Bruder Peter Weber SJ
1905 - 1988

Br. Peter Weber wurde am 4. Mai 1905 in Urbach bei Köln geboren. Sein Vater Werner war Stellmacher. Peter erlernte das Schreinerhandwerk. Mit großem Eifer und sehr gewissenhaft widmete er sich 8 Jahre lang dieser Aufgabe. Um seinen religiösen Neigungen mehr entsprechen zu können, trat er am 8. Juli 1929 zu 's-Heerenberg in das Noviziat der Gesellschaft Jesu ein. Auch als Ordensmann blieb er zunächst im Schreinerhandwerk tätig, sowohl im Noviziat wie danach in Bad Godesberg und in Frankfurt.

Während der Kriegsjahre war Br. Weber zum Militär eingezogen und als Fahrer eines ranghohen Offiziers eingesetzt. Nach Entlassung aus der Wehrmacht infolge eines Geheimerlasses von Adolf Hitler, der alle Jesuiten als wehrunwürdig einstufte, war Br. Weber im Dienste des Paderborner Erzbischofs Lorenz Jäger als Hausmeister und als Chauffeur tätig. Von diesen abwechslungsreichen Jahren hat er später selten und doch gern erzählt.

Während seiner Kölner Wirksamkeit (1946 1956) war er ebenfalls als verläßlicher und sicherer Autofahrer bei mehreren Provinziälen hochgeschätzt. Als er 1956 erneut nach Frankfurt, Sankt Georgen, kam, war er als Pförtner tätig, und im Sakristeidienst, der damals vor dem Konzil, als noch keine Konzelebration üblich war, sehr viel Arbeit erforderte.

Im Oktober 1976 kam er, geschwächt durch einen Schlaganfall, nach Münster, Haus Sentmaring, ins ordenseigene Alten- und Pflegeheim. Seine Jahre und Tage wurden immer stiller und ergebener in Gottes heiligen Willen. Dennoch blieb sein Interesse an den Dingen der Kommunität sehr wach. Seine Kräfte ließen nun immer mehr nach. Gegen Ende konnte er nur noch mühsam in winzig kleinen Schritten gehen. Das Wort "Orat pro Societate et Ecclesia" (Er betet für die Gesellschaft Jesu und für die Kirche) hat er sehr ernst genommen. Diese Aufgabe erfüllte seine Tage und seine Nächte.

Er entschlief am 5. November 1988 während des Abendessens im Speiseraum. Den Bemühungen des eiligst herbeigerufenen Notarztes blieb ein Erfolg versagt. In wenigen Minuten war sein Leben erloschen. Ein schnelles Sterben hatte er sich gewünscht. Dieser Wunsch wurde ihm erfüllt. Er möge leben im Frieden Gottes.