P. Bernward Brenninkmeyer SJ
* 19. Oktober 1919 in Berlin
5. September 1990 in Berlin

Wenn wir unserer Toten gedenken,
vergessen wir dann nicht,
daß sie ins Licht gegangen sind
als Boten des Lichts.
(Aus einem seiner Texte)

P. Bernward trat 1938 in den Jesuitenorden ein und wurde 1948 zum Priester geweiht. Seitdem lebte er für seine Mitbrüder und die Menschen in Berlin: Er begann mit Rundfunkansprachen, die die Menschen aufhorchen ließen und zu einem Kontakt mit Gott einluden; die Kolpingsgemeinschaft erfuhr seine Begleitung über Jahrzehnte. Mit seiner Hilfe wurde ein Kolpinghaus für Berlin konzipiert und nach vielen Mühen gebaut. Im Orden erkannte man schon früh seine Fähigkeiten zur Begleitung und Führung von Menschen und vertraute ihm das Amt des Superiors in St. Clemens an. Von 1971 bis 1977 war er Provinzial der Ostdeutschen Jesuitenprovinz und hatte die sehr schwierige Aufgabe, die Zusammenführung der Westdeutschen und Ostdeutschen Jesuitenprovinzen zur Norddeutschen Provinz einzuleiten und mitzutragen. P. Bernward nahm es persönlich sehr schwer, daß die Ostprovinz mit ihrem persönlichen Stil und ihrem eigenen Profil infolge der politischen Ereignisse nach 1945 in ihren Aufgaben immer mehr eingeengt wurde. Besonders intensiv hat er sich engagiert auf zwei Generalkongregationen des Ordens in Rom. Zusammen mit vielen anderen verantwortlichen Mitbrüdern entwickelte er eine neue Perspektive im Leben und in den Arbeiten des Ordens: Der Einsatz der Jesuiten für die soziale Gerechtigkeit in allen Ländern und in allen Arbeitsbereichen, und zwar als selbstverständlicher Ausdruck des christlichen Glaubens. Nach vielen schweren Jahren der Krankheit ist er nun in Gottes Licht gegangen als Bote des Lichts. Wir danken ihm für seine Beharrlichkeit und menschliche Güte, besonders auch dafür, daß er so vielen Mitbrüdern einen menschlichen Freiraum ermöglichte.

Seine Familie und seine Mitbrüder

R.i.p.