Zum frommen Gedenken an
P. Ludwig Maria Faust SJ
* 6. November 1896
17. Juli 1991

"Hochpreiset meine Seele den Herrn"

P. Faust, ein echter Jesuit, durchlief sein langes Leben im Orden und in seinem Dienst als Helfer zur Freude für Viele geradlinig, wie es dem Ideal des HI. Ignatius entspricht.

Eine sonnige Jugend - wie er selbst berichtet - erlebt er mit 4 Brüdern in einer tief religiösen Familie. Er wird wesentlich gefördert durch die Marianische Schülerkongregation und durch dreimalige Exerzitien. 1915 tritt er in den Orden ein.

Soldatenschicksal prägt seine Ausbildungszeit. Er gleicht darin dem Hl. Ignatius. Tapferkeit (EK I) zeichnen ihn aus; aber auch die schwere Verwundung, die ihn lange behindert und deutlich sein apostolisches Wirken bestimmt.

Die Reifung zum Seelsorger geschieht in der Jugend- und Pfarrarbeit, vor allem in Bad Godesberg und in Aachen. Neben dem Einsatz für die Neudeutschen Schülergruppen wird seine stets weitere Sorge für besonders Leidende (Ausgebombte, Geisteskranke) genannt.

So wird sein Leben immer innerlicher, spiritueller und fruchtbarer: bei der Brüdergenossenschaft der Canisianer, bei Priester- und Schwesterseelsorge, bei Exerzitien, im Beichtstuhl in Bonn durch 18 Jahre, schließlich im Altenheim des Ordens vor den Toren von Berlin.

Wer ihn in diesen letzten 5 Jahren kennenlernen durfte, behält in unüberhörbarer Erinnerung sein ,Danke schön', das zu seinem Wesen gehörte und ihn in die Vollendung hineingeführt hat.

    ,Der Geist der Gesellschaft ist es, in aller Einfachheit und Niedrigkeit von Stadt zu Stadt, von Ort zu Ort zu ziehen, ohne sich an einen bestimmten Platz binden zu lassen. ... Wollten wir diese Einfachheit verlassen, es wäre gleichbedeutend mit der Zerstörung unseres Ordensgeistes. - Solange die Gesellschaft in diesem Geist verharrte, hat sich Gott der Herr ihrer in ganz besonderer Weise bedient, zum großen geistlichen Nutzen der Seelen.'
    (Ignatius, Brief an König Ferdinand I.)

R.i.p.