P. Johannes Beumer SJ
* 12. Oktober 1901
23. Juni 1989

Nimm ihn auf, o Gott, in deinen Frieden.
Laß ihn wohnen im Lichte deiner Herrlichkeit.
(Totenliturgie)

P. Johann Christian Beumer stammte aus Köln. Dort wurde er am 12. Oktober 1901 in der Pfarrgemeinde St. Ursula geboren. Sein Vater war bei der Post tätig.

Am 11. April 1921 trat er zu 's-Heerenberg am Niederrhein in die Gesellschaft Jesu ein. Seine philosophischen und theologischen Studien im Ignatiuskolleg zu Valkenburg (Niederlande) waren unterbrochen durch eine mehr pädagogische Tätigkeit (1926-28) am österreichischen Ordenskolleg zu Linz an der Donau.

Die Priesterweihe erhielt er am 27. August 1931 in Valkenburg. Nach dem Terziat in Münster wurde er zum Spezialstudium nach Rom gesandt und promovierte zum Doktor der Theologie an der Gregoriana (Päpstliche Universität). Ab 1934 lehrte er Fundamentaltheologie in Valkenburg bis zur Aufhebung dieses Kollegs durch die Gestapo, dann 1946-48 in Büren und seit 1948 an der Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt.

Während des Krieges wirkte er bei eingeschränkter Lehrtätigkeit als Seelsorger in Aachen, in Trier und kurze Zeit nach Kriegsende in Duderstadt.

Anfang 1976 befiel ihn eine Art Lähmung. Er kam ins Frankfurter Katharinenkrankenhaus. Aber auch nach einem halben Jahr erkannten die Ärzte keine Chance zur Gesundung. So wurde er am 14. Juli 1976 von Frankfurt aus in das ordenseigene Pflegeheim nach Münster, Haus Sentmaring, gebracht. Noch 13 Jahre lang blieb er ans Bett gebunden. Sein bewundernswerter Kölner Humor, der so viele Mitbrüder ergötzen und erfreuen konnte, verblaßte mehr und mehr. Gott forderte von ihm viel Geduld und Vertrauen, um seinen Zustand zu ertragen. Er starb am Morgen des 23. Juni 1989. Auf dem Friedhof im Park von Haus Sentmaring haben wir ihn am Mittwoch, dem 28. Juni, begraben.

R. i. p.