Bruder Dieter Metzler SJ
geboren am 28.4.1937 in Einbeck
Eintritt in die Gesellschaft Jesu
am 3.7.1968 in Ascheberg/Münster
Letzte Gelübde am 2.3.1981
gestorben am 5.3.2018 in Berlin-Kladow

Dieter Metzler wurde am 28.4.1937 in Einbeck geboren als erster Sohn des pharmazeutischen Chemotechnikers Franz Metzler und seiner Frau Margot in einer Zeit der Ausbreitung des Nationalsozialismus in Deutschland - behütet jedoch in der Atmosphäre einer zwar katholischen, aber nicht sehr gläubigen Familie. Zur Schule ging er in Lauenförde und in Hannover. Schon früh las Dieter in der Schulbibel, was in ihm den Wunsch weckt, "ein Apostel und Jünger Jesu" zu werden. Dieter wurde erst 1950 mit 13 Jahren zusammen mit seiner jüngeren Schwester in Hannover getauft und war auch eifriger Ministrant. 1952 beginnt er eine Konditor- und Kochlehre in Hannover, dabei blieb es aber nicht, er wurde dann 1960 sieben Jahre Postfacharbeiter. In dieser Zeit befasste er sich einerseits mit Existentialisten wie Sartre, andererseits wurde er inspiriert durch die Schriften Romano Guardinis und ließ sich dann 1964 firmen.

In Hannover bekam er Kontakt zu den Jesuiten in der Hildesheimer Straße und wurde dadurch geführt, 1968 in das Noviziat der Jesuiten in Ascheberg bei Münster einzutreten. Dieter war immer bestrebt, viel geistliche Literatur zu lesen, was ihm auch im Orden möglich war. Kurz nach dem Noviziat machte er eine Krankenpflegeausbildung in Münster und so blieb er von 1972 bis 1982 in unserem Altenheim in Münster, Haus Sentmaring als Krankenpfleger.

In den Jahren 1979 bis 1980 machte Dieter sein Tertiat in Berlin-Kladow unter der Leitung von P. Zodrow und legte seine letzten Gelübde am 2. Februar 1981 ab. Von 1982 bis 2015 wirkte er als Subminister in Berlin im Canisuskolleg.

Aus gesundheitlichen Gründen kam er 2015 in das Peter-Faber-Haus in Berlin-Kladow. Dort machte er sich noch nützlich im Garten, in der Bügelkammer und im Dienst an den Mitbrüdern. Er hatte eine stille, liebenswürdige und hilfsbereite Natur. Ende Februar dieses Jahres zeigte sich bei ihm eine Schwäche des Herzens und ein Hämatom an der Hüfte machte ihm zu schaffen.

Am Abend des 4. März wurde er mit der Feuerwehr ins Krankenhaus gefahren, und starb in der Frühe des 5. März. In einer Standortbestimmung hatte er am 18.3.2007 über sich geschrieben: "Ich stehe immer noch im Hauptschiff der römisch-katholischen Kirche - in der Gesellschaft Jesu des Ignatius von Loyola und an der Seite des in der Parusie befindlichen Jesus Christus, auf den ich als Finger Johannes des Täufers weise."

Seine letzte Ruhestätte findet er auf dem Berliner Hedwigsfriedhof.

R.I.P.