Bruder Josef Hoffe SJ
geboren 21. Oktober 1891
gestorben 3. Juni 1976

Im Alter von fast 85 Jahren wurde Br. Josef Hoffe nach kurzer Krankheit am 3. Juni 1976 vom Herrn in Sein Reich gerufen. Der Verstorbene gehörte der Gesellschaft Jesu über 60 Jahre lang an. Der gebürtige Westfale machte zuerst eine Lehre und die abschließende Gesellenprüfung als Schlosser und trat 1913 dem Jesuitenorden bei. Nach dem zweijährigen Noviziat mußte er zunächst drei Jahre als Sanitäter Kriegsdienst leisten und arbeitete dann von 1919 bis 1923 als Krankenwärter und Koch in Bonn. Nach einem nur einjährigen Gastspiel - wieder als Koch - am Jesuitenkolleg in Bad Godesberg kam er in ein Haus des Ordens nach Oppeln. 1929 wurde er schließlich nach Kaunas in Litauen versetzt, wo er bis 1935 wirkte. Von dort führte sein Weg an den ostpreußischen Wallfahrtsort Heiligelinde, wo er Landwirtschaft und Gärtnerei bis 1947 betreute. Seit 1947 war er dann in Berlin, bis 1973 als Hausmeister und Pförtner in St. Clemens und seither in Kladow.

Das Leben des Verstorbenen war vor allem geprägt von stiller, treuer Arbeit für seine Mitmenschen. Fleiß und Gewissenhaftigkeit zeichneten ihn aus und machten ihn für seine Oberen zum geschätzten Mitarbeiter, für seine Mitbrüder zum gern gesehenen Gefährten.

Nun darf er von einem Leben der Arbeit und Mühe ausruhen. Möge der Herr ihm reich vergelten, was er in den langen Jahren zum Besten seiner Ordensbrüder und Mitmenschen hat wirken dürfen.

    Lasset uns beten!
    Gott, Du hast unseren Bruder Josef zur Gesellschaft Jesu berufen und ihm die Gnade geschenkt, ein Leben lang in ungebrochener Treue Dir in seinen Brüdern im Orden und in hilfesuchenden Menschen zu dienen; laß ihn nun die ewigen Freuden in liebender Gemeinschaft mit Deinem auferstandenen Sohn innig erfahren.
    Amen.

R.i.p.