P. Josef Albert Otto SJ
geboren am 15. April 1901 in Celle
gestorben am 24. Mai 1981 in Münster

Als jüngstes Kind des Lehrers Karl Otto und seiner Frau Maria kam P. Josef Albert Otto am 15. April 1901 in Celle zur Welt. Er wuchs mit einer Schwester und einem Bruder auf. 1907 zog die Familie nach Hildesheim. Am dortigen Josephinum legte P. Otto 1920 die Reifeprüfung ab und trat am 10. April in 's-Heerenberg in die Gesellschaft Jesu ein.

Schon frühzeitig beschäftigte ihn der Missionsgedanke. Nach Abschluß der philosophischen Studien in Valkenburg arbeitete er von 1925-28 in der Redaktion der "Katholischen Missionen" in Bonn mit. Nach seiner Priesterweihe am 27. August 1931 und nach Abschluß der theologischen Studien ging er 1932 wieder nach Bonn zu den "Katholischen Missionen" und studierte gleichzeitig Religionswissenschaft. 1935-37 setzte er diese Studien in Rom fort. 1938 erfolgte seine Ernennung zum Schriftleiter der "Katholischen Missionen".

Nachdem 1939 die Zeitschrift durch die damaligen Machthaber verboten wurde, wirkte P. Otto an verschiedenen Orten in der Seelsorge. Unmittelbar nach dem Zusammenbruch begann er im Sommer 1945 mit dem Aufbau der Redaktion und der Bibliothek. P. Otto verstand Mission als helfende Liebe und in diesem Sinne setzte er all seine Kräfte in verschiedenen Bereichen zur Förderung des Missionsinteresses und zur theologischen Neubesinnung des Missionsgedankens ein, eine segensreiche und von vielen Erfolgen gekrönte Tätigkeit. 1968 zog er sich zwar aus der Schriftleitung zurück, die er in jüngere Hände gab, half aber - wo er nur konnte in der Redaktion und Bibliothek mit. Anläßlich seines 70. Geburtstages wurde ihm in Anerkennung seiner Verdienste das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.

Seine letzten Lebensjahre bestimmten in wachsendem Maße Krankheit und Altersbeschwerden, die ihn heranreifen ließen zum "Vollalter Christi". In den Abendstunden des 24. Mai 1981 vollendete der Herr ein Leben, das vorbehaltlos in seinem Dienst stand.