P. Claus Hoffmann SJ
geboren am 15. Oktober 1926 in Zobten/Breslau
in die Gesellschaft Jesu eingetreten am 15. September 1945 in Rottmannshöhe
zum Priester geweiht am 21. Juni 1956 in Montreal
gestorben am 2. Februar 2006 in Berlin-Kladow

In den Morgenstunden, am Fest der Darstellung des Herrn, an seinem 43. Profeßtag, am 2. Februar 2006 ist P. Claus Hoffmann verstorben.
Seine letzte Zeit verbrachte er nach einem Herzinfarkt im Juli 2005 im Peter-Faber-Haus in Berlin-Kladow.
Sehr gefaßt und ruhig ergab sich P. Hoffmann auf seinen letzten Weg zum Vater. Ein Wort Friedrich Schillers begleitete ihn, das er oft zitierte: "Das Leben ist der Güter höchstes nicht."

Am 15.10.1926 wurde er in Zobten, Kreis Breslau geboren. Die höhere Schule besuchte er in Schweidnitz. Am 15.9.1945 trat er in die Gesellschaft Jesu ein und schloß das Noviziat auf der Rottmannhöhe 1947 ab. Zunächst folgte das Philosophiestudium in Pullach. Seine Sprachbegabung ließ ihn Englisch und Französisch studieren. Daraufhin begannen seine Auslandsstudien. Er führte sein Philosophiestudium weiter im Heythrop College in England; weitere Philosophiestudien folgten in London, welche er mit dem Lizentiat abschloß. Für drei Jahre ging er nach Berlin zum Interstiz und wurde am Canisius-Kolleg Subpräfekt. Das Theologiestudium nahm er von 1953-1957 in Montreal/Kanada auf. Am 21.6.1956 erhielt er die Priesterweihe in Montreal.

Seine dritte Ausbildungszeit, das Tertiat, verbrachte er in Cleveland/Ohio. Letzte Spezialstudien erhielt er in Berlin und schloß mit dem Staatsexamen für die Sprachen Englisch und Französisch.

Nun begann seine längste und fruchtbarste Tätigkeit im Canisius-Kolleg in Berlin von 1967-1992.
Vielfältige Aufgaben übernahm P. Claus Hoffmann an der Schule, neben seiner Lehrtätigkeit. 1973 wird er Studiendirektor, dann pädagogischer Koordinator, zeitweise auch Fachbereichsleiter für Englisch und Französisch. Seine Sprachbegabung führte ihn zur Seelsorge bei den englischen und amerikanischen Truppen. Er wurde Militärseelsorger und zusätzlich Pfarrer für die Angehörigen der Royal Air Force in Berlin-Gatow.

Dieser Einsatz fand sicher die Anerkennung vieler; u. a. sprach der Bischof von Berlin, Kardinal Sterzinski: "Ein Wort des Dankes ... für Ihren unermüdlichen und zuverlässigen Einsatz zugunsten des Bistums und im Interesse der vielen Jugendlichen, denen Sie mit Rat und Beistand geholfen haben, die Schulzeit erfolgreich zu bewältigen."

Nach seinem Ausscheiden aus dem Canisius-Kolleg 1992 wurde P. Hoffmann Rektor des Peter-Faber-Kolleg in Berlin-Kladow.

Als ein Herzasthma diese Tätigkeit beendete und er wieder einigermaßen genesen war, fanden wir ihn als Hausgeistlichen bei den Katharinenschwestern in Berlin-Dahlem. Im Juli 2005 ereilte ihn ein Herzinfarkt und er kam wieder in das Peter-Faber-Kolleg zurück. Hier kam er so nicht mehr zu seinem Gesundheitszustand zurück; seine Kräfte fielen in den letzten Wochen rapid ab, so daß er ganz bewußt auf sein Sterben zuging.

Allen, die ihm in dieser Zeit durch Gebet, Opfer und aktive Unterstützung geholfen haben, sei herzlich gedankt.

R.i.p.