P. Hans-Georg Lachmund SJ
geboren am 28. Juni 1933 in Mittelwalde (Glatz)
in die Gesellschaft Jesu eingetreten am 21. April 1952 auf dem Jakobsberg/Bingen
zum Priester geweiht am 27. August 1963 in Berlin
gestorben am 19. August 2005 im Peter-Faber-Kolleg in Berlin-Kladow

Der Herr hat ihn in seine ewige Herrlichkeit gerufen.
P. Hans-Georg Lachmund war sicher ein Seelsorger, der den Menschen und ihrer Zeit nahe war. Seine Sorge um die Menschen, die ihm anvertraut waren, durchzog sein wirkungsvolles Leben.

Aus einer Lehrerfamilie stammend, wurde er in Mittelwalde in der Grafschaft Glatz am 28. Juni 1933 geboren. Die Schulzeit verbrachte Hans-Georg von 1943-1945 in der Oberschule in Waldenburg. Die herannahende Front zwang die Familie am 1. Mai 1945 Schlesien zu verlassen. Zunächst fanden sie Aufnahme im Kreis Goslar, wo Hans-Georg die Schulausbildung abschloß. Schon in der Schulzeit war er in der Pfarrei als Organist und in der "MC" tätig. Mit den Jesuiten hatte er in Hannover mit den Patres Alois Stein und Walter Mariaux eine erste Begegnung. Am 21. April 1952 entschloß er sich, in die Gesellschaft Jesu einzutreten. Das Noviziat beendete er 1954 auf dem Jakobsberg bei Bingen. Die Studien führten ihn dann nach Feldkirch, von 1955-1958 dann in das Berchmannskolleg nach Pullach.

Ein erster Aufenthalt in Spanien schloß sich an, wo er als Deutschlehrer am Jesuitenkolleg in San Cugat/Barcelona tätig war.
Von 1958-1960 finden wir Hans-Georg als Präfekt im Canisiuskolleg in Berlin, das später noch einmal seine Wirkungsstätte werden sollte.
Die Studien wurden dann an der Theologischen Fakultät in Frankfurt/M. abgeschlossen; die Priesterweihe erfolgte dann am 27. August 1963 in Regina Martyrum in Berlin. Die weitere Ausbildung im sog. "Tertiat" erfolgte in Spanien in Gandia.
Seine erste Tätigkeit nun als ausgebildeter Jesuit fand er in Berlin, zunächst als "Minister" im Ignatiushaus und in der Leitung der Berliner "Primanerakademie" und als Religionslehrer in Berlin-Zehlendorf.

In der action 365 arbeitete er ab 1968 als Regionalpriester mit. Seine letzten Gelübde legte er am 15. August 1969 im Peter-Faber-Kolleg in Berlin-Kladow ab.
Vom Frühjahr 1972 bis November 1975 wurde er mit der Ausländerseelsorge im Bistum Berlin betraut. In dieser Zeit begann auch seine Tätigkeit als Pfarrer an der St. Canisiuskirche in Berlin-Charlottenburg. Er beendete diese Aufgabe 1984 und wurde dann der Rektor des Aloisiuskollegs in Bonn-Bad Godesberg.

Nach fünf Jahren ist P. Lachmund wieder in Berlin, diesmal als Rektor des Canisiuskollegs. In dieser Zeit war er sehr bemüht, um die Kontakte zu osteuropäischen Schulen zu knüpfen. So gelang ihm die Verbindung mit der neu gegründeten Schule in Kromersiz bei Olmütz und mit der Stefan Bartory-Schule in Warschau.

Schon 1976 zeichneten sich ernste Kreislaufschwierigkeiten ab, die ihn auch weiterhin am vollen Einsatz hinderten.
Ab 1990 begann die große Leidenszeit für P. Hans-Georg Lachmund. Nach einer 4-fachen Bypass-Operation im Deutschen Herzzentrum erfolgten mehrfache Aufenthalte in Krankenhäusern und in REHA-Kliniken.
Mitte der 90-iger Jahre mußte er sich einer Operation an der Halsschlagader unterziehen.
Auf diese Weise sei allen Krankenschwestern, Pflegern und Ärzten für ihre Sorge gedankt.

Aber er wußte sich soweit wieder hergestellt, daß er, wenn auch eingeschränkt, an der Kirche Regina Martyrum in der Seelsorge tätig wurde.
Nach einem REHA-Aufenthalt am Wolletzsee kam er dann im September 2004 in das Peter-Faber-Kolleg, wo er unter guter Pflege der Schwestern und Pfleger und seiner Mitbrüder seine letzte Zeit verbrachte.

R.i.p.