Zum Gedenken an

P. Heinrich Schröder SJ
* 10. Februar 1899
5. Mai 1982

P. Heinrich Schröder stammte aus Wickede/Ruhr, wo er am 10. Februar 1899 geboren wurde. Nach der üblichen Schulausbildung trat er am 2. Oktober 1919 in das Noviziat der Gesellschaft Jesu in 's-Heerenberg/Niederlande ein. Daran schlossen sich die philosophischen Studien in Valkenburg von 1921-1924 an. Ihnen folgte ein einjähriges Praktikum im Godesberger Aloisiuskolleg. Von 1925-1929 studierte er in Valkenburg Theologie und empfing dort am 27. August 1928 die heilige Priesterweihe.

Wegen seiner eher schwächlichen Konstitution blieben P. Schröder große, aufsehenerregende Leistungen versagt. Aus diesem Grunde betrauten ihn die Ordensobern mit Aufgaben, die seinen Kräften und Fähigkeiten entsprachen, wie Krankenseelsorge, Beichthören u. a. Wichtigste Stationen seines Wirkens waren Köln-Deutz, Dortmund, Bonn, Aachen, Hoch-Elten und zuletzt das Müttergenesungsheim in Schönenberg/ Bröltal. Allen, besonders Kranken und Menschen, die in seelischer Not waren, vermochte er priesterlichen Beistand und Trost zu vermitteln. Die Kraft, mit seinen eigenen Schwächen zu leben und die Last anderer auf sich zu nehmen, fand P. Schröder in der Feier der heiligen Eucharistie und einer tiefen Marienverehrung.

P. Schröder war Ordensmann und Priester und wollte es auch ganz sein. Bei aller menschlichen Begrenzung, die ihm Alter und Krankheit auferlegten, überzeugte er die ihm nahestehenden Menschen durch seine kompromißlose Glaubenshaltung. Am Morgen des 14. April traf ihn ein Schlaganfall. Ohne Vorbehalt gab er sich in Gottes Hand. Die Beschwerden und Schmerzen seiner Krankheit ertrug er in vertrauender Geduld, bis ihn sein Schöpfer und Herr in der Mittagsstunde des 5. Mai 1982 zu sich rief. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem ordenseigenen Friedhof von Haus Sentmaring in Münster.