Bruder Jakob Deckers SJ
geboren am 12. Dezember 1906 in Rheinberg/Rhld.
Ordenseintritt am 8. Juli 1931 in 's-Heerenberg
gestorben am 13. September 1994 in Münster

"Bei dir ist die Quelle des Lebens,
in deinem Licht schauen wir das Licht"
(Ps. 36,10)

Jakob Hubert Deckers erblickte als das "mittlere" von neun Kindern am 12. Dezember 1906 als Sohn des Metzgers Anton Deckers und seiner Frau Josefine, geb. Hoyer, in Rheinberg das Licht dieser Welt. Nach dem frühen Tod des Vaters lag die Sorge für die Familie ganz auf den Schultern der Mutter. Jakob erlernte das Malerhandwerk.

Am 8. Juli 1931 trat er in das Noviziat der Gesellschaft Jesu in 's-Heerenberg/Niederlande ein. Von 1933 an durchwanderte er unterbrochen durch den Dienst bei der Wehrmacht (1940/41) - eine Reihe Häuser der damaligen Niederdeutschen Provinz: in Hochelten, Köln, Frankfurt/M. und Münster "... als Provinz-Anstreicher", wie sich ein Mitbruder in einem Gedicht zum 80. Geburtstag ausdrückte. Seine große Zeit war aber zweifellos die Tätigkeit in Frankfurt/St. Georgen von 1950 bis 1953, gefolgt von einer zehnjährigen Unterbrechung in Münster, und dann noch einmal von 1963 bis 1979:

Nach einer Magenoperation im Jahr 1976 war er geschwächt und auf Dauer der harten Arbeit nicht mehr gewachsen. Deshalb zog er 1979 ins Canisiushaus nach Köln, um für Hausarbeiten zur Verfügung zu stehen. Im Mai 1986 siedelte er, da sein Herz nicht mehr belastungsfähig war, in unser Altersheim nach Berlin-Kladow über. Nachdem ihn dort seine nahestehenden Mitbrüder durch Tod oder Versetzung verlassen hatten, wünschte er sich, seinen Lebensabend in Münster zu beschließen. Am 3. August 1994 traf er hier ein. Etwa sechs Wochen später rief ihn der Herr in die ewige Heimat, zur Quelle des Lebens.