P. Paul Urmitzer SJ
* 27. April 1892 in Odenkirchen
3. Februar 1967 in Berlin

Am 27. April 1892 wurde P. Paul Urmitzer in Odenkirchen (Rheinland) geboren. Schon früh muß er den Zug zum Priestertum gespürt haben. Auf dem Wege zum Ordensstand gab es für ihn manche Schwierigkeiten zu überwinden. Am 23. Oktober 1912 trat er schließlich in Exoten (Holland) in die Gesellschaft Jesu ein. Auch zwei seiner Schwestern wählten den Ordensstand, die eine wurde Ursulinerin (gestorben 15. Oktober 1966), die andere lebt als Benediktinerin in Eibingen. Am 27. August 1924 wurde der Pater in Valkenburg zum Priester geweiht und legte am 2. Februar 1930 seine letzten Gelübde ab.

Als junger Priester kam er in den deutschen Osten. 1924-34 war er Prediger und Beichtvater in dem schlesischen Wallfahrtsort Albendorf und gleichzeitig in der Jugendarbeit tätig. Es folgten vier Jahre seelsorglicher Arbeit in Ostpreußen, wo die Betreuung der Königsberger Neudeutschen die Aufmerksamkeit der Gestapo erregte. So schien es geraten, P. Urmitzer abzuberufen. Er ging nach Ostoberschlesien, half dort in der deutschen Auslandsseelsorge und war mehrere Jahre Pfarrer und Superior in Ruda OS. 1947 kehrte er nach Deutschland zurück, war vorübergehend in St. Clemens, Berlin, und wurde im Frühjahr 1948 nach Greifswald versetzt, wo ihm die Studenten- und Klinikenseelsorge übertragen wurde. Als er erkrankte, kam er nach Magdeburg und wurde schließlich 1959 Hausgeistlicher in einem Potsdamer Altersheim. Kurz vor Weihnachten v. J. konnte er noch nach Westberlin umziehen, wo er am 3. Februar im Alter von nahezu 75 Jahren verschieden ist und am 8. Februar auf dem St. Hedwigsfriedhof (Reinickendorf) beigesetzt wurde. P. Urmitzer, der nie eine feste Gesundheit besaß, hat seinem schwächlichen Körper ein Höchstmaß an Arbeit und Leistung abgerungen. Selbstlos setzte er sich für die ihm anvertrauten Menschen, besonders für die Jugend, ein.

Geduldig trug er die mit den Jahren immer stärker werdende Hilflosigkeit. Trotz der Last der Krankheit blieb er froh und gewann durch seine Anspruchslosigkeit und Bescheidenheit die Herzen seiner Mitmenschen.

R.i.p.