P. Hubert Klose SJ
* 31. Mai 1909 in Frankenstein/Schlesien
18. September 1963 in Berlin

Schon 1957 mußte P. Klose seine Tätigkeit als Volksmissionar aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Wie es in einem ärztlichen Bericht aus jener Zeit heißt, litt er an "cerebraren und coronaren Durchblutungsstörungen bei schwerer Myocardschädigung mit zeitweilig auftretenden paroxysmalen Tachycardien". Eine Kur habe keinen nennenswerten Erfolg gehabt und ein hundertprozentiger Einsatz in der Seelsorge sei nicht mehr zu erwarten. P. Klose konnte fortan nur noch leichtere Arbeiten übernehmen, die nicht selten durch längere Aufenthalte im Krankenhause unterbrochen wurden. Der Gesundheitszustand P. Kloses wurde von Jahr zu Jahr schlechter und die Herzanfälle häufiger und heftiger. Ende August, kurz vor seinem 25jährigen Priesterjubiläum, an dem er nicht einmal zelebrieren konnte, mußte er erneut ins Krankenhaus gebracht werden, wo er dann, in den Abendstunden des 18. September an Herzinsuffizienz gestorben ist.

Hubert Klose war am 31. Mai 1909 in Frankenstein/Schlesien als Sohn eines Schneidermeisters geboren, besuchte das katholische Gymnasium seiner Vaterstadt und trat am 17. April 1928 in Mittelsteine in die Gesellschaft ein. Auf das Noviziat folgten 1930-33 die Philosophie in Valkenburg und 1933-35 das Interstiz in Breslau, währenddes er hauptamtlich in Jung- und Sturmschar arbeitete. Die Theologie studierte er in Valkenburg und Frankfurt, wurde am 28. August 1938 in Berlin von Bischof Preysing zum Priester geweiht und machte 1939/40 in Pullach unter R. P. Steger sein Tertiat. Danach kam er als Operarius nach Breslau. Im Februar 1941 wurde er zur Wehrmacht einberufen, nahm als Sanitätssoldat am Rußlandfeldzug teil und wurde im Februar 1942 als wehrunwürdig entlassen. Er nahm seine Tätigkeit als Prediger und Exerzitienmeister wieder auf, zunächst von Breslau und seit Mai 1943 von Königsberg aus. Im Februar 1945 verließ er Königsberg und gelangte auf mancherlei Umwegen schließlich nach Breslau. Von dort wurde er im Juli 1946 ausgesiedelt. Er wurde zuerst im November 1946 nach Weimar, im September 1947 nach Berlin und im Januar 1954 nach Erfurt versetzt. Er gab Exerzitien, hielt religiöse Wochen und nahm an mehreren Volksmissionen teil, bis er im Sommer 1957 gesundheitlich zusammenbrach. Vorübergehend versah er noch die eine oder andere Hausgeistlichenstelle und gehörte seit März 1960 zum St. Josefshaus, mit dem er Ende 1960 nach Berlin umzog.

R.i.p.

Rundbrief 5/1963, S. 2