P. Franz Xaver Baron SJ

P. Franz Xaver Baron SJ
geboren am 29. November 1.914 in Zelasno
zum Priester geweiht am 6. November 1947
gestorben am 19. Januar 1998 in Berlin

Franz Baron wurde am 29. November 1914 als sechstes von zehn Kindern des Ehepaares Franz und Katharina Baron, geb. Kurpiers, in Zelasno (später in Eisenau umbenannt), Kreis Oppeln, geboren. Der Vater war Maurer, die Mutter und die Kinder bearbeiteten die kleine Landwirtschaft. In der Familie wurde Franz ein tiefer und tragfähiger Glaube vorgelebt und vermittelt. Von den sechs Jungen wurden drei Ordenspriester. Nach dem Besuch der Volksschule in Zelasno wechselte Franz zum Gymnasium auf dem Freinberg bei Linz. Das Abitur machte er im Mai 1935 in Kalksburg / Wien.

Mit sechs anderen Kandidaten begann er am 9. September 1935 in Mittelsteine das Noviziat. Von 7.937 bis 1940 studierte er Philosophie in Pullach, Im Mai 1941 wurde er zur Wehrmacht eingezogen und nach der Ausbildung zum Sanitäter an verschiedenen Frontabschnitten eingesetzt. Im September 1944 geriet er in der Bretagne in amerikanische Kriegsgefangenschaft, wurde an die Briten übergeben und durchlief verschiedene Lager in England. Im Januar 1946 kam er als Begleiter eines Schwerkrankentransportes nach Deutschland zurück. Er ließ sich nach Pullach entlassen und setzte die Studien fort. Aufgrund einer päpstlichen Dispens für Spätheimkehrer wurde er am 6. November 1947 durch Weihbischof Neuhäusler in Pullach zum Priester geweiht.

Nach dem Abschluß der Theologie im Sommer 1949 wurde er nach Magdeburg gesandt, wo er ein Knabenkonvikt aufbauen sollte. Über die für ihn offenkundig sehr glücklichen neun Jahre erzählt er später gern. 1958 wurde er nach Erfurt geschickt, wo er für acht Jahre die Leitung des für den mitteldeutschen Teil der Ostdeutschen Jesuitenprovinz eingerichteten Noviziats übernahm. Es folgten 12 Jahre in Rostock und Mecklenburg. Die ausgedehnte Tätigkeit umfaßte Schwesternrekollektionen und Priestervorträge, Aushilfen und Vertretungen und immer wieder Exerzitienbegleitung. In dieser Zeit, so betonte er dankbar, konnte er viele Menschen im Glauben festigen und in der Treue zur Kirche bestärken. Die folgenden Jahre von 1978 bis 1986 in der Krankenhausseelsorge im St. Hedwig-Krankenhaus fielen ihm nicht leicht, da er auch mit mancher organisatorischen Frage befaßt war. Die anschließende Zeit in Erfurt kennzeichnete er so: "Der Höhenflug war vorbei, die Flughöhe immer niedriger". Die Kräfte ließen merkbar nach, Krankheiten stellten sich ein. So wurde er zum 1. 8. 1992 ins Altenheim des Ordens nach Kladow versetzt. Seit Mitte 1997 wurde seine Lungenkrankheit immer deutlicher und bedrückender. Der Herr rief ihn am 19. Januar in seine ewige Gemeinschaft.

R.I.P.