P. Karl Linde SJ
* 12. Juli 1922
22. Oktober 1988

Er stammte aus dem Bistum Osnabrück, aus Nordhorn, einer kleinen Stadt im westlichen Niedersachsen, nur 4 km von der holländischen Grenze entfernt. Dort wuchs er zusammen mit 2 Schwestern auf.

Nach seiner Militärzeit und Kriegsgefangenschaft kam er am 3. September 1946 nach Eringerfeld bei Lippstadt ins Noviziat der Gesellschaft Jesu. Seine philosophischen und theologischen Studienjahre verbrachte er zum großen Teil im Ausland, in Belgien (Löwen) und in England (Heythrop). Für die letzten 2 Jahre kam er nach Frankfurt, Sankt Georgen, wo er auch am 27. Juli 1955 die Priesterweihe empfing.

Nach Vollendung seiner Ausbildung durch das Terziat in Münster, wurde er für die Arbeit in Dänemark bestimmt. Zunächst kam er für 6 Jahre als Lehrer nach Aarhus, der zweitgrößten Stadt des Landes und später, 1979 bis Ende 1987, als Seelsorger an unsere Herz Jesu Pfarrei in Kopenhagen. In der Zwischenzeit war er in verschiedenen seelsorglichen Bereichen und als Hausoberer in Bremen, in Trier und in Münster tätig.

Ein Schlaganfall führte zu Lähmungen und zur fast völligen Sprech- und Schreibbehinderung. Auch eine Beinamputation wurde erforderlich. So mußte er Ende 1987 schweren Herzens sein geliebtes Dänemark verlassen und in das ordenseigene Alten- und Pflegeheim nach Münster, Haus Sentmaring, übersiedeln. Infolge eines erneuten schweren Schlaganfalls am 9. Oktober, der zu einem anhaltenden Koma führte, wurde er fast zwei Wochen später vom Clemenshospital in das jenseitige Leben abberufen.

Eine besondere Freude, aber auch Trauer, bewegten ihn, als 6 Mitbrüder aus Dänemark ihn nur wenige Wochen vor seinem Lebensende besuchten. Niemand ahnte seinen so nah bevorstehenden Tod.

Ein großes Wohlwollen, eine heitere Lebensart und eine tiefe Glaubenskraft prägten sein Leben.

Er möge leben im Frieden bei Gott.