P. Lutz Hoffmann SJ
geboren 2. August 1945 in Bischleben/Erfurt
Eintritt in die Gesellschaft Jesu am 3. Mai 1965 in Ascheberg
Priesterweihe am 20. September 1975 in Frankfurt/Main
gestorben am 5. November 2013 in Berlin-Kladow

P. Lutz Hoffmann, geboren am 2.8.1945 bei Erfurt in einer katholischen Familie mit drei Kindern, verbrachte Kindheit und Jugend in Bergisch Gladbach, Rüsselsheim, Göttingen, Frankfurt/ Main und Köln.

Mit 20 Jahren trat er in den Jesuitenorden ein und durchlief die übliche Ausbildung: Noviziat, Philosophie- und Theologiestudium.

Über diese Zeit schreibt er: "Die ganzen Studienjahre inklusive Noviziat waren geprägt vom Umbruch in allem, von der Hilflosigkeit der Gesellschaft Jesu, Ziele zu formulieren, von den Austritten der Gleichaltrigen und dem völligen Unverständnis der meisten Älteren angesichts der Veränderungen".

Nach der Priesterweihe folgten Jahre der Jugendarbeit in Frankfurt/Main, Berlin und Aachen, Glaubensberatung in Hamburg, kirchliche Rundfunkarbeit im norddeutschen Raum, Arbeit als Provinzökonom in München, als Minister und Hausoberer.

In den Kommunitäten war er ein gefragter Mitbruder, der mit Herz und einem guten analytischen Verstand Situationen analysieren konnte und dafür gern im Orden und außerhalb angefragt wurde.

2009 wurde bei Ihm Blasenkrebs festgestellt, der ihn dann bis an sein Lebensende begleitete. Die Zeit war geprägt von Chemotherapie und zwei großen Lungenoperationen.

Anfang März 2012 ging P. Hoffmann dann nach Dresden, wo er zuständig war für die spirituelle und pädagogische Begleitung der Religionslehrer und immer wieder den Generalvikar vertrat. Weil seine Krankheit jedoch weiter fortschritt, musste er im August 2013 nach Berlin-Kladow umziehen. Er hatte sich auf das Sterben eingestellt. Tapfer trug er sein Schicksal im Rollstuhl und mit allen Behinderungen. Über jeden Besuch konnte er sich freuen und immer wieder blitzte sein feiner Humor durch. In seinen letzten Worten schreibt er: "Gestaltet die liturgische Feier angemessen froh, denn das Leben macht Spaß und (hoffentlich) in den Himmel kommen auch". Am Fest Allerheiligen der Gesellschaft Jesu (5. November) gab er sein Leben in die Hand des Vaters zurück.

R.i.p.