P. Bernhard Johann Altefrohne SJ
geboren am 9. Juli 1904 in Meiderich
Ordenseintritt am 11. November 1923 in 's-Heerenberg
Priesterweihe am 28. August 1934 in Valkenburg

Vor dem Namen Jesu sollen alle Mächte im Himmel, auf der Erde und unter der Erde
ihre Knie beugen, und jede Zunge soll bekennen:
Jesus Christus ist der Herr, in der Herrlichkeit Gottes, des Vaters.
Phil. 2,10f.

Diese Worte aus dem Eingangsvers zum Hochfest unseres Ordensgründers lgnatius von Loyola wurden für P. Altefrohne am 31. Juli 1997 erfahrbare Wirklichkeit; in den letzten Jahren konnte er nur im Glauben die Hände falten, und das hat er bis zu seinem Todestag getan.

Geboren wurde er am 9. Juli 1904 in Meiderich. Dort verlebte er seine Kindheit und Schulzeit, die er am 14. März 1922 mit dem Abitur am Realgymnasium Duisburg-Meiderich abschloß und in Münster mit dem Graecum am 5. November 1923 ergänzte. Wenige Tage danach trat er am 11. November ins Noviziat der Gesellschaft Jesu in 's-Heerenberg ein. Nach den philosophischen und theologischen Studien in Valkenburg - am 28. August 1934 wurde er dort zum Priester geweiht - und dem Terziat 1935/36 in Münster setzte ihn der Provinzial für fünf Jahre als Minister und Seelsorger in unserem Haus in Essen ein. Es folgte jeweils eine zweijährige Tätigkeit als Pfarrvikar in Rühle bei Meppen und in Neubrandenburg; hier erlebte er das Kriegsende.

1946 übernahm er das Amt des Generalpräfekten an unserem Kolleg in Büren und gestaltete maßgeblich das wiedereröffnete Internat. Doch bereits zwei Jahre später erwartete ihn 1948 die Aufgabe als Minister des Canisiushauses im schwer zerstörten Köln. Dann begann seine Obernlaufbahn: 1953 Superior in Dortmund, 1959 Rektor in Münster, 1964 Rektor in Ascheberg und 1967 nochmals Rektor in Münster. Hier versah er ab 1974 den Ministerposten, bevor er 1977 als Beichtvater in Koblenz tätig wurde.

1989 siedelte er aus gesundheitlichen Gründen ins Altenheim in Münster um. Am 31. Juli 1997 gab er nach tapfer und geduldig ertragenem Leiden sein Leben in die Hände des Schöpfers zurück. Vielen Menschen wird er als Seelsorger und geistlicher Begleiter in Erinnerung bleiben.