P. Josef Loosen SJ
* 29. Mai 1904 in Düsseldorf
in den Orden eingetreten am 10. April 1923 in 's-Heerenberg
13. Mai 1999 in Münster

"Gott, schenke uns das feste Vertrauen,
daß auch wir zu der Herrlichkeit gerufen sind,
in die Christus uns vorausgegangen ist."
(aus der Oratio von Christi Himmelfahrt)

Während die Mitbrüder von Haus Sentmaring beim Festhochamt von Christi Himmelfahrt in der Kapelle versammelt waren, kehrte P. Josef Loosen heim zum Vater in die ewige Heimat.

Seiner rheinischen Heimat entsprach sein hintergründiger Humor und manchmal versteckter Witz und die Nase für einen guten Tropfen. Gleich nach seinem Abitur begann er mit 19 Jahren, wie es bis in die 60er Jahre hinein noch üblich gewesen ist, das Noviziat in der Gesellschaft Jesu. Ort seiner philosophischen und theologischen Unterweisung war Valkenburg in Holland, eine Art Kaderschmiede etlicher Jesuiten-Generationen. Vor Beginn der theologischen Studien wurde ihm eine vierjährige Intertizzeit in Münster und Bad Godesberg auferlegt, die zu seiner Destination als Jugendseelsorger hätte führen können.

Aber seine Berufung war die Verkündigung des Christusglaubens als Hochschulprofessor. Nach dem Tertiat auf der Rottmannshöhe nahm er in der Königstraße in Münster Wohnung. Ein Biennium an der Theologischen Fakultät der Uni Münster schloß mit seiner Promotion zum Dr. theol. und seiner Berufung als Dogmatikprofessor an der Jesuitenhochschule St. Georgen in Frankfurt.

40 Jahre lang vermittelte er seinen Schülern ein solides Glaubenswissen, unbeirrt von den diversen Lehrmeinungen, die mit wohlklingenden Worten und eleganten Formulierungen Zweifel säen. Schließlich mußte er sich 1984 seiner schwachen Gesundheit wegen von Frankfurt zurückziehen. In Schleiden/Eifel - wirkte er als Hausgeistlicher im Kloster Maria Hilf. Münster wurde ab 1990 sein Altersruhesitz. Ein Herzversagen im Gefolge einer Lungenentzündung führte ihn den Weg zum Vater.

R.i.p.