Bruder Friedrich Mescheder SJ
geboren am 8. August 1911 in Brachbach /Sieg
Ordenseintritt am 8. Juli 1931 in 's-Heerenberg
gestorben am 6. Mai 2001 in Münster

"Selig der Knecht, den der Herr bei seinem Kommen wachend findet"
(Mt 25,46)

Am 8. August 1911 wurde Friedrich Mescheder als Sohn des Bergmanns Peter Mescheder und seiner Frau Maria geb. Link in Brachbach/Sieg geboren. Er war das fünfte von sechs Kindern und hat alle seine Geschwister überlebt.

Nach der Schule machte Fritz zunächst eine kaufmännische Lehre in Siegen, schloß eine Schneiderlehre mit Gesellenprüfung an und trat 1931 in das Noviziat der Gesellschaft Jesu in 's-Heerenberg in Holland ein. Nach den Gelübden am 31. Juli 1933 arbeitete er in der Schneiderei des Noviziatshauses weiter. Aufgaben an der Pforte und in der Sakristei kamen dazu, bis er 1940 zum Militärdienst eingezogen wurde. Er machte den Einmarsch nach Rußland mit, wurde dann aber Ende 1941 wie viele seiner Mitbrüder als Jesuit aus der Wehrmacht entlassen. Es folgte ein Zwischenaufenthalt in Trier, darauf arbeitete er bis zum Ende des Krieges bei Ordensschwestern in Paderborn und legte in dieser Zeit das staatliche Examen als Krankenpfleger ab. Nach dem Kriege war er zehn Jahre Schneider in unserer großen Residenz in Köln, von 1956 bis 1969 dann wieder Schneider im Noviziat, erst in Eringerfeld, darauf in Ascheberg.

1969 brachte ihm mit der Leitung der Pflegestation im Altenheim des Ordens in Münster eine ganz andere Aufgabe, für die er in den Paderborner Jahren vorbereitet worden war.

1978, 67 Jahre alt, kehrte er für 16 Jahre nach Köln zurück, seine Arbeit lag nun an der Pforte und in der Sakristei. Im Sommer 1994 nahm er das Angebot seiner Oberen dankbar an, nun als Ruheständler nach Münster überzusiedeln.

Bis zum letzten Abend seines Lebens konnte er als frohgemuter, liebenswerter Mitbruder am Leben der Kommunität voll teilnehmen, sich beim Gottesdienst, in der Sakristei, beim Bügeln mit kleinen Diensten einbringen. Wie vom Noviziat her gewohnt, begann der Tag mit der Betrachtung, aber auch an manchen anderen Punkten des Tages sah man ihn mit seinem Herrn verbunden. Es wurde ihm geschenkt, auch die letzten Tage seines Lebens in diesem Rhythmus zu verbringen. Am Sonntag des Guten Hirten wurde er heimgerufen.