P. Hans Jeggle SJ
geboren am 24. Dezember 1912 in Münster
geweiht am 30. April 1941 in Valkenburg/Holland
gestorben am 16. Januar 1988 in Münster

P. Jeggle wurde am 24.12.1912 in Münster geboren als Sohn der Eheleute Josef und Elly Jeggle. Er war der älteste von sechs Geschwistern; die einzige Schwester starb jung im Jahre 1940. In Münster verbrachte er seine Jugendjahre bis zum Abitur 1932.

Durch P. Walter Sierp SJ bekam er gelegentlich einer Volksmission in St. Ida, Gremmendorf Kontakt zu den Jesuiten. Dem folgte der Eintritt in das Noviziat in 's-Heerenberg am 6. April 1932. Nach den ersten Gelübden 1934 ging er für drei Jahre nach Pullach bei München zum Studium der Philosophie. Wie üblich schloß sich eine zweijährige praktische Arbeit an als Präfekt im Aloisiuskolleg in Bad Godesberg, eine Arbeit, die ihm viel Freude bereitet hat.

Das Studium der Theologie, das im Herbst 1939 in Valkenburg begann, war überschattet durch den Ausbruch des 2. Weltkriegs. Deshalb wurde er schon nach 1 1/2 Jahren am 30. April 1941 zum Priester geweiht. Nach der Beschlagnahme des Kollegs durch die Nazis wurde P. Jeggle Kaplan in Duisburg St. Ludgeri. In diese Zeit fiel auch seine Einberufung zum Wehrdienst, die nach 10 Tagen wegen "Wehrunwürdigkeit" der Jesuiten ein schnelles Ende fand.

Nach Kriegsende mußte er zuerst die 1942 abgebrochenen Studien fortsetzen und kam so 1945 zum ersten Mal nach Büren. 1946/47 machte er das Tertiat in Köln, und war dann zwei Jahre lang in Essen, Münster und Oldenburg in der Lehrerseelsorge eingesetzt.

Im Juli 1950 kam er wieder nach Büren - diesmal als Minister. Ab Oktober 1954 finden wir ihn als "Bau-Minister" und Ökonom in St. Georgen/Frankfurt. 1962 war diese Aufgabe mit der Fertigstellung der neuen Kapelle (einschließlich Orgel) beendet.

Er wurde Studentenseelsorger zuerst in Bremen, dann in Hamburg, natürlich wieder gleichzeitig Minister und Ökonom. Nach 10 Jahren rief man ihn wieder als Minister und Ökonom in ein großes Haus, nach Haus Sentmaring in Münster.

Von der Seelsorge wollte er sich nicht ganz trennen; er begann, soweit es zeitlich möglich war, Exerzitien zu geben. In diesem Bereich war er bis zu seinem Lebensende gern, mit vollem Einsatz und großer Anerkennung tätig.

Als er 1978 wiederum in Büren Minister und 1984 in Koblenz Superior wurde, vergaß er nie sein Hauptanliegen, in der Exerzitienarbeit zu wirken. Hierfür sind ihm sicher viele, gerade auch Ordensschwestern, dankbar. Seinem unermüdlichen Wirken setzte der Tod am 16. Januar 1988 ein Ende.