P. Hans Gumbel SJ
* 9. September 1901
3. Februar 1986

Hans Gumbel wurde am 9. September 1901 in Frankfurt/Main als Sohn eines Bahnbeamten geboren. Die Versetzung des Vaters brachte ihn früh nach Nordhessen. Nach dem Abitur am Gymnasium in Eschwege trat er am 14. Mai 1919, damals knapp 18 Jahre alt, in den Jesuitenorden ein. 43 Jahre seines Ordenslebens sollte er im Schuldienst verbringen. Zwischen den philosophischen und den theologischen Studien lehrte er von 1924 bis 1927 an der Jesuitenschule in Barcelona. Ab 1932 studierte er Deutsch, Latein und Griechisch in Bonn, München und Münster, 1937 wurde er zum Dr. phil. promoviert.

Da die katholischen Schulen durch die Hitler-Regierung geschlossen wurden, schickten die Oberen P. Gumbel wieder nach Barcelona, wo er bis 1948 unterrichtete und in den letzten 4 Jahren die Schule leitete. Dann kehrte er nach Deutschland ans Aloisiuskolleg in Bad Godesberg zurück. 1951 kam P. Gumbel an die St.-Ansgar-Schule in Hamburg. Von April 1955 bis März 1967 leitete er das Gymnasium. Als sein Nachfolger, P. Finö, schon nach wenigen Monaten starb, mußte er noch einmal ein Jahr lang die Schulleitung übernehmen. Am 30. 9. 1968, inzwischen 67 Jahre alt, trat er als Direktor in den Ruhestand, aber er gab noch länger als 10 Jahre Unterricht. Bei Schülern, Lehrern und Eltern war er geachtet und beliebt.

P. Gumbel war auch im hohen Alter von erstaunlicher Frische. Erst nach seinem 80. Geburtstag zeigten sich die Schwächen des Alters. So siedelte er in das Altersheim der Jesuiten in Berlin über. Die Sankt-Ansgar-Schule verdankt ihrem ehemaligen Direktor viel. Er hat sie konsolidiert und ausgebaut, war Lehrern und Schülern ein Vorbild an Einsatzbereitschaft und Pflichterfüllung, Bescheidenheit und Geradheit. Am 3. Februar 1986, in der Frühe des Ansgarfestes, rief ihn der Herr zu sich in sein ewiges Reich.

R.i.p.