Bruder Bernard Ossenkopp SJ
geboren am 28. Oktober 1915 in Söhre bei Hildesheim
Ordenseintritt am 10. April 1952 in Eringerfeld
gestorben am 15. Oktober 1997 in Münster

"Wer Gott hat, dem fehlt nichts: Gott allein genügt."
(Theresia von Avila)

Mit einer sehr tapfer ertragenen Atemnot in seinem Todeskampf ist Br. Ossenkopp am Mittag des 15. Oktober dahin gegangen, wo Gott alles in allem ist.

Söhre ist eines von den an die dreißig katholisch geprägten Dörfern des Stifts Hildesheim, dabei von niedersächsischer Lebensart. Glaube und Heimattreue haben Br. Ossenkopp unverwechselbar geprägt. Er war der jüngste von fünf Söhnen, die aus der Familie von Heinrich Ossenkopp und Luise, geborene Höxter, stammen. In Hildesheim erlernte er das Tischlerhandwerk und schloß mit der Gesellenprüfung ab.

Dann aber spürte er die Berufung zum Ordensstand. Dabei half ihm eine Religiöse Woche, die P. Offergeld hielt, und Rekrutenexerzitien durch P. Schütte in Hannover. Leider wurde seine Berufsentscheidung durch den Krieg hinausgezögert. Es waren lange Jahre im Soldatenrock in West und Ost, in Lazaretten und Gefangenschaft.

1950 übernahm er es, seine an Gicht leidende Mutter zu pflegen. Sie starb 1951, und im folgenden Jahr finden wir Bernard Ossenkopp als Novize der Gesellschaft Jesu in Eringerfeld.

Nach den ersten Gelübden kommt er 1954 nach Frankfurt, St. Georgen, wo er in der Tischlerei mitarbeitet. Für drei Jahre wird er nach Köln berufen, in gleicher Tätigkeit, und wirkt nebenher als Krankenpfleger. Von 1959 bis 1964 ist er wieder in St. Georgen und betreut neben der Schreinerarbeit die Pforte. Seit dem 21. Februar 1964 gehört er zum Stamm von Haus Sentmaring. Trotz fortschreitender Arthrose, die ihm viele Schmerzen brachte, versah er bis zuletzt den Dienst als Sakristan mit großer Aufmerksamkeit für die Instandhaltung der Gewänder und die Sauberkeit der Wäsche. Mit Umsicht sorgte er für alles, was für den Vollzug der Liturgie gebraucht wurde. Dies Tun hat er geliebt und darin sein "Gott allein genügt" gefunden.

R. i. p.