P. Reinhold Feldhuß SJ
geboren am 7. Dezember 1908 in Rheine
zum Priester geweiht am 7. August 1932 in Münster
gestorben am 18. Oktober 1998 in Berlin

Reinhold Feldhuß wurde als drittes von fünf Geschwistern am 7. 12. 1908 in Rheine/Westf. geboren. Der Vater war Postbeamter. In Rheine wuchs Reinhold auf; seine westfälische Herkunft prägte ihn bis ins hohe Alter. Zu Ostern 1927 bestand er das Abitur mit Auszeichnung. Da er Priester werden wollte, studierte er in Münster und Innsbruck Theologie. Am 7. 8. 1932 wurde er in Münster mit über 50 anderen Kandidaten zum Priester geweiht. Angesichts dieser Überfülle und im Wissen, daß Reinhold seit langem als Missionar nach Afrika zu gehen wünschte, gab ihn sein Bischof frei. So konnte der Neupriester schon nach sechs Wochen in 's-Heerenberg in die Gesellschaft Jesu eintreten. Ergänzende Studien schlossen sich an. Während des Zweiten Weltkrieges war er als Sanitätssoldat in Polen, Frankreich und Rußland im Einsatz.

Die Ordensoberen hatten P. Feldhuß für die Nordische Mission vorgesehen; er lernte deshalb im Sommer 1936 in Stockholm Schwedisch. Dann aber mußte er für einen Mitbruder einspringen, der Redeverbot bekommen hatte und in KZ-Haft saß. Aus dem Einspringen wurde eine Daueraufgabe: P. Feldhuß wirkte viele Jahre in der Pfarrseelsorge in Köln, Essen, Cloppenburg und Delmenhorst. Seit 1959 gehörte er zur Niederlassung in Münster und betreute das Gebetsapostolat. 1964 zog er für über 14 Jahre nach Koblenz, wo er nicht nur in der Beichtseelsorge tätig war, sondern auch die Kirche betreute und immer wieder Küsterdienste versah. Seit Februar 1979 war er Krankenhausseelsorger zuerst in Recke, dann in Ochtrup. Am 1. 10. 1991 wurde er ins Altenheim des Ordens in Berlin versetzt.

Das Leben von P. Feldhuß war nicht bestimmt durch besonders auffallende Arbeiten oder herausragende Erfolge, sondern durch die alltägliche Treue im Dienst. Als Religionslehrer an Berufsschulen, als Exerzitienmeister für verschiedene Zielgruppen und als Prediger vieler Religiöser Wochen, die er von Aachen, Münster und Koblenz aus hielt, verkündigte er die Frohe Botschaft von Jesus Christus.

Im Nachlaß von P. Feldhuß befindet sich ein Gedenkbild zum Osterfest 1991 mit dem Text: "Herr Jesus Christus, hilf mir, dich zu erkennen, die Gemeinschaft mit deinem Leiden und deiner Auferstehung. So darf ich mit dir vom Tode zum Leben hinübergehen".

Erfülle ihm der Herr nun diese Bitte!

R.i.p.