SJ

Bruder Bernward Beelte SJ
geboren am 8.8.1929 in Hildesheim
Eintritt in die Gesellschaft Jesu
am 6.10.1952 in Eringerfeld/Westfalen
gestorben am 31.10.2015
in Berlin-Kladow

Bernward Beelte wurde am 8. August 1929 von katholischen Eltern in Hildesheim geboren, wo er von 1935 bis 1944 auch seine Schulzeit verbrachte. Sein Vater war Klempnermeister und starb 1944, seine Mutter war Hausfrau; Bernward hatte noch einen Bruder und eine Schwester.

In Hildesheim diente er als Messdiener in verschiedenen Pfarreien und auch bei den Vinzentinerinnen. Das Kriegsende erlebte er mit der Zerstörung des Doms und der Kirche des Priesterseminars in Hildesheim.

Von 1944 bis 1947 machte Bernward eine Lehre als Elektroinstallateur und bestand seine Gesellenprüfung mit Erfolg. Es folgten Gesellenjahre in Hildesheim und Hannover und er arbeitete dann von 1951 bis 1952 in Bochum im Bergwerk.

Am 4. April 1952 kam er zu einer Kandidaturzeit nach Eringerfeld, wo er dann im Oktober jenes Jahres unter P. Flosdorf sein Noviziat als Brudernovize machte und 1954 seine ersten Gelübde ablegte. Sechs weitere Jahre arbeitete er dort in verschiedenen Aufgabenbereichen.

1961 kam er nach Köln und besuchte dort die Meisterschule für das Elektrohandwerk, wo er die Meisterprüfung mit Erfolg bestand. 1962 machte er sein Tertiat – und legte am 2. Februar 1963 seine letzten Gelübde ab.

Im September 1961 wurde er nach St. Georgen, Frankfurt/M., versetzt und war dort bis zum 7. September 1982 in verschiedenen Aufgabenbereichen tätig. Unter anderem war er auch ein paar Jahre Hochschulsekretär. 1960 gab es in Sankt Georgen noch 26 Brüder, 1980 waren es 17.

1982 wurde er ins Canisiushaus nach Köln versetzt und wirkte dort – mit kurzer Unterbrechung – bis März 2000 zuerst als Minister und Ökonom, später dann als Ökonom; auch bei den Angestellten war er dort sehr beliebt.

Nach der Auflösung des Canisius Hauses in Köln kam Br. Beelte im Jahr 2000 zu weiteren Diensten nach Berlin Kladow, er war im Hauskonsult, Subminister, tätig in der Sakristei und für alle möglichen besonders technischen Arbeiten bereit. Zu seinem 50 jährigen Ordensjubiläum machte er 2002 seine Exerzitien in der Domstadt Hildesheim, wo er aufgewachsen war und sich noch gut auskannte. Um das Jahr 2006 bekam er Bypässe gelegt und später noch einen Herzschrittmacher. Als Mitbruder und später als Patient zeigte er sich immer sehr dankbar, bescheiden, freundlich und hilfsbereit.

In Kladow blieb er bis zu seinem Tod. Er kam, solange es möglich war, täglich mit seinem Rollator, manchmal auch mit dem Rollstuhl in die Hl. Messe und sein Amen bei der Kommunion war immer laut und vernehmlich zu hören. Die letzte Zeit konnte er immer weniger hören und sehen, aber innerlich war er immer dabei. Wenn wir ihn im Krankenhaus besuchten, fragte er stets: Gibt es etwas Neues? Nun ist er zu dem heimgekehrt, der sagt: „Siehe ich mache alles neu.“

R.i.p.