Bruder Bernhard Schmitt SJ
* 8. April 1939 in Dresden
20. Mai 1993 in Berlin

Nachdem Bernhard Schmitt seine Schulausbildung in Dresden beendet hatte, begann er am 1. 9. 1953 seine Berufsausbildung als Tischler. Nach bestandener Gesellenprüfung trat er 1957 auf dem Jakobsberg (bei Bingen) in die Gesellschaft Jesu ein, und legte am 21. 11. 1959 nach Beendigung seines Noviziats dort seine ersten Gelübde ab. Ein Jahr noch blieb er auf dem Jakobsberg und arbeitete dort als Haushandwerker. Im November 1960 wurde er nach Berlin-Kladow in das Peter-Faber-Kolleg versetzt. überall, wo es nötig war, legte er mit Hand an und trug so zu einem schnellen Gelingen des Aufbaus des "neuen" Noviziats bei. 1971, im Februar, schickten ihn seine Obern in das Canisius-Kolleg (Berlin). Während dieser Zeit knüpfte Bruder Schmitt Verbindungen an zu der charismatischen Bewegung, zu Gebetskreisen und zum internationalen Bauorden.

Auf Grund seiner vielseitigen Begabung und getrieben von dem Wunsch, den Menschen zu helfen, arbeitete Br. Schmitt oft an den Abenden bis spät in die Nacht hinein bei hilfsbedürftigen Familien. Allen wollte er mit Rat und Tat helfen.

Während seiner Tätigkeit am Canisius-Kolleg besuchte er einen Fortbildungskurs in der Schweißtechnik. In der Schülerkapelle des Kollegs legte er am 5. 11. 1972 seine letzten Gelübde ab. Der nächste Abschnitt in seinem Ordensleben führte ihn nach Münster. Gern unterhielt er sich mit Zivildienstleistenden, mit Mitarbeitern und mit Mitbrüdern über religiöse und geistige Themen. überhaupt war er ein durch und durch religiöser und frommer Ordensmann. Nach der Wiedervereinigung brauchte man einen technisch versierten Mitarbeiter in unserem Exerzitienhaus in Berlin-Biesdorf. So hieß es für Br. Schmitt wieder seine Koffer packen und nach Berlin fahren.

Hier begann nach kurzer Zeit seine schwere Krankheit. Eines Tages fand man ihn bewußtlos im Garten. Um leichter Zugang zu den Ärzten zu haben, zog Bruder Schmitt ins Canisius-Kolleg. Im Klinikum Steglitz entfernte man operativ einen Blutschwamm unter der Schädeldecke. Ein erneuter chirurgischer Eingriff wurde wegen eines Blutgerinnsels im Großhirn nötig. Schließlich stellte man einen Hirntumor fest, der nicht operiert werden konnte. Auch Chemotherapie und Bestrahlungen halfen nicht.

Im November 1992 wurden die Bestrahlungen abgesetzt und Bruder Schmitt kam am 12. 11. 1992 in die Krankenabteilung des Peter-Faber-Kollegs. Geduldig ertrug er sein Leid, das ihn immer mehr schwächte, bis der Herr ihn am Morgen des Himmelfahrtstages (20. 5. 1993) von seinem Leiden erlöste.

Möge er ruhen in Frieden.