P. Herbert Goderski SJ
geboren am 26. August 1918 in Aachen
gestorben am 17. April 1997 in Goslar-Hahnenklee

Ein Schneidergeselle aus Posen wanderte gen Westen, bis er bei Aachen auf die Reichsgrenze stieß, wo er nicht mehr weiterging. Er heiratete ein Aachener Mädchen, und so kam Herbert Joseph Goderski am 26. August 1918 in Aachen auf die Welt und wurde dort in St. Paul am 1. September 1918 getauft. Seine Eltern waren Kasimir Goderski und Susanna geborene Formen. Herbert war das vierte von schließlich sechs Kindern. Von seinen Geschwistern wurde ein Bruder Germaniker und ist Priester der Diözese Berlin. Eine Schwester starb vor wenigen Jahren als Englisches Fräulein (IBMV).

Die Familie zog schon in Herberts Kindheit nach Berlin, wo der Vater als Kaufmann tätig war. So wuchs Herbert in Berlin auf. Er ging auf die Kantschule (Realgymnasialabteilung) zu Berlin-Lichtenberg, Ortsteil Karlshorst und erhielt nach acht Jahren am 16. März 1937 das Zeugnis der Reife. Als seine Lieblingsfächer nannte er später Religion, Sport (Reichssportabzeichen), Zeichnen (besonders Karikaturen), Geschichte und Sprachen.

Herberts Vater war aktiver Zentrumsmann. Die Familie stand in schroffem Gegensatz zur NS-Ideologie. Herbert war - nach eigener Aussage - 'militanter ND-er' und nie in der Hitlerjugend (HJ). Beim Abitur (1937!) nahm er als Wahlfach demonstrativ Religion. Seine Berufswahl bezog sich auf Arzt, Offizier oder Jesuit. Er entschied sich für die Gesellschaft Jesu. Doch zunächst mußte er in den Reichsarbeitsdienst (RAD) und kam nach Oberschlesien ins Lager 4/121. Darüber schrieb er 1965 so: "Bis auf die weltanschaulichen Diskussionen und Gegensätzlichkeiten ging es mir sehr gut, was nicht heißt, daß ich mich wohl fühlte. Ich galt als einer der besten Sportler weit über die normalen Leistungen hinaus, machte auch das Wehrsportabzeichen und hatte somit weiter nichts auszustehen."

Nach den sechs Monaten RAD trat Herbert am 3. November 1937 in Mittelsteine bei Glatz ins Noviziat der Ostdeutschen Provinz ein. 1939 bei der Musterung für die Wehrmacht meldete er sich zur Luftnachrichtentruppe. Durch den Umzug nach Pullach im Herbst desselben Jahres scheint er der Militärbürokratie zunächst entfallen zu sein. Ab 15. September 1939 war er in der Philosophischen Fakultät des Berchmanskollegs immatrikuliert, legte am Stanislausfest 13. November 1939 dort die Ersten Gelübde ab und konnte zwei Jahre Philosophie studieren, bis er am 1. August 1941 einen Gestellungsbefehl zur Luftnachrichtentruppe nach Neufreimann bei München erhielt.

Dazu schreibt er: "Wegen der angelaufenen Jesuitenaktion der Gestapo ließ ich mich vom zuständigen Wehrbezirkskommando mit Berufung auf das Konkordat zum Sanitätsdienst umschreiben, wo man als Jesuit relativ sicherer schien. (Wir wußten damals nicht genau, was man mit den entlassenen Mitbrüdern vorhatte! Zum 1. Oktober 1941 wurde ich nun zur Sanitätsabteilung 7, Miesbach, einberufen. Als Sportler war es nicht schwer, zur 4. Kompanie in Schliersee zugeteilt zu werden, die den Nachersatz für die 1. Gebirgsdivision stellte. Januar 1942 ging es zu ihr hinaus in die Ukraine (Donezgebiet). Bei der Sanitätskompanie 2/54 bekam ich schon bald Fleckfieber und kam, als die Charkowschlacht begann, zurück an den Dnjepr (Komenskoje), von dort auf den heiligen Annaberg/OS ins Reservelazarett. Schließlich kam ich wieder nach Miesbach.
Als 'garnisonsverwendungsfähig Heimat' gvH wurde ich versetzt zum Reservelazarett Bad Tölz und wurde Schreiber im Hauptgeschäftszimmer. Medaille 'Winterschlacht im Osten 1941/42', Beförderung zum Gefreiten und Sanitätsschule in München. Januar 1943 wurde ich wieder 'abgestellt' zur 1. Gebirgsdivision. Während diese vom Kaukasus zurückkam, saßen wir auf der Krim, Raum Feodosia. Als 'Bühnenarchitekt' der Frontbühne hatte ich manche Gelegenheit, Unsinn zu verhindern. Als die Division nach Serbien zog, reisten wir hinterher. Dort kam ich als Zugsanitäter zur 15. (Stabs-)Kompanie im III./Gebirgsjägerregiment 98, im Herbst als Schreiber zum Divisionsarzt, um die IVb-Berichterstattung zu übernehmen. Beförderung zum Sanitätsobergefreiten und Infanteriesturmabzeichen. Weiterbeförderung kam für mich als Jesuit, Schreiber usw. kaum in Frage, obwohl ich persönlicher Vertrauensmann meines Chefs war. Ich hätte deswegen auch versetzt werden müssen.
Da ich nicht unnötig auffallen wollte und beim Divisionsstab genug unauffällige Einflußmöglichkeiten hatte, konnte ich darauf verzichten (so gerne ich an sich Offizier geworden wäre). Bei IVb war ich als Jesuit klar bekannt, mit meinem Chef... war ich hinsichtlich Krieg und NS-System einer Meinung, wenn das auch unter uns bleiben mußte. Oktober 1944 geriet ich mit vielen anderen Kameraden bei Belgrad in sowjetische Kriegsgefangenschaft (Lager Calafat/Rumänien, Vidin/Nordbulgarien, Sofia und Constanza/Rumänien). Mit einem relativ kleinen Häuflein Kameraden durften wir Oktober 1945 nach Deutschland zurück, nachdem ich vorher Ruhr gehabt hatte. Ich wandte mich sofort nach München-Pullach. - Alles in allem: eine sehr harte, abenteuerliche und doch auch wieder eine menschlich wertvolle Zeit, wie ich später immer mehr feststellen sollte."

Herberts Chef, der Divisionsarzt, hatte seinerzeit den Eltern geschrieben, daß ihr Sohn wahrscheinlich unverletzt in sowjetische Kriegsgefangenschaft geraten sei. Sein Vater starb, ohne ein Lebenszeichen von seinem Sohn erhalten zu haben. Herbert erfuhr von seines Vaters Tod erst einige Wochen nach seiner Ankunft in Pullach und erfuhr erst noch später davon, daß die elterliche Wohnung durch Kriegseinwirkung total zerstört war und die Mutter mit einigen seiner Geschwister in Sachsen-Anhalt evakuiert war. Herbert hatte es als entlassener Kriegsgefangener nicht riskiert, nach Ost-Berlin zu reisen. - Gelegentliche Kontakte mit dem 'Kameradenkreis der Gebirgstruppe' noch bis Jahrzehnte später lassen vermuten, daß ihm die Erinnerung an seine Militärzeit nicht zuwider war und ihm daran lag, Bekanntschaften mit Auswärtigen aufrecht zu erhalten. Andererseits hat er unter Mitbrüdern von seinen Kriegserlebnissen so gut wie nie gesprochen.

Bei seiner Heimkehr aus der Kriegsgefangenschaft erreichte er in Pullach noch den Anschluß an das WS 1945/46 und konnte im SS 1946 seine Philosophie mit dem Lizentiat abschließen. Die Theologie begann er gleich danach auch in Pullach, wo damals die St. Georgener Fakultät zu Gast war. U. a. hörte er Vorlesungen bei Alois Grillmeier und Karl Rahner. Im Februar 1948 "gelang es" - wie er sich ausdrückte - "nach Lyon-Fourviere übersiedeln zu dürfen". Von wem die Initiative dazu ausging, konnte der Verfasser dieses Nachrufs nicht rekonstruieren. Nachweisbar ist eine Ummeldung des Wohnsitzes von Pullach nach St. Blasien, also aus der US-amerikanischen Besatzungszone in die französische. Und während er im Kolleg eine Zeitlang als Präfekt eingesetzt war, testierte man ihm in Pullach die theologischen Vorlesungen des WS 1947/48. Am 20. Januar wurde ihm von der französischen Militärregierung in Baden-Baden eine "Militärische Ausreise-Erlaubnis" erteilt, mit der er am 8. Februar 1948 über Straßburg nach Lyon reiste. Gegen Ende desselben Jahres beantragte und erhielt er die Erlaubnis, nach nur zwei Jahren Theologie die Höheren Weihen zu empfangen. Monseigneur Bornet, Weihbischof für St. Etienne, weihte ihn in Lyon am 19. Dezember 1948 zum Priester.

Die Reise zur Heimatprimiz in Berlin-Karlshorst, St. Marien, am 9. Januar 1949 muß abenteuerlich gewesen sein. Erstens gab es überhaupt noch keine Reisepässe für Deutsche, die Bundesrepublik existierte ja noch nicht, zweitens war Berlin durch die sowjetische Blockade von der Außenwelt abgeriegelt. Belegt ist der Rückflug mit einer US-amerikanischen Militärmaschine nach Wiesbaden. In einem Brief an Herbert vom 1. Dezember 1948, offensichtlich aus Berlin, steht: "Termin der Primiz kann man erst festsetzen, wenn Du hier bist. [...] Mit der Bahn herzukommen ist absoluter Quatsch. Oder Du riskierst mit 100% Sicherheit (!!) einen Fehlschlag. Sichere Dir auch Rückflug. - Nimm langen Urlaub." Danach war die Rückkehr nach Lyon am 17. Januar 1949 eine tüchtige organisatorische Leistung. Im SS 1950 bestand Herbert das Punkteexamen und erhielt das Lizentiat der Theologie. Neben dem Studium hatte er sich um die deutschen Kriegsgefangenen, später Zivilarbeiter, in französischen Lagern gekümmert. Originalton Herbert: "In diesen' Jahren lernte ich auf verschiedenen Reisen Frankreich näher kennen und Nordspanien auch etwas."

An die Theologie schloß sich 1950/51 das Tertiat in Münster/Westf. an. Zum Fastenexperiment arbeitete er gemeinsam mit dem Mit-Tertiarier P. Mario Castelli (Prov. Ven.-Milan.) als Schlepper auf der Zeche "Zollverein" in Essen-Katernberg. Die beiden Arbeiterpriester wohnten während dieser Zeit in einem zecheneigenen Arbeiterwohnheim. Er schrieb über dieses Experiment, daß "man als Arbeiterpriester unter Tage und über Tage prachtvolle Wirkungsmöglichkeiten hatte. So konnte ich in kurzer Zeit ein begeistertes Betriebsmännerwerk zusammentrommeln." Nach dem Tertiat wurde Herbert nach Berlin als 'Mädchenpater' an St. Canisius destiniert. D.h. die Pfarrei hatte je einen Kaplan für die männliche und die weibliche Jugend. Herbert empfand den Unterschied zum Fastenexperiment sehr deutlich, ging mit etwas gemischten Gefühlen an diese Arbeit, die dann aber sehr gut ging. Es zeigte sich, wie begabt er für direkte Seelsorge war. Diese Kaplanzeit dauerte vom 1. August 1951 bis 15. Oktober 1954. Danach wurde Herbert für die Männerseelsorge vorgesehen. Herrschende Meinung war damals, Grundlage dafür seien fundierte Kenntnisse in Wirtschaft und Sozialpolitik. So studierte er ab WS 1954/55 an der Wiso-Fakultät der Freien Universität Berlin Volks- und Betriebswirtschaft und Sozialpolitik.

Im SS 1958 hatte er seine Scheine zusammen und konnte sich auf die Dissertation konzentrieren. Diese Konzentration wurde aber durch die Pflichten und Verlockungen der Seelsorge beeinträchtigt. Im Katalog stand er bis 1958 als 'stud. in univ. ' , dann als 'par. doct., Oper.'. Das Syndrom ist ja unter doktorierenden Jesuiten nicht unbekannt: Die langwierige wissenschaftliche Arbeit an der Dissertation wird langweilig. Da tut es gut, in der Seelsorge mit Menschen zusammenzukommen. Schließlich ist man ja zum Priester geweiht worden. Die pastoralen Nebentätigkeiten verlangsamen den Fortgang der entstehenden Doktorarbeit, deren wachsende Materialfülle eh immer schwieriger zu bewältigen ist. Außerdem haben es Doktorväter an sich, zur Unzeit zu versterben oder irdisch fortberufen zu werden. So kam in Herbert der Gedanke auf, da er über die katholische Soziallehre arbeitete und auch schon in römischen Archiven geforscht hatte, die Promotion nach Rom zu verlegen. Daraus wurde aber nichts. So wuchsen seine Operariustätigkeiten an (Männer-, Jugend-, Fastenpredigten, religiöse Schülerwochen, Soziale Wochen in Pfarreien, Artikel im kirchlichen Schrifttum, Rundfunk- und andere Vorträge) und taten vielen Menschen Gutes, dauerhaft Gutes sogar. Aus diesen Berliner Jahren entstanden bleibende geistliche Beziehungen. Aber der Dissertation half das alles nicht weiter. Deren Last wurde mit der Zeit immer mehr zur Bürde. So traten psychosomatische Gesundheitsschäden auf. Daraus entstand unter Mitbrüdern das Gerede, er habe schließlich seinen Doktor nur mit Ach und Krach geschafft. Tatsache ist aber, daß er am 28. Februar 1962 magna cum laude zum Dr. rer. pol. promoviert wurde. Die Dissertation selbst wurde mit 'gut' beurteilt, die mündliche Prüfung mit 'sehr gut', und so war das Gesamtprädikat 'magna cum laude (sehr gut)'. Das Dissertationsthema lautet: "Die Bedeutung nichtwirtschaftlicher Normen für die Unternehmerinitiative in der Sicht der Katholischen Kirche (Eine systematisierende Dokumentation aus den Verlautbarungen der Päpste Leos XIII., Pius 'XI. und Pius' XII.)". Diese Dissertation war nur einer von den fünf Bänden der von Herbert ausgearbeiteten Dokumentationen. Von der Dissertation wurden die Pflichtexemplare hergestellt, aber er fand trotz jahrelanger Versuche keinen Verleger für das Gesamtwerk.

Zunächst wurde er als Geistlicher Leiter des Sozialamtes im Jugendhaus in Düsseldorf (Bischöfliche Hauptstelle für Jugendseelsorge und Hauptstelle des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend) destiniert. Hier blieb er aber nur für kurze Zeit, von 1962-1963. Es schloß sich im Sommer 1963 eine Pfarrvertretung in Hahn bei Aachen an und im September 1963 wurde er wieder nach Berlin versetzt, wo er zunächst im Ignatiushaus und ab 1. Oktober 1964 in Berlin-Dahlem lebte.

Im Haus Dahlem gab er anfangs einen Dogmatikkurs in der "Katholische Schule für Sozialarbeit" und streckte Fühler nach verschiedenen Möglichkeiten außerhalb Berlins aus, von denen sich keine verwirklichte. - Seinem Bemühen, Militärseelsorger in der Bundeswehr bei seinem Traditionsverband, der 1. Gebirgsdivision zu werden, verdanken wir den Bericht über seine Wehrmachtzeit. Bis 1968 blieb er in Dahlem, dann wurde er als Geistlicher Beirat des KKV ('Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung') im Ruhrgebiet versetzt, wo er auf Einzelposten wohnte. Schon nach kurzer Zeit wurde er auch Generalpräses des 'Jung-KKV'. In einem Beileidsbrief zu seinem Tod steht: "Ich habe damals P. Goderski als einen Priester erlebt, der immer für uns da war. Seine unkomplizierte Art und seine menschliche Wärme hat uns damals sehr beeindruckt." Ähnlich drückten sich immer wieder die aus, die Herbert als Seelsorger erlebt haben.

Am 3. Juni 1972 destinierte ihn Provinzial B. Brenninkmeyer als Nachfolger von P. Josef Colgen nach Brüssel an das EKF ("Europäisches Katholisches Forum"), wobei Herberts Französischkenntnisse aus Lyon ihn wohl prädestinierten.

Das Foyer stellte sich 1972 so vor:" Dieses Foyer ist nicht ein Werk der Gesellschaft Jesu, sondern der Erzdiözese Brüssel. Das Foyer möchte sein ein Ort der Begegnung, der religiösen Anregung und des Dialogs für alle, die zu den europäischen Einrichtungen gehören. Die im Foyer arbeitenden Patres sind zugleich Lehrer an der Europaschule". (1972 besuchten 581 Jugendliche die deutsche Sprachabteilung der Schule.) Tatsächlich war ein Großteil der vorgesehenen Arbeit und ihre finanzielle Basis der Religionsunterricht an der Europaschule. Da Herbert keine Ausbildung als Schulpädagoge hatte, fiel ihm allerdings der Religionsunterricht sehr schwer, und so bat er am 28. Februar 1973 P. Provinzial Bernward Brenninkmeyer, ihn "am Ende des Schuljahrs 'aus dem Rennen' zu ziehen".

Ende Oktober verließ er Brüssel und ging zunächst in sein altes Quartier in Essen-Heisingen. Zum 1. Januar 1974 wurde Herbert als Nachfolger von P. Joseph Elbern 'Referent für Akademikerseelsorge im Bistum Hildesheim' und am 26. April 1974 dazu 'Geistlicher Beirat des Katholischen Akademikerverbands im Bistum Hildesheim'. Er wohnte bei den Unsrigen in Göttingen - wie er es ausdrückte mit "einem Schreibtisch in Hildesheim". Ab 1. Mai 1976 war er auch Studentenpfarrer in Clausthal-Zellerfeld mit einer kleinen Wohnung dort. O-Ton Herbert vom 6. Dezember 1976: 'Um diese Präsenz dort oben ranken sich Streifzüge für die Akademiker im Bistum: Exerzitien, Einkehrtage. Vorträge, usw. usw. Und dabei bin ich auf der ganzen Linie ein Ein-Mann-Betrieb." "Nicht gerade aufregend, doch zeitraubend." Seit Weihnachten 1979 machte Herbert Aushilfe im Kurort Hahnenklee, hoch oben im Harz, nicht weit von Clausthal-Zellerfeld. Daraus entwickelte sich eine Dauerstellung. Am 15. März 1980 übernahm der Ortspfarrer von Clausthal-Zellerfeld auch die Studentenseelsorge am Ort und Herbert wurde Pastor von 'Maria Schnee' in Hahnenklee. Akademikerseelsorger der Diözese blieb er auch weiterhin. bis zum 19. November 1986. 'Maria Schnee' ist eine kleine Gemeinde mit dem Schwerpunkt Kurseelsorge.' Das ganze Jahr über ansässige Katholiken gibt es nur wenige, aber in der Winter- und Sommersaison ist "Hochbetrieb" Herbert betreute diese Gemeinde und ihre Gäste bis zu seinem Tod im 79. Lebensjahr Am 17. April 1997 verstarb er in seinem Arbeitszimmer neben dem Schreibtisch an plötzlichem Herzversagen.

Herbert war während seines Lebens meist auf Einzelposten gewesen, was ihm persönlich auch sehr lieb war. Aber wir wollten ihn nicht allein auf einem Friedhof liegen lassen. So begruben wir ihn am 24. April 1997 in der gemeinsamen Grabstätte der Unsrigen auf dem Seelhorster Friedhof in Hannover.

R.i.p.

P. Franz-Anton Neyer SJ
(gekürzt und überarbeitet von P. Josef Ullrich SJ)

Nachrichten aus der Norddeutschen Provinz, Nr. 5, Oktober 1997, S. 164-68