P. Ludwig Alexi SJ
geboren 13. August 1915 in Bad Godesberg
geweiht 19. März 1942 in Limburg
gestorben 11. Februar 1988 in Münster

P. Alexi wurde am 13. 8. 1915 in Bad Godesberg geboren als Sohn der Eheleute Andreas und Helene Alexi. Mit Jubel und Freude wurde er von den Eltern und vier Schwestern begrüßt, doch auch ein Wermuttropfen fehlte nicht: Der Vater war im Krieg und sah seinen Sohn zum ersten Mal, als dieser schon ein halbes Jahr alt war. In Bad Godesberg verbrachte er eine schöne Kindheit und Jugendzeit, geliebt und behütet von seinen Eltern und Schwestern. Mit neun Jahren besuchte er das Aloisius-Kolleg der Jesuiten, wo er 1933 Abitur machte.

Am Kolleg schloß er sich dem Bund Neudeutschland an. Schon früh beschäftigte ihn die Berufsfrage; seit Kindestagen verspürte er die Neigung zum Priestertum, andererseits zog ihn seine mathematische Begabung zum Ingenieurstudium. Zum Zeitpunkt der Reifeprüfung war ihm klar: Er wollte Jesuit werden. Sein Vater, zu dieser Zeit noch evangelisch, erlaubte es ihm.

So trat Ludwig Alexi am 26. April 1933 in s'Heerenberg/Niederlande mit 18 Jahren ins Noviziat der Jesuiten ein, zusammen mit 20 anderen jungen Leuten. Von 1935 bis 1938 folgte das Studium der Philosophie in Pullach bei München.

Als Präfekt in Bad Godesberg erlebte er die Aufhebung des Kollegs 1939. Er wurde zum Arbeitsdienst eingezogen. Ab Herbst 1939 Studium der Theologie in Frankfurt. Am 19. März 1942 wurde er zum Priester geweiht und als Kaplan in Trier eingesetzt. 1944 begleitet er die evakuierte Gemeinde nach Thüringen.

1946 hieß es, in Büren die Studien wiederaufnehmen. 1947 als Kaplan nach Essen. Nach dem Tertiat 1948-49 zurück nach Essen, wo er gleichzeitig Minister wird, ein Amt, das ihm künftig immer wieder übertragen wird. 1952-55 arbeitet er am Aufbau der Pfarrei in Göttingen. 1955-66 als Seelsorger in Bonn, außerdem Minister und Ökonom. 1967-70 leitet er das Exerzitienhaus in Viersen. 1971 nach Trier; er wird Präses der Bürgersodalität, verantwortlich für die Beichtkirche der Jesuiten, dazu wieder Minister.

Im Herbst 1983 setzt ein Schlaganfall seinem Wirken ein Ende. "Das Leben für unsere Brüder einsetzen" (1 Joh. 3,16) sagt sein Primizbild. Er siedelt über in das Altenheim nach Haus Sentmaring in Münster. Schwer behindert, aber froh und andere durch seine Freude und sein Beispiel ermutigend, erwartet er den Herrn, der ihn am 11. Februar 1988 heimruft.