Zum frommen Gedenken an
Bruder Max Schlickum SJ
1880-1919

Die Gelübde,
die ich vor Dir getan,
Gott, sie halten mich fest:
Opfer des Lobes
werd ich Dir bringen.
Ps 55

Er wurde am 26. 7. 1880 in Düsseldorf am Rhein geboren. Nach seiner Schulzeit, einer Gärtnerlehre in Bocholt und der Militärzeit in Berlin machte er in Düsseldorf bald eine eigene Gärtnerei auf und war vor allem als Landschaftsgärtner tätig. Im Jahre 1910 pilgerte er zu Fuß nach Rom und unternahm anschließend eine Wallfahrt ins Heilige Land. Daraufhin entschloß er sich, Ordensmann zu werden. Er übergab das Geschäft seinen Geschwistern und trat 1913 in die Gesellschaft Jesu ein. Nach dem Noviziat in
s'-Heerenberg in Holland nahm er noch am 1. Weltkrieg teil.

1918 kam er für einige Jahre nach Valkenburg an das Ignatiuskolleg, von da aus in das frühere Exerzitienhaus bei Bendorf und war danach von 1925 bis 1941 in der Residenz in Bonn. Während des 2. Weltkrieges fand er Aufnahme bei den Mitbrüdern in Steyr in Osterreich. Nach seiner Rückkehr, 1948, arbeitete er in der Residenz in Dortmund, bis sie aufgelöst wurde. Dann wurde er in das Canisiushaus nach Köln versetzt. Neben seinem Amt als Gärtner hat er in allen Häusern immer wieder viele andere Dienste übernommen. Seit 1976 lebte er im Haus Sentmaring in Münster. Dort ist er am 22. Februar 1979 im hohen Alter von 98 Jahren in aller Stille entschlafen.

Gott, der Herr, schenkte ihm die Gnade eines langen Lebens, das erfüllt war von beispielhafter Selbstlosigkeit in seinem unermüdlichen Dienst für die Mitbrüder und die Kirche. Ein von solcher Liebe erfülltes Leben ist auch ein von Gott erfülltes Leben.