P. Peter Tritz SJ
* 22. Mai 1899     18. März 1969

P. Peter Tritz starb am 18. März 1969 in Münster, Haus Sentmaring, plötzlich und unerwartet, aber nicht unvorbereitet. Am Morgen des Tages hatte er noch die hl. Messe feiern können. Als man ihn kurz nach 12.00 Uhr das Essen bringen wollte, saß er tot auf dem Stuhl vor seinem Schreibtisch. Kurz vorher war er noch auf dem Gang gesehen worden. Ein Herzschlag hatte seinem Leben ein schnelles Ende bereitet, wie es scheint, ohne jeden Todeskampf. Ungefähr zwei Jahre lang war er in der Krankenabteilung gewesen.

Seine wichtigsten Lebensdaten: Geboren am 22.5.1899 in Köln/Nippes. 21.6.1917 Soldat. 26.3.1918 Notreifeprüfung am Dreikönigsgymnasium in Köln. Zeugnis: Alle Fächer "Gut", Mathematik "Genügend", Betragen "Sehr gut". Februar 1919 aus dem Heeresdienst entlassen. Eingetreten in die Gesellschaft Jesu am 26.4.1919 in s'Heerenberg. Gleich nach dem Noviziat, 1921/24, Präfekt in Bad Godesberg, 1924/31 Philosophie und Theologie in Valkenburg. Ebendort am 27.8.1930 zum Priester geweiht. 1931/34 Männerseelsorger in Dortmund, 1934/35 Terziat in Münster unter P. Heinrich Schmitz. Dann wieder kurze Zeit in Dortmund. 1936 in Düsseldorf als Kanzelredner für "Religiöse Zeitfragen". Ab 9.8.1936 Superior in Koblenz. Dann, durch die Kriegsereignisse gezwungen, ab 1943 in Koblenz/Marienhof, Andernach, Wetzlar, Bad Homburg. 1945/47 Priester-und Lehrerseelsorge von Dinslaken und Essen aus. Ab 22.8.1948 Superior in Trier bis 1954. Darauf Minister in Bonn und Exerzitienmeister in Pützchen. Ab 1960 Exerzitienleiter im Remigiushaus in Viersen. 1966/67 Hausgeistlicher im Karl-Josef-Haus in Köln. Juni 1967 nach Münster, Haus Sentmaring, Krankenabteilung.

Die vielen Daten weisen hin auf eine bewegte, unruhige Zeit mit vielen harten Schicksalsschlägen, aber auch auf die reiche Begabung für Predigt, Vortrag und Exerzitien, die dem Verstorbenen von Gott mit auf den Lebensweg gegeben war. Trotz schwacher Gesundheit, zeitweiliger Lungentuberkulose, Gallenblasenoperation, schwerer Lungenentzündung usw., hat er sich nicht geschont und seine Begabung voll und ganz eingesetzt, besonders für Priester-, Lehrer- und Männerseelsorge und als Exerzitienmeister. Durch seinen spritzigen, geistreichen Humor hat er dazu noch seinen Mitbrüdern viel Freude bereitet, namentlich während der langen Studienjahre in Valkenburg. Heute noch wird unter denen, die ihn kannten, in der Unterhaltung manche frohe Erinnerung daran wieder aufgefrischt. Die Nachricht von seinem plötzlichen Tode wird deshalb wohl viele Mitbrüder anregen zu einem dankbaren Memento.

R.i.p.

P. Wilhelm Wesseling SJ

Prov.Germ.Inf. - Aus der Provinz Nr. 2 - April 1969, S. 48