1. April 1980 - Hochschule Sankt Georgen in FrankfurtNach der Wiederherstellung des Ordens 1814 gründete die Deutsche Provinz für die deutschsprechenden Länder ein philosophisch-theologisches Studienzentrum zunächst in Fribourg in der Schweiz. 1847 musste die Gesellschaft Jesu die Schweiz verlassen (Sonderbundkriege). Das Studienzentrum wurde nach Paderborn (1856-63) verlegt und nach Erwerb der vormaligen Benediktinerabtei Maria Laach nach dort bis 1872. Der Kulturkampf (Jesuitengesetz vom 4. Juli 1872) erzwang eine Verlegung ins Ausland, zunächst nach Ditton Hall in England, danach 1895-1942 nach Valkenburg (Niederlande). Die Aufhebung des Jesuitengesetzes 1917 legte eine Umsiedlung nach Deutschland nahe. Dieser Wunsch traf sich mit dem der Diözese Limburg (1827 errichtet), ein eigenes Studienzentrum einzurichten. Die Theologen der Diözese Limburg studierten vorübergehend in Limburg, dann in Giessen, in Würzburg, in Mainz, in Dillingen, in Eichstätt und nach 1887 in Fulda. Die Finanzen erlaubten kein eigenes Studienzentrum. Der energische Generalvikar Höhler (1913-1920) verfolgte den Plan, eine eigene theologische Fakultät an der Frankfurter Universität zu errichten und nach Innsbrucker Vorbild den Jesuiten zu übergeben. Nuntius Pacelli förderte diese Idee. Dennoch ließ sie sich nicht verwirklichen. Ende 1926 konnte die Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt Georgen durch Bischof Augustin Kilian errichtet werden. Erst die neue Satzung von 1970 schloss beide Unternehmen zusammen. 1980 am 1. April erfolgte die staatliche Anerkennung als wissenschaftliche Hochschule. 1982 bekam Sankt Georgen das Recht zur Verleihung des Doktorgrades und 1983 zur Verleihung des Lizentiates.
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