P. Rainer Rendenbach SJ
geboren am 17. Mai 1916 in Trier
in die Gesellschaft Jesu eingetreten am 24. April 1935 in s'-Heerenberg
zum Priester geweiht am 9. November 1942 in Mainz
gestorben am 17. Januar 2007 in Berlin-Kladow

In den Morgenstunden des 17. Januar 2007 hat der Herr unseren Mitbruder nach einem erfüllten Leben im Alter von 90 Jahren in seine Herrlichkeit gerufen.

Er wurde am 17. Mai 1916 als Sohn des Arztes Dr. Karl Rendenbach und seiner Gattin Hella geb. Schoemann in Trier geboren. Der Großvater väterlicherseits war ein Lederfabrikant in Trier. Aufgewachsen ist P. Rendenbach in einem gutbürgerlichen Elternhaus mit einem großen Garten, zusammen mit vier Brüdern und einer Schwester. Die Geschwister blieben sich über die Jahre immer treu verbunden.

Sein Bildungsweg begann 1917 im katholischen Kindergarten, der von den Ursulinen geleitet wurde. Dabei hatte er seinen besten Freund Georg Mühlenbrock kennen gelernt, der den gleichen Schulweg hatte. Bis zu dessen Tod hielten sie sehr engen Kontakt untereinander. Nach dem vierten Schuljahr hatte man sich einer Aufnahmeprüfung am Gymnasium zu stellen. Sein Freund Georg und er bestanden diese leichte Kontrollprüfung sofort. Beide kamen danach dann auch in die gleiche Klasse des preußischen Friedrich Wilhelm Gymnasiums. Sie erhielten eine volle humanistische Ausbildung, von der Sexta bis zur Oberprima. Alle Schüler waren katholisch, ausgenommen einer, der der jüdischen Konfession angehörte. Prägende Mitschüler waren später die Schüler, die im bischöflichen Konvikt ihren Wohnsitz hatten und sich auf die theologischen Studien vorbereiteten. Der Pflichtunterricht im Fach Religion hatte eine besondere Qualität. Es war ungeschriebenes Gesetz, dass sich die katholischen Schüler ab der Mittelstufe den Schülervereinigungen in der Stadt anschlossen. Das waren entweder die MC (Marianische Congregation) oder das ND (Neudeutschland). Diesen Vereinigungen standen begabte Religionslehrer vor, die in der geistigen und geistlichen Ausbildung das Sagen hatten, von ihnen seien die Patres Theo Wild und P. Peus SJ erwähnt. Daran schloss sich das Philosophiestudium in Pullach bei München an. Die Einberufung zum Wehrdienst unterbrach das Studium 1942. Nach der Entlassung aus dem Wehrdienst erhielt P. Rendenbach am 9.11.1942 die Priesterweihe in Mainz.

In Frankfurt/Main, war er auch Kaplan an der Hl. Geist Kirche in Rederwald. Selbst auch im Lager für die Zigeuner war er Religionslehrer.
Nach dem Abschluss der Studien in Frankfurt/Main kam er sofort als Lehrer in das St. Ansgar-Kolleg in Hamburg. Dort unterrichtete er in den Fächern Chemie, Physik und Mathematik Neun Jahre war er dort auch Direktor der Schule.

1977 wurde er dann nach Bad Godesberg an das Aloisius Kolleg gerufen. Am 23. Juni 1983 brach dann ein Schlaganfall seine Lehrtätigkeit ab. Von Br. Emil Schulte wurde er dann gepflegt. Bis er 1992 nach Berlin-Kladow in das Altenheim der Jesuiten versetzt wurde. Dort lebte er, sich geistiger Frische erfreuend, bei seinen Mitbrüdern.

R.i.p.