Wohlan, du guter und getreuer Knecht,
geh ein in die Freuden deines Herrn.

Der Verstorbene wurde in Lobberich bei Kempen/Ndrh. geboren. Nach seiner Schulzeit machte er seine Lehre bei der Landschaftsgärtnerei Laurentius in Krefeld. Diese gutkatholische Familie war entscheidend für seinen Beruf zur Gesellschaft Jesu.

Am 30. Sept. 1895 trat er in Blijenbeek in das Noviziat unter P. Thill ein. Die nächsten Stationen waren Exaeten, Luxemburg und Valkenburg. Gegen Ende des 1. Weltkrieges wurde er noch eingezogen und kam als Krankenträger nach Nordfrankreich. Dort geriet er in englische Gefangenschaft. Nach der Entlassung kehrte er 1919 nach Valkenburg zurück.

Als nach dem 1. Weltkrieg wieder Niederlassungen der Gesellschaft Jesu in Deutschland gegründet wurden, übernahm Br. Kox in fast allen größeren Häusern die Anlage von Garten und Park: so im neuen Noviziatshaus in Mittelsteine, in Zobten, im Aloisiuskolleg zu Bad Godesberg, wieder in Mittelsteine, in Oppeln, zuletzt in Frankfurt-St. Georgen. Er machte in der Nazizeit die Auflösung der Häuser in Godesberg, Mittelsteine und Bonn mit.

Das Ende des Krieges erlebte er als Gärtner des Priesterseminars in Limburg. Nach dem Krieg begann er in Godesberg, ging dann in das neue Noviziat in Eringerfeld und kam wieder nach St. Georgen. Dort feierte er am 15. September 1955 sein diamantenes Ordensjubiläum. Da seine Kräfte immer mehr abnahmen und er auf Pflege angewiesen war, siedelte er 1961 in das neuerrichtete Altersheim der Provinz nach Münster über. Die letzten Monate war er sehr gebrechlich und ans Bett gefesselt. Am Palmsonntagnachmittag schlief er ruhig hinüber in die Ewigkeit.

Sein ganzes Leben war unermüdliche und treue Arbeit. Die wenigen freien Stunden, die er sich gönnte, schenkte er dem Gebet. Dort holte er sich die Kraft zur Hingabe an seinen Beruf. Seine kurzen Aufzeichnungen über seine Soldatenjahre beginnen mit den Worten: Alles für dich, o göttliches Herz Jesu. Diese Worte können über seinem ganzen Leben stehen.

R. i. P.