Bruder Alfred Reusch SJ
geboren am 21.Juni 1913 in Nentershausen/Ww.
Ordenseintritt am 25. Juli 1936 in 's-Heerenberg
gestorben am 21. März 2001 in Münster

"Herr, du zeigst mir den Pfad zum Leben, vor deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle."
Aus der Liturgie des Sterbetages (Ps 16,11)

Br. Alfred Reusch kam am 21. Juni 1913 als Jüngster von acht Geschwistern in Nentershausen/Westerwald zur Welt. Der Vater war Bergmann. Zwei Geschwister starben sehr früh, hart traf den Siebenjährigen der Verlust der Mutter. Die älteste Schwester übernahm die Sorge für die Familie, nahm Alfred auch nach ihrer Heirat mit in die neue Familie, denn auch den Vater verlor Alfred schon mit dreizehn Jahren.

Nach der Schule begann er eine Schneiderlehre, die er nach drei Jahren mit der Gesellenprüfung abschloß. Damit war schon eine Weiche für seine spätere Arbeit im Orden gestellt. Der Ruf des Herrn holte ihn 1936 in das Noviziat der Jesuiten nach 's-Heerenberg in Holland, und am Ignatiusfest 1938 band er sich in den ersten Gelübden fest an den Orden. Die Arbeit in der Schneiderei war seine erste Aufgabe, der Dienst in der Sakristei kam sehr bald dazu.

Nach seiner Soldatenzeit in der Luftnachrichtentruppe von Januar 1942 bis Mai 1943 erhielt er an der Pforte der Hochschule Sankt-Georgen, in Frankfurt seinen dritten Aufgabenbereich. Neben kürzeren Aufenthalten in Dortmund und Köln waren Frankfurt und Münster die Orte, in die er mehrmals für längere Zeit gerufen wurde. Immer lautete der Auftrag: Pforte - Schneiderei - Sakristei.

In Münster gehörte Alfred Reusch zu den ersten, die nach dem Kriege im Juni 1945 zum Wiederaufbau des Hauses zurückkamen. Hier fand er am Ende seines Lebens in der Pflegeabteilung die Hilfe, die seine abnehmenden Kräfte brauchten.

Am Vormittag des 21. März ist er heimgegangen zum Herrn, in dessen Dienst er sich gestellt hatte.