P. Gerhard Poppe SJ
geboren am 22. Mai 1928 in Worbis/Eichsfeld
in die Gesellschaft Jesu eingetreten am 22. November 1948 in Pullach
zum Priester geweiht am 29. Juni 1958 in Frankfurt am Main
gestorben am 3. März 2008 in Berlin-Kladow

In Worbis, im katholischen Eichsfeld wurde Gerhard Poppe am 22. Mai 1928 geboren. Seine Kinderjahre verbrachte er an diesem Ort, zusammen mit seinen zwei Schwestern und seinem älteren Bruder. Seine Schulzeit begann in Erfurt, wo er in der Nähe der Jesuitenresidenz in Hochheim wohnte. Mitten in der Schulzeit begann der Krieg. Sein Bruder fiel mit 19 Jahren. Auf Gerhards Verwundung als Flakhelfer folgte die Kriegsgefangenschaft. Diese Eindrücke haben sicher zu seinem Entschluss geführt, Priester zu werden und die lang andauernde Bekanntschaft mit P. Jäger SJ haben in ihm das Interesse an der Gesellschaft Jesu wachsen lassen.

Sein Noviziat beginnt am 22.1.1948 in Pullach und sein Philosophiestudium folgt 1951-1954. Das Interstiz führt ihn nach Berlin an das Canisiuskolleg, seine weiteren Studien setzt er in Frankfurt/Main fort. Am 29. Juni 1958 erhält er die Priesterweihe.

Nach dem Volontariat beim Rundfunk Stuttgart ist er für ein Jahr Religionslehrer in Gießen. Anschließend wird er Dozent für Medienkunde und Mitarbeiter für Medienfragen am Bischöflichen Ordinariat in Berlin. Außerdem widmet er sich der Seelsorge an Behinderten. Nach diesen Einsätzen wollte er doch zurück in die Pfarrseelsorge und wird Pfarrer im Bistum Erfurt. Verschiedene Orte wie: Rohrberg, Freienhagen, Schachtebich, Burgwalde und Treffurt hat er seelsorglich betreut. Als seine Kräfte merklich abnahmen, zog er in das Altenheim nach Münster und nach dessen Auflösung nach Köln-Mühlheim. Das rheinische Klima beeinträchtigte seine Gesundheit stark. Da er an einer nicht therapierbaren Kiefern- und Stirnhöhlenerkrankung litt sowie über Atemnot klagte, erhoffte er sich beim Wechsel in das brandenburgische Klima eine Besserung. Die letzten zwei Jahre hat er dann in Kladow, in dem Altenheim der Jesuiten verbracht, wo er seinen vielfältigen Interessen ungestört nachgehen konnte.

Ein Herzinfarkt in der Sylvesternacht 2007/2008 war der Vorbote für seine schwere Herzerkrankung. Nach einer Operation im Herzzentrum in Berlin erlag er seiner Krankheit am 3. März 2008.

R.i.p.

Du Geist des Ganzen, Heiliger Geist!
Atme in mir, Du heiliger Geist, damit ich gemäß dem Ganzen denke,
Atme in mir, Du heiliger Geist, damit ich gemäß dem Ganzen lobe,
Atme in mir, Du heiliger Geist, damit ich gemäß dem Ganzen danke,
Atme in mir, Du heiliger Geist, damit ich gemäß dem Ganzen liebe,
Atme in mir, Du heiliger Geist, damit ich gemäß dem Ganzen plane,
Atme in mir, Du heiliger Geist, damit ich gemäß dem Ganzen gehorche,
Atme in mir, Du heiliger Geist, damit ich gemäß dem Ganzen wirke.

Mein Erlöser von Schuld, mein Retter vom Tod, Jesus Christus!
Denkender Jesus, lehre mich,
Lehrender Jesus erleuchte mich,
Gehorsamer Jesus führe mich,
Leidender Jesus stärke mich,
Sterbender Jesus belebe mich,
Auferstehender Jesus erfreue mich,
Siegreicher Jesus erwarte mich.
Urgewaltiger Schöpfer, Heiliger Vater!
Dein Wille geschehe, wie in Deiner Herrlichkeit,
so in unserer Weltzeit. Amen.