P. Franz Feldmann SJ
geboren am 22. Oktober 1909 in Senden
Ordenseintritt am 9. Februar 1931 in 's-Heerenberg
gestorben am 25. März 2002 in Münster

"Der Herr ist mein Licht und mein Heil"
(Psalm 27)

Am 22. Oktober 1909 wurde Franz Feldmann in Senden in der Nähe von Münster geboren. Zusammen mit drei Geschwistern wuchs er auf, machte am Gymnasium Paulinum sein Abitur, studierte ein Semester an der Technischen Hochschule in Hannover und trat am 9. Februar 1931 in das Noviziat der Gesellschaft ein.

Als Folge Kulturkampfes befanden sich die Studienhäuser des Ordens noch immer in Holland, so machte er seine philosophischen Studien in Valkenburg bei Maastricht. In diesen Jahren bot die südbrasilianische Jesuitenprovinz Studienplätze an. So fuhr Franz mit einer Gruppe von Mitbrüdern über den Ozean und setzte seine Studien in Sao Leopoldo fort. Hier wurde er am 26. Juli 1939 zum Priester geweiht. Die Ausbildung ging weiter, der Kriegsausbruch verhinderte die Rückkehr nach Deutschland, und so arbeitete er fünfzehn Jahre in der Pfarrseelsorge, auch als Religionslehrer, und kam erst im April 1956 in die Heimat zurück.

Zehn Jahre war er in der Residenz Saarlouis, trug die Seelsorgsarbeiten mit, die das Haus übernommen hatte. Darauf war er drei Jahre in der Pfarrei St. Bernward in Hannover/Döhren und erhielt 1969 vom Bischof von Hildesheim die Pfarrei Herz-Jesu in Neuhaus an der Oste. Hier konnte er in vielfachem Engagement sein seelsorgliches Herz einbringen. Unvergessen bleibt dort sein wesentliches Mittun beim Aufbau eines Abenteuerspielplatzes, der bei einem Wettbewerb des Landes Niedersachsen den ersten Preis erhielt.

Auf die Jahre in der Diaspora des Nordens folgte eine Zeit in Frankfurt, bis er im Jahre 1985 nach Münster kam und von hier zu verschiedenen Arbeiten aufbrach, in erster Linie nach Wolfsburg.

P. Feldmann war Münsterländer durch und durch, von Jugend an der Natur verbunden, sportlich stark und bis zum 90. Geburtstag auf Ganztagstouren mit dem Rad unterwegs. Die Sorge um die Menschen war sein Leben.

Die letzte Krankheit dauerte drei Monate: ein Auf und Ab, zwei Operationen, er gab die Hoffnung nicht auf. Bis zur letzten Stunde blieb er fest mit seinem Herrn verbunden.

R.i.p.