1941 entlassen wurde. Im Sommer 1943 konnte er das Philosophieexamen ablegen, um dann gleichsam auf Raten Theologie zu studieren. 1943/44 in Frankfurt, 1944/45 in Wien, 1945j47 in Pullach. Die Fratres wurden in jenen Jahren des inneren und äußeren Durcheinanders in der Regel geweiht und in die Seelsorge geschickt, sobald sie das Jurisdiktionsexamen hinter sich gebracht hatten. P. Soballa erhielt am 22. April 1945 in Augsburg die Priesterweihe. Von ferne dröhnte der Geschützdonner, die Amerikaner rückten unaufhaltsam näher, als der greise, an schwerem Asthma leidende Bischof Kumpfmüller den 6 ostdeutschen Fratres die Hände auflegte. Am selben Tag mußten sie wieder an die Orte zurück, in die sie zur Seelsorge geschickt waren, P. Soballa in Richtung Westen, ca. 40 km weit in ein Dorf des Kammeltals, dessen Pfarrer den sinnigen Namen Bußigel trug.

Nach Abschluß der Theologie ging P. Soballa nach Münster/Sentmaring, um bei P. Karl Wehner sein Terziat zu machen. Dann wurde er nach Rom ins Biennium geschickt, wo er aszetische Theologie studierte. Der Titel der Arbeit, mit der er am 11. Juli 1950 den Dr. theol. erwarb, ist programmatisch für seine spätere Tätigkeit: "Wahrheitskerygma und christlicher Wandel. Ein Beitrag / zur Theologie der Frömmigkeit nach den paulinischen Schriften". Die Einleitung zur Doktorarbeit schließt mit dem Satz: "Die Weite der Themastellung bedingt es, daß vieles, ja das meiste nur in seinen großen Perspektiven zur Darstellung kommen kann. Wenn wir selbst der vorliegenden Arbeit einen Wert beimessen dürfen, dann sehen wir ihn in den zahlreichen Ansatzmöglichkeiten, die sie weiteren Forschungen eröffnet". P. Soballa hat später als Novizenmeister und Oberer versucht, vielen jungen Menschen große Perspektiven nahezubringen, und ihnen damit zahlreiche Ansatzmöglichkeiten zu Lebensentwürfen und -wegen vermittelt. Für viele innerhalb und außerhalb der Gesellschaft war er Künder "der heilbringenden Gnade" (Tit 2,11) und Helfer zu christlichem Wandel. Und manchen hat er auf Wegen und Abwegen begleitet, die er selbst nicht mehr gutheißen konnte, die er aber doch noch durch Mitgehen und Mittragen sinnvoll zu machen versuchte.

Sein Doktorvater war P. Max Zerwick. Die Zeit in Rom war vom Äußeren her karg und aufreibend. Mit der Arbeit lief es nicht immer entsprechend. Sein Mit-Biennist, P. Schroll, erinnert sich, daß er öfters P. Soballa vor der Schreibmaschine fand, wie er mißmutig auf zwei getippte Zeilen sah, an der Pfeife sog und fatalistisch feststellte: "Der Tao hat's nicht gewollt", - Grund genug für die beiden, sich auf einen gemeinsamen Spaziergang zu machen.

Nach Abschluß der Romzeit ruft man ihn nach Berlin, wo er am Canisius-Kolleg wohnt. In der von Krieg und Teilung schwer gezeichneten Stadt will man eine Theologische Akademie aufbauen, die als Ort der Orientierung und Deutung, der Verkündigung und Weiterbildung wirken soll. P. Soballa war als Dozent für Spiritualität und Frömmigkeitsgeschichte vorgesehen. Die Kataloge der Jahre 1951-53 führen ihn zwar mit dieser Angabe, tatsächlich aber sind die Gründungsschwierigkeiten so groß, daß aus der Akademie nichts wird. So fügte sich P. Soballa in die Arbeiten ein, die zu leisten waren: Predigten, Missionen, Religionsunterricht, Schriftstellerei; er bleibt auch später Mitarbeiter von "Geist und Leben". Der Plan des Berliner Bischofs W. Weskamm, ihn als Spiritual und Dozent an das Regional-Priesterseminar nach Erfurt zu holen, scheiterte ebenfalls an den politischen Realitäten.

Inzwischen hatte die Ostdeutsche Provinz durch Bischof Stohr von Mainz Heimatrecht in dessen Diözese bekommen und ihr Noviziat auf den Jakobsberg bei Bingen verlegt. Am 8. August 1951 begann der Betrieb. Als P. Soballa im September 1953 als Socius magistri mit der Marschorder anfing, im März 1954 P. Otto Pies im Amt des Novizenmeisters zu folgen, war man über die Pionierzeiten schon hinaus. Bis zum Spätherbst 1960 blieb er am Rhein, zwar weit entfernt vom Zentrum der Ostdeutschen Provinz, aber doch mit den Mitbrüdern dort in gutem Kontakt. Er überlegte, beobachtete, plante. Diese Jakobsberger Jahre waren für ihn eine schöne, vielleicht sogar eine idyllische Zeit. In dem alten Rektor P. Bernhard Bley, der bis ins hohe Alter der große Stratege blieb, begegnete er einem großen Stück deutscher Jesuitengeschichte. Diese Gespräche boten reichen Austausch und viele Anregungen. Nebenher konnte er auch als Exerzitiengeber und durch Priesterrekollektionen manches wirken.

Schon länger bestanden in Berlin Pläne, das Noviziat ins eigene Provinzgebiet zurückzuholen. Man erhoffte sich davon stärkere Impulse für Nachwuchs und mehr Einflußmöglichkeiten. Die Sache wurde schließlich auch deshalb dringend, weil der Pachtvertrag des Jakobsbergs auslief und die Trappisten verkaufen wollten. In Berlin wurde man auch fündig: am 11. Juni 1959 konnte in Berlin-Kladow das Grundstück Am Schwemmhorn erstanden werden. Als Rektor übernahm P. Soballa am 13. November 1960 das umgebaute und erweiterte Noviziatshaus "Peter-Faber-Kolleg".

Die Berliner Hoffnungen erfüllten sich nicht. Kirchenpolitisch deuteten sich bereits erste Schwierigkeiten an, die dann im Gefolge des Konzils und der End-60er Jahre voll durchschlagen sollten. Am 26. Januar 1965 starb dazu noch ganz plötzlich P. Provinzial Mianecki. Rom reagierte unmittelbar, denn bereits am nächsten Tag kam die Ernennung von P. Soballa zum Viceprovinzial. Am 31. Juli desselben Jahres wurde er als Provinzial verkündet. Die Jahre bis zur Ablösung 1971 sind geprägt durch innere und äußere Schwierigkeiten, die Eintritte gingen stark zurück, unvorhergesehene Ausfälle und Austritte mehrten sich.

Der Provinzial Soballa hatte es mit der Zuckerkrankheit zu tun; wegen eines Glaukoms war er in Behandlung. Der aufreibende Alltag und der seiner Gesundheit nicht förderliche Arbeitsstil taten ein übriges. Ein Jahr nach der Ablösung, am 4.8.1972, vermißt man ihn im Peter-Faber-Kolleg bei Tisch. Zusammengesunken und bewußtlos findet man ihn an seinem Schreibtisch. Die Auskunft des Krankenhauses, in das man den Schwerkranken bringt, besagt: Gefäßverengung im Stammhirn; genaue Diagnose schwer zu erstellen, weil er an Bewußtseins- und Gedächtnisstörungen leidet. Und im Oktober 1972 lautet die Auskunft des Provinzbriefs, daß er sich immer noch in der Schloßparkklinik/Berlin befindet. Sein allgemeiner Zustand hat sich erheblich gebessert. Die Ärzte hoffen, ihn noch weiter stabilisieren zu können. Bewußtsein, Kontaktfähigkeit und Ansprechbarkeit sind aber weiterhin leider sehr beeinträchtigt und schwankend.

P. Soballa hat sich nie mehr erholt. In seinem Notizbuch für 1972 liefen die Termine noch weiter, Zusagen waren gemacht und Kurse angenommen. Anders als er wollte, wurde er gebunden und geführt. Es war eine Zeit, deren Schwere er offensichtlich voll wahrnahm - und wohl auch akzeptierte. Während dieser 7 1/2 Jahre, so berichtet sein Krankenpfleger, Br. Rogoß, feierte er mit ganz wenigen Ausnahmen jeden Tag morgens die hl. Messe gewöhnlich für sich allein, manchmal auch im Beisein eines Bruders. Nach dem Frühstück folgte eine Ruhepause im Bett bis zum vormittäglichen Gartenspaziergang mit der Krankenschwester. Die Zeit bis zum Mittagstisch widmete er sich der Zeitungslektüre. Während des Mittags- und Abendtisches schaltete er sich das Fernsehen an. Nach einer Mittagsruhe wartete er, daß ein Mitbruder ihn zu einem unterschiedlich langen Spaziergang durch den Garten oder um das nahe Straßenkarree abholte. Mit dem Krankenbruder spielt er gern anschließend eine Art Boccia. Die Zeit bis zum Abendtisch galt wiederum der Lektüre der Zeitung oder von Kriminalgeschichten. Nach Tisch mußte er gleich wieder zu Bett, war aber gern bereit, Besuch zu einem abendlichen Gespräch zu empfangen. Andernfalls galt sein Interesse wieder der Lektüre. Was ihn an Nachrichten aus der Provinz oder aus der Sinoia-Mission erreichte, las er aufmerksam, obwohl er kaum noch sah, und kam mit Fragen darauf zurück. An Neuigkeiten war er immer interessiert. Dabei pflegte er die für ihn charakteristischen kurzen Bemerkungen einzufügen. Am liebsten war ihm jedoch das Zuhören. In diesen Jahren hatte ich nicht oft in Berlin zu tun, versuchte aber jedesmal, ihn dann zu besuchen. Trotz seiner veränderten Sprechweise, trotz mancher eigenartiger, nicht mehr wie früher kontrollierter Reaktionen, waren dies anregende Gespräche. In den Großen Exerzitien hatte er uns Punkte über Paul Claudels "Der seidene Schuh" gegeben. Lebhaft in der Erinnerung sind mir seine Ausführungen über das Symbol des Wracks und über den Jesuiten im Prolog, der an den Mast des zerstörten Schiffes gebunden auf dem Meer dahintreibt, ausgeliefert und hingegeben dem Willen Gottes. An diesen Jesuiten erinnerte mich P. Soballa in seiner Hilflosigkeit und in der Bereitschaft, mit der er sein Los annahm.

Im Nachlaß von P. Soballa fand sich ein Aktenordner mit Korrespondenz sowie Unterlagen mehr privater Natur. Ich war überrascht und beschämt über die Züge, die hier deutlich wurden und die der Alltag allzu leicht verwischte. Mit großer Geduld wußte er Leuten nachzugehen, ja um sie zu ringen. Trotz mancher äußerer Eindrücke der Weichheit konnte er fordern und straff führen. Sein Engagement war glaubwürdig und mancher erfuhr, wie er als Provinzial auch mitleiden und mithoffen konnte. Dadurch gab er vielen ein Stück Sicherheit und Heimat. Daß er gerade von Leuten, von denen er viel erhofft hatte, enttäuscht wurde, mag von hierher als eine Art "geistlichen Lastenausgleichs" verstanden werden; was er anderen zu geben sich mühte, mußte er selbst vermissen. Auch in der Krankheit bewahrten ihm indes viele ein lebhaftes Interesse und treues Gedenken.

Durch sein Bild läuft der eingangs erwähnte Bruch, der aus seiner Bereitschaft zum Willen Gottes und aus diesem einen anderen Weg-Geführtwerden herrührt. Dem entsprach seine Eigenart. Er war ein reichbegabter Mensch, künstlerisch und literarisch hochgebildet und mit viel Sachverstand in diesen Fragen. Ausgezeichnet mit einer scharfen Intelligenz, die ihn Zusammenhänge, Ursachen usw. sofort erfassen ließ, hatte er auch ein gutes und gesundes Urteil. Und dauerte es auch manchmal lange Zeit, bis er sich zum Handeln entschloß, so konnte er Dinge wirklich auch durchziehen. All diese Gaben brachten es mit sich, daß manche nur schwer Zugang zu ihm fanden. Dies gilt sicher für eine Reihe von Mitbrüdern, die ihn distanziert, ja zuweilen als Menschenverächter empfanden oder besser ihn so zu erfahren vermeinten. Sicherlich hat er dies nicht gewollt. Freilich, wen er als wenig intelligent einschätzte, zudem konnte er auch schroff und recht kurz sein. Mit dieser Geistigkeit hing eine gewisse Lebensfremdheit zusammen, die sich unter anderem darin ausdrückte, daß er zu manchen Fragen des Alltags kein rechtes Verhältnis zu finden schien, jedenfalls mußten Außenstehende diesen Eindruck gewinnen. Aufgrund dieser distanzierten, manchmal unterkühlten "Weltfremdheit" konnte er zuweilen recht anspruchsvoll sein und manche Dinge ziemlich leichthin handhaben. Die Zeit des Provinzialates fiel ihm recht schwer. Seine Mitarbeiter erfuhren aber immer wieder, mit welchem Engagement und welcher Gewissenhaftigkeit er sich den Pflichten eines Provinzials unterzog. Hier hat er wirklich Tugend geübt, vor allem Demut. Was hat er sich nicht alles sagen lassen müssen! Gerade wir Jüngeren, die durch sein Noviziat gegangen waren, machten uns eine harte Kritik nicht selten allzu leicht.

Die geistlichen Belange blieben sein bevorzugtes Anliegen, auch wenn er sie oft nicht so durchsetzen konnte, wie er dies gern gewünscht hätte. In der Cura personalis war er vorbildlich. Er hat sich sehr um die Mitbrüder gemüht und gesorgt, vor allem um jene, die in irgendeiner Weise gefährdet waren. Um Aushäusige zu besuchen, fuhr er manchen Umweg. So sind in seinem Nachlaß einige Briefe des kranken P. Przywara, in denen dieser mit zittriger Hand dem Provinzial für seine Hilfe und seine Besuche dankt. Gerade in diesem Bemühen der Cura personalis mußte er viele Enttäuschungen ertragen und manche Kritik wegstecken.

Mit gro3em Ernst und Einsatz bemüht er sich um die Einheit der Germania Orientalis, vor allem durch die Besuche in der Regio Germaniae Mediae. Er versäumte keine Leipziger Messe. Wie oft war er in St. Hedwig! Diese Besuche waren mit ziemlichen Unannehmlichkeiten verbunden, die ihm bei seiner Feinfühligkeit umso mehr auf die Nerven gingen. Besonders sorgte er sich auch immer um das Befinden der Mitbrüder in der Sinoia-Mission. Manchem jungen Mitbruder hat er die Wege nach Afrika geebnet und Hindernisse rechtzeitig beseitigt. Bis in seine Krankheit hinein informierte er sich und machte sich immer wieder über die Situation in Rhodesien seine Gedanken.

Nur wenigen Mitbrüdern gewährte er Einblick in sein Inneres. Einiges deutete er an, anderes konnte man erahnen. Wie lebendig sein geistliches Leben war, scheint mir seine lange Krankheit zu zeigen. Hat er nicht doch trotz allem diese fast 8 Jahre gemeistert? Klar genug waren sein Bewußtsein und seine Auffassungsgabe, um zu wissen, wie es tatsächlich um ihn stand. Nie äußerte er mir gegenüber ein Wort der Klage. Allerdings konnte er sehr ungehalten und ungeduldig werden, wenn ihm etwas gegen den Strich ging oder wenn ein Gast ungebeten war.

Gibt es so etwas wie ein Fazit des Lebens von P. Günter Soballa? Eine Art Kommentar bietet die 3. Regel des Summarium: "Es ist unsere Berufung, verschiedene Orte zu durchwandern und unser Leben in jeder Region der Welt zu führen..." Dieser Satz gilt für P. Soballa - freilich anders als wir ihn üblicherweise interpretieren. Besteht nicht in der Bereitschaft zum Aufbrechen und Sich-Binden-Lassen die Beispielhaftigkeit dieses Lebens? Es bleibt uns das Bild eines nicht bequemen Ordenslebens, das mit Recht als Vorbild hingestellt werden kann, vielleicht nicht sosehr darin, wie es P. Soballa jeweils zu leben gelang, sondern was er grundsätzlich zu leben versuchte.

R.i.p.

P. Karl Heinz Fischer SJ

Aus der Norddeutschen Provinz, 2/1980 - März, S, 23.27