P. Hans-Bernd Bollmann SJ
geboren am 17. Dezember 1946 in Wiedenbrück
Priesterweihe am 13. Dezember 1975 in Paderborn
Eintritt in die Gesellschaft Jesu am 18.9.1989 in Münster
gestorben am 16.4.2013 in Berlin-Spandau

Hans-Bernd Bollmann wurde als 2. Kind am 17.12.1946 in Wiedenbrück geboren und 5 Tage später in St. Aegidius getauft. Sein Vater Hermann war Feinmechaniker, seine Mutter Klara selbständige Schneiderin. Seine Schwester Ursula war sechs Jahre älter als er.

Hans-Bernd hatte eine abgeschlossene Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann in Textilwaren. Von 1958 bis 1961 besuchte er das Gymnasium in Wiedenbrück und von 1965 bis 1969 das Aufbaugymnasium St. Klemens, Bad Driburg. Nach dem Abitur 1969 im Clementinum, Bad Driburg, folgte das Studium der Philosophie und Theologie in Paderborn und Regensburg.

1974 wurde er zum Diakon in der Jesuitenkirche von Paderborn und am 13.12.1975 zum Priester durch Erzbischof Degenhardt in Paderborn geweiht.

Die erste Vikarsstelle war 1976 in Hamm, 1980 wurde er Pastor in Mariä Himmelfahrt in Meschede und Studentenpfarrer, 1982 Studentenpfarrer in Paderborn und Geistlicher Rektor im Pauluskolleg.

Am 18.9.1989 trat Hans-Bernd ins Noviziat der Gesellschaft Jesu in Münster ein. Dann folgten weitere nebenberufliche Ausbildungen. 1988-1991 eine Exerzitienbegleiter-Ausbildung (GIS/GCL), 1991-1994 eine berufsbegleitende Ausbildung in Gestaltseelsorge und 1994-1998 eine berufsbegleitende Ausbildung in Rhythmus- und Atem-Bewegung nach Hannelore Scharing (Eutonie).

1998/99 ging er in das Terziat in den USA. Seine letzten Gelübde legte er am 25.3.2000 in Hannover ab.

1991-2004 war er GCL-Promotor SJ (Region Nord) Hannover, 1992-2001 Kirchlicher Assistent der GCL im Bistum Münster.

1994-1996 Minister im Friedrich-Spee-Haus in Hannover, danach ebenfalls dort von 1996 bis 2004 Superior, wo er am Ende die Residenz auflösen musste, die er in die Hände der Diözese gab, nachdem er die Weiterführung des Hauses durch die Maria Ward Schwestern eingeleitet hatte.

In der Zeit vom 31.7.2004 bis 31.3.2007 wirkte er als Konsultor im Provinzkonsult in München. Vom 1.9.2004 bis 31.8.2005 war er Regens des Priesterseminars Frankfurt, Sankt Georgen.

Am 14.10.2005 erfolgte der Umzug nach Hamburg, wo er von 2006 bis 2009 als Spiritual des Pastoralseminars und als Priesterseelsorger im Erzbistum Hamburg wirkte bis zu seiner Entpflichtung wegen Krankheit, Alzheimer.

Am 9.1.2012 erfolgte der Umzug in das Peter-Faber-Haus, Berlin, den Ort, der ihm durch Exerzitien vertraut war. Provinzial Kiechle schrieb damals: "Es war und ist für uns alle, die dir in den letzten Jahren begegnet sind, beeindruckend und beispielhaft, mit welch geistlicher Kraft du mit der fortschreitenden Krankheit umgehst. Du wirst auch weiterhin durch dein Gebet und Beispiel einen großen Dienst für die Gesellschaft leisten: Das haben wir in Kladow erleben dürfen. Immer wieder blitzte ein Stück Humor durch oder ein freundliches Lächeln erfreute uns bei aller Härte der Krankheit, derer er sich auch bewusst war.

Am 16. April 2013, um 19.30 Uhr, holte ihn der himmlische Vater in sein Reich.

Seinen Primizspruch "Deinen Namen will ich meinen Brüdern verkünden, inmitten der Gemeinde dich lobpreisen" (Ps 22,23) hat er in seinem Leben wahr gemacht.

Viel bedeutet hat Hans-Bernd die Arie aus dem MESSIAS von G. F. Händel: "Ich weiß, dass mein Erlöser lebet." (Hiob 19,25)

Sein Grab ist bei den Jesuiten auf dem Domfriedhof St. Hedwig, Berlin-Reinickendorf.

R.i.p.