P. Hermann Jäger SJ
geboren am 9. August 1907 in Gleiwitz O/S
in die Gesellschaft Jesu eingetreten am 26. April 1927 in Mittelsteine (Grafschaft Glatz)
zum Priester geweiht am 31. März 1940 in Breslau
gestorben am 7. März 2005 im Peter-Faber-Kolleg in Berlin-Kladow

O Gott!
Laß mich Zeit haben für Dich,
Zeit haben für mich,
Zeit auch für die anderen,
die mit mir zur Ewigkeit wandern.

Dieses Gebet, was sich in seinen Aufzeichnungen fand, darf wohl das Motto seines Lebens gewesen sein. Er fand diese Zeit im Dienst für die Kirche und für die Menschen. Sein wacher Geist und sein lebendiges Interesse an allem Geschehen hat ihn bis ins hohe Alter nicht verlassen. Die beständige Sorge im Gebet für alle, die mit ihm verbunden waren, begleitete ihn über all die Jahre.

Geboren wurde P. Hermann Jäger am 9. August 1907 in Gleiwitz/Oberschlesien. Nach Abschluß der Volksschule besuchte er das humanistische Gymnasium in Oppeln, was er im Jahre 1927 abschloß.

Danach trat er in die Gesellschaft Jesu ein, in das Noviziat in Mittelsteine/Grafschaft Glatz. Von 1929-1932 befand er sich zum Studium in Valkenburg, daran schloß sich an das Studium der Theologie in Frankfurt/Main. Am 31. März 1940 wurde er in Breslau zum Priester geweiht. Die erste große Bewährung begann 1940, als er eingezogen wurde, als Sanitätssoldat diente und 1941 aus Russland - wegen der Mitgliedschaft in der Gesellschaft Jesu - als wehrunwürdig entlassen wurde.

Seine erste seelsorgerische Tätigkeit war in Berlin, in der St. Antonius Pfarrei. Sein Tertiat machte er dann von 1945-1946 in Köln bei P. Sierp. Für einige Zeit wurde er zum Pfarrer der thüringischen Gemeinde "St. Bonifatius" in Erfurt-Hochheim ernannt. Vier weitere Jahre bis 1959 war er am St. Benno-Verlag in Leipzig als Lektor tätig. Seine längste Tätigkeit, 30 Jahre, arbeitete er dann als Exerzitienmeister im St. Josefshaus in Biesdorf-Süd und darüber hinaus in der Pfarrei und im Dekanat Lichtenberg.

Auf eigenen Wunsch entschloß er sich in das Altenheim nach Kladow zu gehen, da die Kräfte zusehends abnahmen. Dort lebte er bis zu seinem Tod im Kreis seiner Mitbrüder recht zurück gezogen, da sein Gehör und seine Augen nicht mehr gut waren.

R.i.p.