P. Theo Hoffmann SJ
* 19. Februar 1890
17. Dezember 1953

Die Heimat unseres Verstorbenen ist Saarbrücken. Seine Jugend verlebt er in Düsseldorf. Als Student besucht er die Universitäten Freiburg und Bonn. Nach drei Semestern tritt er am 8. Oktober 1910 in die Gesellschaft Jesu ein. Im Ignatiuskolleg zu Valkenburg empfängt er am 24. August 1920 die hl. Priesterweihe.

Nun beginnt ein rastloses Schaffen. In Köln gilt seine erste priesterliche Sorge der studierenden Jugend im Bund Neudeutschland. Einige Jahre ist er auch Schriftleiter des "Leuchtturm". 1928 wird er als Rektor des Canisiuskollegs nach Berlin berufen, wo er sich vor allem um das 1925 begonnene Gymnasium am Lietzensee bemüht. In dieser Zeit steht er mehrere Jahre an der Spitze der von Dr. Sonnenschein begründeten Katholischen Volkshochschule. Seit Mai 1936 redigiert er die "Stimmen der Zeit" in München bis zum Erscheinungsverbot 1941. Er kehrt nach Berlin zurück und entfaltet, vor allem vom St. Hedwigskrankenhaus aus, eine vielfältige seelsorgliche Tätigkeit. 1951 wird er Superior von St. Clemens am Anhalter Bahnhof. Anfang 1952 überträgt man ihm die Vorbereitung der Arbeitstagung und die Leitung der Kommission für Redner und Arbeitsgemeinschaften für den 75. Deutschen Katholikentag.

Immer ist seine außergewöhnliche geistige Beweglichkeit und Vielseitigkeit mit glaubensfrohem Optimismus gepaart. Echte Religiosität ist das Fundament seiner unermüdlichen Schaffenskraft. Mit ganzer Bereitschaft lebt er für die Heilige Kirche, und als Jesuit liebt er seine Ordensgemeinschaft wie seine Familie. Im lebendigen Gespräch von Mensch zu Mensch weiß er allen Schwierigkeiten zu begegnen. Das ist das Geheimnis seiner Seelsorgsmethode, mit der er so vielen Menschen, Mitbrüdern und Priestern in den verschiedensten Anliegen des Leibes und der Seele ein gütiger Vater geworden ist.

1952 wird die Krankheit in diesem schaffensfrohen Leben spürbar. Januar 1953 übersteht er die schwere Operation. Noch einmal kann er für kurze Zeit an die Arbeit gehen, dann wird es ernster. Trotz allem bleibt P. Theo Hoffmann froh und zuversichtlich bis zum letzten Atemzug, da ihn der Herr über Leben und Tod am 17. Dezember in den frühen Abendstunden zu sich ruft.

Auf dem St. Hedwigsfriedhof in Berlin - Reinickendorf wird er am 22. Dezember unter reger Anteilnahme der Berliner beigesetzt.

R.i.p.

SUSCIPE
Nimm hin, o Herr, meine ganze Freiheit. Nimm an mein Gedächtnis, meinen Verstand, meinen ganzen Willen. Was ich habe und besitze hast Du mir geschenkt. Ich stelle es Dir wieder ganz und gar zurück und übergebe alles Dir, daß Du es lenkest nach Deinem Willen. Nur Deine Liebe schenke mir mit Deiner Gnade, und ich bin reich genug und suche nichts weiter. (Hl. Ignatius von Loyola)

O SAPIENTIA
O WEISHEIT,
AUS DES HÖCHSTEN MUNDE,
DIE DAS WELTALL UMSPANNT
VON END ZU END,
DIE ALLES ORDNET
MIT KRAFT UND MILDE:
KOMM, LEHRE AUCH UNS
DIE PFADE DER WEISHEIT!
Große Antiphon zur Vesper am 17. Dezember