Bruder Peter Franken SJ
geboren am 13. September 1909 in Viersen
Ordenseintritt am 29. Oktober 1927 in 's-Heerenberg
gestorben am 31. Januar 1998 in Münster

"Nun bleibt mir noch, mich auf einen guten Tod vorzubereiten
und in die gütigen Vaterarme Gottes zu werfen,
um ihm zu danken für ein glückliches Leben in seinem Dienst."
(Br. Franken 1985)

Nach diesem Schlußwort unter seinem Lebenslauf blieben Bruder Peter allerdings noch acht Jahre, in denen er seinen vorbildlichen Dienst im Provinzialat fortsetzen konnte, und als er am 1. Juli 1993 nach Münster kam, war er voll ansteckender Freude. Sein Wort von der Vorbereitung auf einen guten Tod war aber ernst gemeint und man erlebte, wie er sich in die Stille zurückzog. Auch seine Krankheit, das lange Darmleiden, hatte seinen Kräften zugesetzt, und so konnte er keine Abhilfe mehr bei einem Darmverschluß erhalten.

Nach seinem Bekunden hat ihn sein damaliger Viersener Kaplan Engels zur Gesellschaft Jesu auf den Weg gebracht. Aber es gab einige Hindernisse zu nehmen. Da klingt es so echt nach Br. Aufderspringe: "Geh mal wieder nach Hause, damit Du in der frischen Luft etwas kräftiger wirst." Mit 18 begann er bei P. Schmitz das Noviziat. Die schwierigen Verhältnisse nach dem Ersten Weltkrieg bewirkten, daß Peter seine begonnene Schreinerlehre nicht zu Ende bringen konnte, und so wurde er vom Noviziat ab in verschiedenen Aufgaben zur Reife gebracht: Gehilfe im Refektorium, Krankenpflege u. a. Im Schwarzwald zur Erholung von einer Lungenkrankheit, lernte er nebenher Schreibmaschinenschreiben, und der Novize Fritz Braun unterrichtete ihn in Stenographie. Dies wurde zu seinem Schicksal als bodenständiger Mittelpunkt des Provinzialats. Wann immer irgendein Mitbruder in die Stolzestraße kam, hatte er Grüße an Br. Franken auszurichten. Nie in Hetze, freundlich und liebenswürdig, lieh er jedermann seine Dienste, der ihn darum bat. Gewissenhaft im großen und im kleinen, war er unser stets bereiter Helfer. Wir danken ihm mit unserem Gebet.