P. Peter Kegebein SJ
Geboren am 17.12.1924 in Güstrow
Priesterweihe am 25.7.1953 in Osnabrück
Eintritt in die Gesellschaft Jesu
am 3.9.1962 in Erfurt-Hochheim
gestorben am 31.7.2018 in Berlin-Kladow

Peter Kegebein wurde am 17.12.1924 in Güstrow/Mecklenburg geboren. Seine Eltern waren evangelisch, sein Vater war Architekt. So wuchs Peter im dritten Reich heran und musste sich mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzen. Seine Suche nach der Wahrheit und nach Christus führte ihn, den einstigen Hitlerjungen, 1946 mit Hilfe eines Jesuitenpaters in Hannover zur Konversion in die katholische Kirche. Dann wollte er aber auch Priester werden und wurde nach einem Studium in Bonn, München und Sankt Georgen, Frankfurt/Main, 1953 im Dom zu Osnabrück zum Priester für die Diözese Osnabrück geweiht.

Sein erstes Wirkungsfeld war Ludwigslust in Mecklenburg, wo er mit der Marianischen Kongregation (MC heute GCL) zusammenarbeitete und manche Hauskreise gründete. Auch die Fußwallfahrt von Magdeburg ins Eichsfeld geht auf seine Idee zurück. Nachdem er ignatianische Exerzitien gemacht hatte, trat er 1962 in das Noviziat der Jesuiten in Erfurt-Hochheim ein. Als schon geweihter Priester war er von 1965 bis 1968 Praeses der MC in Dresden, von 1969 bis 1977 Erwachsenenseelsorger in Rostock und Güstrow und konnte so seine Arbeit in Mecklenburg fortführen.

In den kommenden Jahren wirkte er in Magdeburg, Rostock und Berlin-Biesdorf. Dort kam ihm in den Jahren 1988 bis 1992 der Gedanke an die Gründung eines Raumes der Stille im Brandenburger Tor, was dann später auch mit Hilfe von Frau Dr. Diefenbach gegen einige Widerstände verwirklicht werden konnte. Bis heute kommen viele Christen und Nichtchristen an diesen Ort inmitten der Berliner Betriebsamkeit und werden für ein paar Minuten still.

Es folgten vier Jahre als Krankenseelsorger in Dresden und von 1998 bis 2002 kam er noch einmal in den Westen nach Aachen, um dort im Jesuitenpastoralteam in der Beichtseelsorge mitzuarbeiten.

2002 kam er nach Berlin Kladow in das Peter-Faber-Haus mit anderen älteren Mitbrüdern zusammen, mit denen er täglich die heilige Messe feierte und für viele Menschen ein treuer Beter war.

Mit P. König verband ihn eine gute Freundschaft des Gebetes. Den Rosenkranz betend zogen sie gemeinsam durch den Garten bis zum Tod von P. König im April 2014. Später rief er P. Hock immer mal wieder an oder kam auf sein Zimmer, damit er zusammen mit ihm betete, das war ihm eine große Hilfe. Gern nahm er an unserem Bibelkreis teil, auch wenn er nicht alles verstand, am Schluss gab er uns immer seinen Segen. Im Juni konnte er mit seinen Verwandten noch an der jährlichen Dampferfahrt teilnehmen. Dankbar war er, wenn Br. Wehner ihn täglich auf dem Rollstuhl in den Garten führte. Die letzten Wochen konnte er nur noch im Bett liegen. Er war gut vorbereitet auf sein Sterben. Am 31.7.2018 - dem Festtag des Hl. Ignatius - nahm ihn der Herr auf in sein himmlisches Reich.

Seine letzte Ruhe findet er auf dem Berliner Hedwigsfriedhof bei den Jesuitengräbern.

R.i.p.