P. Franz-Josef Glorius SJ
geboren am 3. Januar 1935 in Berlin
Eintritt in die Gesellschaft Jesu am 16. September 1953 auf dem Jakosberg
Priesterweihe am 26. Juli 1964 in Innsbruck
gestorben am 28. November 2014 in Berlin-Kladow

Herr, gib ihm die ewige Ruhe, lass ihn bei dir geborgen sein.

Pater Glorius wurde am 3.1.1935 in Berlin geboren. Von 1945 bis 1953 ging er zur Schu-le auf das Canisiuskolleg der Jesuiten. Seit 1948 gehörte er der Jugendgruppe Bund Neu-deutschland an. 1953 trat er in das Noviziat der Jesuiten auf dem Jakobsberg bei Bingen ein. 1955 bis 1956 verbrachte er sein Juniorat in Feldkirch / Tisis und studierte bis 1959 Philosophie in Pullach / München. 1959 bis 1961 half er in der Jugendarbeit in Berlin, Ignatiushaus. Von 1961 bis 1965 studierte er Theologie in Innsbruck und wurde dort 1964 auch zum Priester geweiht. Von 1965 bis 1966 verbrachte er in Berlin - Kladow sein Teritiat und war zu der Zeit Sozius des Novizenmeisters in Berlin am Peter-Farber-Kolleg. 24 Jahre, von 1966 bis 1990, wirkte er als Lehrer für Sport und Religion am Canisius-Kolleg. Von 1971 bis 1979 war er bei vollem Schuldienst im CK Präses der Kolpingsfamilie und auch im Bauorden tätig. Vo n 1990 bis 2004 war er Krankenhausseelsorger im St. Gertrauden Krankenhaus in Berlin, ab 1995 auch Lehrer für Ethik und Religion in der Krankenpflegeschule Berlin.

Von 2004 bis 31. Dezember 2012 wirkte er als Hausgeistlicher im Frauenbundhaus in Berlin. Am 8. Januar 2013 zog er in das Seniorenheim Peter-Faber-Haus in Berlin - Kladow, wo er sich im Rollstuhl sitzend unter den Mitbrüdern noch bis vor seinem Tod in lebhaften Gesprächen einbrachte. Wenn er auch am Altar nicht mehr zelebrieren konnte, so war er doch gerne bereit, auch vom Rollstuhl aus eine Sonntagspredigt zu halten. Viele kamen auch, ihn zu hören und zu besuchen. Seinen zahlreichen Brief- und Telefonkontakt hielt er aufrecht, bis kurz vor seinem Tod. Zu seinem 50-jährigen Priesterjubiläum im Juli 2014 zitierte Pater Glorius den Spruch von Dom Helder Camara: "Sage ja zu den Überraschungen, die deine Pläne durchkreuzen, deine Träume zunichte machen. Lass dem himmlischen Vater die Freiheit, selber den Verlauf deiner Tage zu bestimmen." Seine Ruhestätte fand er auf dem St. Hedwigsfriedhof in Berlin-Reinickendorf.

R.i.p.