P. Hans Häcker SJ
geboren am 10. Juli 1908 in Schlebusch
Ordenseintritt am 26. April 1927 in 's-Heerenberg
Priesterweihe am 27. August 1938 in Valkenburg

Ich rufe zum Herrn, er hört mein Klagen.
Er befreit mich von denen,
die gegen mich kämpfen.
Wirf deine Sorgen auf den Herrn,
er hält dich aufrecht. (Ps. 55,17.20.23)

Die Intelligenz hatte er von seiner Mutter Anna. Sie wäre gern Lehrerin geworden, mußte aber in einer Weberei arbeiten. Eine gelegentliche Heftigkeit, auch in der Stimme, besaß er von seinem Großvater, einem Bahnwärter, der schon mal jähzornig werden konnte. Die musikalische Begabung hat er von seinem Vater Johann, der Violine, Gitarre und Trompete spielte. Er war in einer Sprengstoffabrik tätig, 25 Jahre lang. Obschon häufig in Lebensgefahr, kam er ohne ernste Verletzungen davon. Als die Fabrik 1926 geschlossen wurde, teilte er das Los der Arbeitslosen.

Die Musik blieb für P. Häcker bis in seine letzten Lebenstage eine Art Hobby. Während der Studienjahre in Valkenburg und der drei Interstizjahre im Aloisiuskolleg in Bad Godesberg kamen seine kreativen Fähigkeiten auch im Theaterspiel zur Geltung.

Auf die Höhere Schule wurde der eifrige Meßdiener, wie auch sein einziger Bruder Peter, durch Kaplan Lieser vorbereitet. Nach dem Abitur 1927 trat er am 26. April 1927 zu 's-Heerenberg in die Gesellschaft Jesu ein. Die Lektüre eines Buches über Ignatius und Exerzitien bei P. Schilgen hatten ihn ins Herz getroffen und dazu motiviert.

Nach der Priesterweihe in Valkenburg am 27. August 1938 und nach dem Terziat bei P. Steger in Pullach wurde P. Häcker im Noviziat eingesetzt, zunächst als Socius, und dann nach seiner Militärzeit (1941-1945) als Novizenmeister.

1949 wurde er Spiritual für die Seminaristen in Frankfurt, Sankt Georgen. Im September 1964 begann seine sehr segensreiche Tätigkeit in Köln, Sankt Peter. Für die Mitbrüder diente er als Minister und Gastpater. In der Kirche wirkte er als eifriger Beichtvater und als anerkannter Prediger. Das war nicht leicht bei dem überragenden Predigttalent von P. Schuh. Während dieser Jahre hatte er verschiedene Krankheiten und Operationen zu bewältigen u. a. an Galle, Niere und Darm. Arthrose und ein Augenleiden machten ihm zu schaffen, bis ein Schlaganfall mit rechtsseitiger Lähmung ihn zum Pflegefall machte. Am 2. Februar 1987 kam er nach Münster, Haus Sentmaring. Hier war er als liebenswerter Mitbruder geschätzt. Durch ein Herzversagen am Morgen des 26. Februar 1998 rief Gott ihn zu sich in die Ewigkeit.