P. Heinrich Köster SJ
* 20. Januar 1935    19. April 2000
Eintritt 1959 - Priesterweihe 1968 - Letzte Gelübde 1975

"Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer.
Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war"
Joh. 21,4

1. Herkunft und Heimat
Heinrich Kösters Heimat lag im Ruhrgebiet. Auch nach 21 Jahren Hamburg und einigen Jahren Berlin war diese Herkunft unüberhörbar. Die Prägung bis in die Aussprache hinein und das Wissen, dort die Wurzeln zu haben, blieben.

Geboren wurde er als zweiter von drei Söhnen des Elektrikers Erich Köster und seiner Frau Maria geb. Menke in Hagen (Westf.) und wuchs in Wetter (Ruhr) auf. Der Vater arbeitete als Schaltwärter in einem Elektrizitätswerk. Der älteste Bruder kam 1945 auf dem Schulweg bei einem Eisenbahnunglück ums Leben. Die Mutter verstarb 1954. Zur Stiefmutter gewann Heinrich ein sehr gutes Verhältnis. Vielleicht liegen hier die Gründe für die nachhaltige und tiefe Verbundenheit mit der Familie und der Heimat. Seinem jüngeren Bruder Norbert, seiner Schwägerin Monika und deren Kindern wusste er sich zeitlebens eng und herzlich verbunden. Zu ihnen zog er sich zurück, um sich zu erholen, unkompliziert Freundschaft zu erfahren, frei reden zu können und neue Kräfte zu schöpfen.

2. Ausbildung
Heinrich besuchte, anders als es seine späteren Unterrichtsfächer nahelegen, nicht den humanistischen, sondern den naturwissenschaftlich-mathematischen Schulzweig. Ob das ein Grund dafür ist, dass er später so direkt und zupackend, energisch und zielstrebig war? Er wollte Fakten sehen und hören. Mit Leuten, die "Blabla" daherredeten, konnte er wenig anfangen. Sportlich war er sehr interessiert; in der Leichtathletik waren die Mittelstrecken sein Stärke. Wie gut er sich in den Bundesligen auskannte, erfuhr später manche Klasse bei Vertretungsstunden, wenn er mit ihnen die Fußballhochburgen zusammensuchte und durchsprach. Das Abitur bestand er im Februar 1955 am städtischen mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasium in Wetter. Da es damals noch keinen Wehrdienst gab, begann er gleich im April 1955 in Münster ein Lehrerstudium mit den Fächern Latein, Geschichte und Religion. 1956 machte er an der Universität das Graecum. Nach drei Semestern wechselte er nach Innsbruck. In dieser Zeit reifte in ihm der Entschluss, in den Jesuitenorden einzutreten. In seinem vorletzten oder letzten Brief überhaupt schrieb er am 18.April rückblickend auf diese Entscheidung an P. Fritz Abel: "Ich bin immer noch der Ansicht, dass es der relativ beste Verein ist, in dem zu leben wirklich Freude macht. Feiere also das Jubiläum in Dankbarkeit, auch wenn es in die Karwoche fällt".

Am 29.04.1957 begann er in Eringerfeld das Noviziat in der damaligen Niederdeutschen Provinz. Das sechssemestrige Philosophiestudium in Pullach und ein Jahr Praktikum als Erzieher am Aloisiuskolleg in Bad Godesberg schlossen sich an. Die folgenden vier Jahre studierte er Theologie in Frankfurt Sankt Georgen. Schon nach zwei Jahren durfte er mit Rücksicht auf seine schwerkranke Stiefmutter die Priesterweihe empfangen. Inzwischen hatten ihn die Ordensobern dazu bestimmt, Lehrer an einem der Kollegien zu werden. Deshalb belegte er weitere sechs Semester Latein und Geschichte an der Universität Frankfurt. Er, der kaum als progressiv gelten konnte, hatte in den 68er Jahren so ein Ansehen, dass man ihn zum Fachbereichssprecher wählte. Nach dem Staatsexamen in Geschichte, Politik und Theologie im Mai 1970 und in Latein im November desselben Jahres machte er das Referendariat in Offenbach.

3. Auftrag und Dienst
Am 2. Februar 1972 begann er seinen Dienst an der St.-Ansgar-Schule in Hamburg, wurde 1977 Oberstufenkoordinator und am 1. Januar 1978 Schulleiter. Als P. Rainer Rendenbachs Nachfolger wollte er eigentlich nichts ändern. Im Schuljahr 1978/79 aber begann die Sophie-Barat-Schule mit sechs Anfangsklassen und verkündete überall, dass man dies im folgenden Jahr auf keinen Fall wieder tun werde. Was sollte man nun Rat suchenden Eltern mit Töchtern sagen? Die St.-Ansgar-Schule hatte gerade die neue Turnhalle in Betrieb genommen, und die Jesuiten waren aus dem Schulgebäude in das neue Wohnhaus umgezogen. Es gab mithin Platz! Also nahm die St.-Ansgar-Schule zum Schuljahr 1979/80 auch Mädchen auf. Da sich das Kollegium schon zuvor mit der Frage der Koedukation befasst hatte, gab es bei der Abstimmung in der Lehrerkonferenz nur einzelne Gegenstimmen. Die Aufnahme von Mädchen erwies sich für die Jungenschule als sehr vorteilhaft. St.-Ansgar wurde im Laufe der Zeit bunter und vielseitiger, vor allem im musischen Bereich. Die Schule wuchs. Als Notbehelf für viele Jahre kam ein Pavillon mit zwei Räumen dazu, unter denen man die Züge in nächster Nähe vorbeidonnern hörte, und als echter Gewinn der Musikraum im Keller des Neubaus.

Als die Schule mit 1085 Schülerinnen und Schülern die bislang größte Zahl erreichte, wurde es fürchterlich eng. Seither schmiedete man Baupläne, aus denen leider zu P. Kösters Zeiten nichts wurde. Das nächste Problem bestand darin, angesichts der steigenden Schülerzahl und der anstehenden Pensionierung der ersten Lehrergeneration das passende Lehrerkollegium zu finden. Es waren die Jahre des Lehrermangels. Als P. Köster im Sommer 1993 von Hamburg schied, hatte er in dem großen Lehrerkollegium nur 17 Lehrer nicht selbst eingestellt, von den Lehrerinnen waren nur zwei schon vor seiner Direktorenzeit an St.-Ansgar. Im Rückblick kann man sagen, dass er in Anstellungsfragen eine gute Hand hatte. Er selbst sah es so: "Wenn ich irgendwo Gottes Hilfe wirklich einmal gespürt habe, dann bei der Einstellung von Lehrerinnen und Lehrern."

Hamburg und die St.-Ansgar-Schule waren der Ort, an dem P. Köster den längsten seiner Lebensabschnitte zugebracht hat, die Zeit zwischen dem 37. und 58. Lebensjahr, in der man, wie er selbst meinte, "voll arbeitet und etwas schafft. Ob ich etwas geschafft habe, müssen andere beurteilen". Er hat ein solides Werk hinterlassen! Er war Lehrer mit Leib und Seele, kannte jeweils die über Tausend Schülerinnen und Schüler mit Namen und sorgte sich um ihre großen und kleinen Probleme. Seine witzige, schlagfertige Art kam besonders bei den Jungen an. Doch auch die Mädchen merkten, dass er sie gut leiden mochte. Das Diplomatische lag ihm nicht, noch weniger ein Taktieren und Lavieren, um den Leuten zu gefallen. Machte er bisweilen auch einen recht handfesten, ja burschikosen Eindruck, so wusste er doch Probleme sehr empfindsam und mit großem Fingerspitzengefühl zu lösen. Man konnte zu ihm Vertrauen haben und wurde nicht enttäuscht. Er besaß ein sicheres Urteil und differenzierte sehr wohl zwischen der Situation seines jeweiligen Gegenübers und der allgemeinen Großwetterlage.

Rückblickend sagte er 1996: "Schülergenerationen ändern sich heute schneller als früher. Die zornige und die skeptische Generation hielt sich über Jahrzehnte, heute wechselt das oder läuft parallel. Neben der Turnschuh-Generation gab es die Yuppies usw. Die jetzigen Schülerinnen und Schüler erscheinen mir zu angepasst und privatistisch. Ich vermisse manchmal nicht nur das Engagement bei den sozialen Problemen, sondern auch die Leidenschaft in der Auseinandersetzung mit den Gegenständen des Unterrichts."

P. Köster selbst besaß ein fundiertes theoretisches Wissen und eine umfassende Allgemeinbildung, die er aber nie in den Vordergrund stellte. Ihm lag daran, zuallererst und von ganzem Herzen Praktiker und Seelsorger zu sein. Deshalb vertrat er auch konsequent einen sozialintegrativen Erziehungsstil und verwahrte sich gegen jede Form herablassender Autokratie. Noch mehr lehnte er alle Spielarten von Demokratur ab, die unter demokratischem Etikett oder mit gruppendynamischer Methodik vorgefasste Meinungen und Beschlüsse durchpaukt. Das spürten die Eltern, die Kolleginnen und Kollegen.

Ihm lag an guten Kontakten zu den katholischen Schulen Hamburgs, von wo man immer wieder bei ihm Rat und Hilfe bei verwaltungstechnischen und juristischen Fragen einholte. Auch in Berlin setzte er auf Kooperation und Austausch nicht nur mit den katholischen Schulen. Er war überzeugt: "Sie können ja nicht nur spirituelle und pädagogische Impulse von uns erhalten, sondern wir, die Jesuiten, brauchen die Erfahrungen von Männern und Frauen, die ohne den alltäglichen Kontakt mit uns im jesuitischen Geiste unterrichten und erziehen wollen, damit wir selbst die Gedanken und Methoden des hl. Ignatius auf die Pädagogik hin reflektieren können."

Da er sich zum Lehrer und Priester berufen wusste, ergab sich, dass er seit Weihnachten 1972 ständig Subsidiar an Hl. Kreuz in Volksdorf war, "dienstältester Kaplan Hamburgs", wie er stolz betonte.

4. Jahre des Ausklangs
Zum 31. Juli 1993 gab die Norddeutsche Provinz die pädagogische Verantwortung für die St.-Ansgar-Schule und deren Leitung an die Diözese Osnabrück zurück und zog alle Mitbrüder bis auf einen, der die außerschulische Jugendarbeit weiterführen sollte, von St.-Ansgar ab. Diesem Ausscheiden war ein langer Prozess des Uberlegens und Abwägens, wieviele und welche Schulen die Norddeutsche Provinz künftig noch verantwortlich tragen und leiten könne, vorausgegangen. Die Entscheidung fiel 1992 für Berlin und gegen Hamburg. P. Köster, der stets gern in Hamburg gelebt und sich stets mit ganzer Kraft in die Arbeit eingebracht hatte, trug die Entscheidung voll mit. Ihm ist auch in erheblichem Maß zu verdanken, dass der Ablösungsprozess gut und ohne größere Komplikationen verlief. "Da es nun einmal nötig war, bin ich 1993 ganz bewusst nach Berlin gegangen und wollte aus Selbstschutz möglichst nicht mehr an Hamburg denken. Deshalb habe ich den Kontakt zur St.-Ansgar-Schule auf das Minimum eingeschränkt ... Wenn man schon geht, dann soll man möglichst weit aus dem Blickfeld verschwinden, sonst verstärkt man den ohnehin immer eintretenden Prozess der Verklärung 'alter Zeiten'."

In Berlin übernahm er als Nachfolger P. Robert Gelbergs die Schulleitung am Canisius-Kolleg. Hier kniete er sich buchstäblich in die Arbeit. Nach kurzer Zeit kannte er alle Schülerinnen und Schüler und den Großteil der Eltern. Die Tatsache, dass der Orden selbst Schulträger des Canisius-Kollegs mit allen Pflichten und Rechten ist, brachte ihm weitere Verwaltungsaufgaben und manche ungewohnte Fragestellung. Daraus ergaben sich auch Reibungsverluste. 1996 antwortete er auf die Frage, wie es ihm in Berlin denn so gehe: "Das Canisius-Kolleg unterscheidet sich von der St.-Ansgar-Schule dadurch, dass es 200 Schülerinnen und Schüler weniger, dafür aber 20 Räume mehr hat. Schulgelände und Ausstattung sind sehr gut. Aber die materielle Ausstattung gibt doch nicht den Ausschlag, entscheidend sind die Personen, die Lehrer, Schüler und Eltern." Damit deutete er an, wo er Probleme sah. Wer ihn näher kannte, spürte, dass ihm die Millionenstadt Berlin nicht so lag wie die Freie und Hansestadt Hamburg. Vermutlich waren seine Kräfte auch geschwächter, als er nach außen hin erkennen ließ. Kurz vor Beginn des Schuljahres 1996/97 bat er - für Außenstehende überraschend - den Provinzial um Ablösung und um Versetzung. Zum 31.07.1997 schied er aus dem Dienst für das Canisius-Kolleg.

Seine neue Destination hieß Erfurt, wohin er gern umzog. Die Stadt war für ihn überschaubar, und der Doppelauftrag Mitarbeit in der Seelsorge und Unterricht an der Edith-Stein-Schule lag ihm sehr. Er konnte in der Diasporasituation viel tun und manche Aushilfe übernehmen. Ihm, der immer wieder Tageswanderungen und weite "Spazierläufe" machte, kam auch die Landschaft entgegen, sie erinnerte ihn an seine Kindheit und Jugend.

So konnte er in Erfurt an der Edith-Stein-Schule und in der Seelsorge drei sehr erfüllte Jahre verbringen. Im Januar 2000 feierte er seinen 65. Geburtstag. Deshalb wollten die Obern, dass er im Sommer 2000 den Schuldienst in Erfurt aufgeben solle, um in Frankfurt in der Seelsorge und als P. Minister, d.h. im Innendienst für die Mitbrüder, in Sankt Georgen tätig zu werden. Diese neue Bestimmung fiel ihm nicht leicht, "denn mir gefällt es in Erfurt ausnehmend gut." Aber dann meinte er weiter: "... Außerdem machen jetzt die Schülerinnen und Schüler ihr Abitur, die ich 1997 als Zehntklässler übernommen habe. Ihr Abschied bedeutet auch für mich einen Einschnitt. Den sollte ich nutzen. Das sagt der Kopf, was das Herz im Sommer sagt, das ahne ich allerdings."

5. "Sein Andenken bleibe zum Segen!"
Wenige Wochen vor seinem Tod äußerte P. Köster im Gespräch, wenn es so weit sei, wünsche er sich seinen Sterbetag in der Karwoche. Ob er schon ahnte, wie nahe seine Zeit war? Der Herr rief ihn am Vormittag des Karmittwoch. Nachts fühlte er sich so unwohl, dass er sich von P. Konrad Pohlmann ins Elisabeth-Krankenhaus bringen ließ. Da man dort mit dem Krankheitsbild nicht zurechtkam, wurde er ins Klinikum verlegt. Dort verstarb er gegen Mittag, wie die Mitteilung des Provinzials lautete, an Herzversagen. Die Obduktion ergab, dass ein kinderkopfgroßes Aneurysma, eine Arterienerweiterung im Unterleib, ursächlich für seinen Tod war. Er erfuhr nicht mehr, dass am selben Tag auch seine 32-jährige Nichte, die er kurz zuvor noch besucht und mit den Krankensakramenten versehen hatte, ihrem Krebsleiden erlag.

Wir beerdigten ihn am 4. Mai auf unserem Ordensfriedhof in Münster. Wie nahe er vielen stand und was er so vielen bedeutete, zeigte die Schar der Teilnehmenden: aus Hamburg waren etwa ein Drittel des Lehrerkollegiums samt Schulleitung und Vertretern des Erzbistums gekommen, aus Berlin der Leiter des Schuldezernates der Erzdiözese und vom Canisius-Kolleg P. Klein sowie zwei Lehrerkollegen, aus Erfurt der Seelsorgeamtsleiter, der Personalreferent und der Leiter der Edith-Stein-Schule, dazu viele Mitbrüder, die zum Teil von weither anreisten. Neben der Trauer überwogen beim Requiem und beim anschließenden Gespräch die Erinnerung und der Dank an ihn, der sich zutiefst als Priester verstand und stets ein solider Arbeiter, ein engagierter Pädagoge und ein demütiger Mitbruder war.

Die Todesanzeige seiner Hamburger St.-Ansgar-Schule in der "Welt" drückte den Verlust so aus: "Als Seelsorger und Pädagoge hat er unsere Schule nachhaltig geprägt. Er war der Schülerschaft, dem Kollegium, den Mitarbeitern und den Eltern Erzieher, Freund und Ratgeber. Sein christliches Engagement für die Bildungsziele des Schulträgers und der Schule bleibt unvergessen." Am 12. Mai feierte Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke für ihn das Requiem im Mariendom mit den Klassen 7-13, mit vielen Lehrern und Eltern. Ein Teilnehmer berichtete: "Ich muss sagen, dass ich selten einen Schulgottesdienst erlebt habe, bei dem die Schüler dermaßen mit den Herzen dabei waren und dementsprechend mitgemacht haben. Es war wirklich beeindruckend."

Bischof Dr. Joachim Wanke von Erfurt schrieb: "Die Nachricht vom plötzlichen Tod von P. Heinrich Köster hat uns alle überrascht und sehr in Trauer versetzt. Ich möchte Ihnen ... meine Anteilnahme aussprechen, auch im Namen des ganzen Bistums. ... Wir hier in Thüringen trauern sehr um P. Heinrich. Er hat uns in den wenigen Jahren seines Wirkens in Erfurt viel geschenkt. Wir haben ihm viel zu verdanken. Über seine äußerst hilfreiche Mitarbeit in der Edith-Stein-Schule hinaus ist er in einer Reihe von Gemeinden immer wieder gern als Seelsorger tätig geworden. Die Mitbrüder und die Gemeindemitglieder haben ihn sehr geschätzt. Er hatte eine selbstverständliche und liebenswürdige Art, in seinem Wirken seinen Glauben einzubringen, die einfach überzeugt hat. Viele werden den Verstorbenen sehr vermissen, sicher auch manche, denen er ganz persönlich zum seelsorglichen Begleiter geworden ist."

Am Karmittwoch, dem 19.04., wollte und sollte P. Köster eigentlich nach Delbrück aufbrechen, um als Prediger und Beichtvater bei der Kreuztracht mitzuhelfen. Die Predigt für Karfreitag lag fertig auf seinem Schreibtisch. Er schloss sie mit dem Bericht über eine junge Frau, Mutter von vier Kindern, die angesichts ihres nahen Todes ihren Glauben an den Herrn so bekannte: "Ich verstehe ihn nicht, aber ich bin ganz mit ihm einverstanden". Wer kann sich zu einer solchen Glaubenshaltung durchringen! Man kann es wohl nur, wenn man Jesu Kreuzweg mitgegangen ist, seine eigenen körperlichen und geistigen Schmerzen mit seinen verbunden hat und weiß, dass man im Tod nicht in einen dunklen Abgrund, sondern in die Arme eines liebenden Vatergottes fällt. Gott gebe uns einen solchen Glauben!"
In diesem Glauben hat P. Heinrich Köster seinen Weg vollendet. Sein Andenken sei zum Segen - nicht nur in Hamburg, in Berlin und in Erfurt!

P. Köster liegt begraben auf dem Ordensfriedhof der Norddeutschen Provinz
in Münster, Westfalenstraße 44

R.i.p.

P. Karl Heinz Fischer SJ

Jesuiten-Nachrufe 1/2000, S. 15-19