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Annette Meuthrath

Theologie aus der Sicht asiatischer Frauen

English Version

 

Aus: Stimmen der Zeit, 2006/4, p. 253-265

 

Asien ist ein Kontinent, der sich von der Türkei östlich des Bosporus bis Japan erstreckt. Hinter den fünf Buchstaben, die als Bezeichnung für eine westliche geographische Festlegung dienen, verbirgt sich eine Vielzahl unterschiedlicher Kulturen, wie sie nicht anschaulicher an den beiden "Eckpunkten" Türkei und Japan hervortreten könnte. Eine solche Vielfalt weist kein anderer Kontinent auf. Dementsprechend empfinden sich die in Asien lebenden Menschen auch nicht als Einheit. So geben sich oftmals auch Akademiker und Akademikerinnen erstaunt, wenn man den - von uns aus gesehen - Nahen Osten, also Westasien, demselben Kontinent zuordnet wie ihr eigenes Land. Die arabische Welt ist doch etwas ganz eigenes, anderes, sogar völlig fremdes und unbekanntes. Zumeist ist es unter Christen die Abgrenzung gegenüber dem Westen und der Stolz darüber, daß Jesus Christus schließlich aus Asien stammt, die bewußt werden lassen, daß Westasien mit dem Heiligen Land eben doch zu Asien gehört.

Diese kurzen Anmerkungen sollen genügen, um darauf hinzuweisen, daß, wollte man dem Titel dieses Beitrags "Theologie aus der Sicht asiatischer Frauen" gerecht werden, eher ein mehrbändiges Werk denn ein kurzer Aufsatz zu verfassen ist, der notgedrungen bruchstückhaft bleiben muß {1}. Deshalb erlaube ich mir, dieselbe Einschränkung vorzunehmen, die in den Köpfen vieler Süd- und Ostasiaten selbstverständlich ist, und werde mich im folgenden auf den Raum Süd-, Südost und Nordostasien beschränken {2} - eine "Beschränkung", die allerdings nicht wirklich diesen Namen verdient. Denn wir haben es in diesem Gebiet mit einer Vielfalt von Kulturen, Völkern, politischen und ökonomischen sowie gesellschaftlichen Lebenskontexten zu tun. Allein in Indien gibt es neben Hindi und Englisch noch 17 gleichberechtigte, als Amtssprachen anerkannte National- und zahlreiche andere Sprachen und Dialekte. Neben sozialistischen Systemen gibt es die Militärdiktatur in Myanmar, und gleichzeitig hat Asien mit Indien die größte Demokratie der Welt. Während Länder wie Myanmar und Bangladesh zu den ärmsten Ländern der Welt gehören, sind Japan {3}, Taiwan und Südkorea wirtschaftlich starke Nationen, die dem globalen Vergleich durchaus standhalten können.

Aber nicht nur sozio-kulturelle, politische und ökonomische Unterschiede kennzeichnen Asien. So ist Südasien die Wiege großer Weltreligionen wie des Buddhismus und Hinduismus. Auch hiervon ist das Leben vieler Christen in Asien gekennzeichnet, die außer in den Philippinen, Ost-Timor und Südkorea eine oftmals verschwindend kleine religiöse Minderheit in ihrem Land bilden -

 


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ein Faktum, das sie von den Christen in Europa, Amerika und Afrika deutlich unterscheidet. Ein weiterer, für die Menschen in Asien auch heute noch prägender Faktor ist die Tatsache, daß fast alle Länder Asiens Kolonien europäischer Kolonialmächte oder Besatzungsgebiete asiatischer Okkupatoren waren, wie zum Beispiel China und Korea, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Japan besetzt waren.

 

Merkmale und Ausgangspunkte

Asiatische Frauen machen etwa ein Viertel der Weltbevölkerung aus. Sie alle leben in einem multi-lingualen, multi-religiösen und multi-ethnischen Kontext. Frauen unterscheiden sich durch ihre ethnische Zugehörigkeit, ihre Kaste, ihre wirtschaftliche Situation, ihre sexuelle Orientierung und durch Migration (Kwok 2000, 10, 41f.) Trotz aller Unterschiedlichkeit in den Sprachen, Konzepten und Lebensumständen, die es nach Kwok Pui-lan, einer aus China stammenden und heute in den USA lehrenden Theologin, den asiatischen Theologinnen erschwert haben, einen eigenen Begriff für ihre befreiende Theologie zu prägen, gibt es für viele asiatische Theologinnen dennoch einen gemeinsamen Ausgangspunkt ihrer theologischen Arbeit: Basis sind die Erfahrungen asiatischer Frauen von Schmerz und Leid (Wansbrough 1996, 6).

Die australische Theologin Ann Wansbrough zitiert in ihrem Bericht über einen Workshop des "Asiatischen Frauen-Ressource-Zentrums für Kultur und Theologie" ("Asian Women's Resource Centre for Culture and Theology", AWRC), der im Oktober 1995 in Kuala Lumpur stattfand, aus einem Beitrag der in der Schweiz lehrenden philippinischen Theologin Elizabeth Tapia. Dieser Beitrag skizziere das Wesen ("nature") der Theologie aus der Perspektive asiatischer Frauen auf brilliante Weise (Wansbrough 1996, 6). Die von Tapia herausgearbeiteten Merkmale treffen auch heute noch zu, wenn sie auch durch die kritische Brille der von Kwok Pui-lan erarbeiteten Herausforderungen an eine feministische Theologie und der von der südkoreanischen Theologin Kang Nam-Soon erhobenen Kritik an den gemeinsamen Ausgangspunkten der Theologie gelesen werden müssen. Bevor wir aber auf die Herausforderungen und Kritikpunkte zu sprechen kommen, zunächst die von Tapia herausgearbeiteten Merkmale (Wansbrough 1996, 6ff.) {4}:

  1. "Die Theologie aus der Perspektive asiatischer Frauen ist wie andere Befreiungstheologien eine kontextuelle Theologie." Ihre Kontexte sind Armut und Religiosität der Menschen in Asien.
  2. "Es ist eine auf Erfahrung beruhende ('experimental') Theologie", deren Ausgangpunkt die Erfahrungen asiatischer Frauen von Schmerz und Leid sind.
  3. "Asiatische Frauen engagieren sich in einer kampforientierten ('struggle centred') und auf Veränderungen abzielenden Theologie."
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  5. Sie ist gekennzeichnet von "der Kritik an kultureller und religiöser Unterdrückung".
  6. Es geht ihr um eine Reinterpretation theologischer Lehren im Verhältnis zu Frauen bzw. zum Frausein, wie zum Beispiel der Gotteslehre und Christologie, der Lehre vom Heiligen Geist und der Ekklesiologie.
  7. Als eine mögliche Primärquelle für die theologische Reflexion werden die Erfahrungen der Armen und Marginalisierten erkannt. Hier können persönliche Geschichten sowie sozio-politische Ereignisse ("histories") als Quellen der Theologie und ethischen Reflexion herangezogen werden.
  8. Sie wendet eine Hermeneutik der Vision und Hoffnung an.
  9. Kennzeichen der Theologie ist auch das besondere Miteinander von Frauen, wie es sich zum Beispiel auf Konferenzen dokumentiert, die sich durch Kreativität und Verbundenheit ("connectedness") auszeichnen.
  10. Asiatische Theologinnen suchen "nach einer neuen Identität für Frauen und nach einem tieferen Verständnis dessen, was es heißt, Mensch zu sein".
  11. Ausdruck der Spiritualität der Theologinnen sind Mitgefühl und Solidarität.

Charakteristisch für eine asiatisch-feministische Theologie ist außerdem der Rückgriff auf religiös-kulturelle Quellen auch der nichtchristlichen Religionen (vgl. z.B. Yamashita 1999, 4ff.). Die Begegnung und Auseinandersetzung mit anderen religiösen Traditionen unterscheidet die asiatischen Theologien von den westlichen. Es ist der multireligiöse Kontext Asiens, der solche Begegnungen und Auseinandersetzungen nicht nur wünschenswert, sondern auch notwendig macht und einen Schatz religiöser Traditionen für die christliche Theologie fruchtbar werden läßt.

Ein weiteres Merkmal ist, daß feministische Theologie in Asien nicht als bloße intellektuelle Disziplin oder als eine rein rationale Reflexion des christlichen Glaubens (Kwok 2000, 32) verstanden wird. Sie geht über ein rein theorethisches oder akademisches Engagement hinaus und arbeitet für eine Tranformation nicht nur der jeweiligen Gesellschaft, sondern auch der jeweiligen Kirche, um sie von den hierarchisch-patriarchalischen, frauenunterdrückenden Strukturen zu befreien. So engagieren sich viele der an Lehrinstitutionen arbeitenden Frauen auch in Nichtregierungsorganisationen und in Basisgruppen.

Daß es gerade die südkoreanische Theologin Kang Nam-Soon ist, die, anders als viele Theologinnen in Asien, nicht die Gemeinsamkeiten in den Erfahrungen von Frauen, sondern die Unterschiede herausstellt, ist sicher kein Zufall. So betont die aus einem der "Tigerstaaten" stammende Theologin, daß die Erfahrungen von Frauen in Asien "nicht einen überschreitenden ('transcending') gemeinsamen Charakter haben, da Erfahrung durch und in einer bestimmten Zeit und von einem bestimmten Ort geprägt ist, die nicht universell sein können". "Frauen", so Kang, "sind aufgeteilt in Rasse, Klassen, durch historische Ereignisse und individuelle Unterschiede" (Kang 1995, 21).

 


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Japan, Korea und Taiwan gehören in Asien zu den wirtschaftlich stärksten Mächten. Während in Ländern wie Pakistan, Bangladesh un Myanmar Armut einen für das Leben der Menschen bestimmenden Faktor darstellt, ist diese für viele Frauen in Japan und Südkorea keine prägende Erfahrung. Das ist ein Grund, warum Theologinnen in neuerer Zeit auch dazu aufrufen, die unterschiedlichen Realitäten in den Erfahrungen von Frauen zu sehen:

"Während es in der früheren Zeit strategisch wichtig gewesen sein mag, die Gemeinsamkeiten zu betonen, haben in den 90er Jahren asiatisch-feministische Theologinnen dazu aufgerufen, den Unterschieden in den Erfahrungen von Frauen mehr Aufmerksamkeit zu schenken" (Kwok 2000, 40).

Besondere Beachtung verdient dabei die wirtschaftliche Ungleichheit zwischen den Frauen. So können nach Kwok viele "Feministinnen in Ostasien nicht mehr für sich in Anspruch nehmen, wirtschaftlich unterdrückt zu sein, ohne zu sehen, daß sie von einem globalen System profitieren können, das viele andere unterdrückt". Deshalb müssen diese Frauen Theologie aus einem zweifachen Blickwinkel betreiben: aus der Perspektive der Unterdrückten und gleichzeitig aus der Sicht der Unterdrücker (Kwok 2000, 41).

Trotz aller Unterschiedlichkeit asiatischer Frauen und ihrer Lebenskontexte, die es notwendig macht, vor allem auch auf die Besonderheiten und die Diversitäten in den Erfahrungen zu schauen (Kang 1995, 21), gibt es Gemeinsamkeiten, die es asiatischen Theologinnen ermöglichen, über die Grenzen der eigenen Erfahrungen hinweg miteinander ins Gespräch zu kommen: Neben der "endlosen Armut", die zwar nicht jede Frau, wohl aber die große Mehrheit der Frauen in Asien betrifft, nennt die philippinische Theologin Mary John Mananzan die "lange Geschichte des Kolonialismus" sowie die Tatsache, daß "beinahe alle Opfer von Imperialismus" sind. Auch wenn alle asiatischen Staaten heute ihre Unabhängigkeit erlangt haben, wird das, was "von Kolonisatoren angerichtet wurde, (heute) von örtlichen Eliten fortgesetzt, die weiterhin, in stillschweigendem Einverständnis mit ausländischen Mächten, eine große Mehrheit der Menschen ausbeuten". In dieser Situation der Ausbeutung leiden Frauen unter dreifacher Unterdrückung:

"Neben Diskriminierung und Unterordnung leiden Frauen unter verschiedenen Formen von Gewalt - sowohl häuslicher als auch gesellschaftlicher Art. Oft sind sie Opfer der verschiedensten Formen von Menschenhandel: als Prostituierte und Versand-Bräute ('mail-order brides') oder als Gastarbeiterinnen in Übersee - als Hausangestellte und Animierdamen ('entertainer')" (Mamanzan 1995, 38).

Auch für die malaysische Theologin Yong Ting Jin ist die Unterdrückung von Frauen in Asien vielfältig. So kämpfen die Christen in Asien auch für Veränderungen und Befreiung innerhalb ihrer Kirche bzw. Kirchen (Yong 1996, 4).

 


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Themen feministischer Theologie in Asien

Zur Vorbereitung einer Konferenz für asiatisch-katholische Theologinnen, die 2002 in Bangkok, Thailand, stattfand, wurde ein "Call for papers" versandt {5}. Das Thema der Konferenz "Ecclesia of Women in Asia - 'Gathering the Voices of Silenced'" war möglichst weit gefaßt, um viele Theologinnen zu ermutigen, eine Kurzdarstellung ("abstract") einzusenden. Auf diesen Aufruf hin ging eine Vielzahl thematisch unterschiedlicher Beiträge ein, die sich sieben Bereichen zuordnen ließen. Diese Themenbereiche geben einen guten Einblick in die unterschiedlichen Lebenssituationen, mit denen sich Theologinnen in Asien beschäftigen: Frauen und Gewalt, Frauen und Bibel, Frauen und kirchliche Strukturen, Frauen und Spiritualität, Frauen und andere Religionen, Ökofeminismus und Methoden theologischen Arbeitens ("doing theology").

Das Thema "Frauen und Gewalt", ein Teilbereich des Themas "Lebenskontexte von Frauen", faßt die verschiedenen Formen von Unterdrückung und Gewalt (häusliche, gesellschaftliche, kulturelle, religiöse, politische, wirtschaftliche usw.) zusammen.

Das Thema "Frauen und kirchliche Strukturen" schließt einerseits die kritische Auseinandersetzung mit den patriarchalischen und hierarchischen Strukturen der Kirche sowie mit den "Mißständen" innerhalb der Kirche ein, beinhaltet aber auch die Vision einer wahrhaft partizipatorischen Kirche, einer anderen Form von "ecclesia". Kwok Pui-lan nennt zusätzlich noch die Bereiche Nachfolge ('discipleship') von Frauen und Partnerschaft von Gleichberechtigten ('partnership of equals') (Kwok 2001, 109 ff., 105 ff.).

"Frauen und Bibel" umfaßt die exegetische Arbeit, die die Bibel aus der Perspektive asiatischer Frauen liest und deutet, aber auch die Kritik an Übersetzungen und der Tradierung von Texten, in denen der patriarchalische Kontext ihrer Entstehung erkennbar ist {6}.

Der Bereich "Frauen und Spiritualität" beinhaltet die Ansätze einer ganzheitlichen Spiritualität und einer Spiritualität, die die religiösen und spirituellen Traditionen anderer Religionen Asiens in sich aufnimmt. Eine andere Herangehensweise wählt die philippinische Theologin Carmelite M. Usog, die die Spiritualität von Frauen im Dienst an der Gerechtigkeit versteht - als eine "Spiritualität, die aus dem Kampf gegen ungerechte Strukturen erwächst" (Usog 2005, 278). Kwok Pui-lan überschreibt in ihrer Einführung zur feministischen Theologie in Asien einen Themenbereich mit "Sexualität und Spiritualität" und die Unterthemen mit: "Frauen, Natur und Körper", "Ganzheitliche Sicht von Sexualität" und "Spiritualität für das Leben" (Kwok 2000, 113-125).

Eng verbunden mit einer ganzheitlichen Spiritualität ist auch der Ökofeminismus, der "das Prinzip der Sorge für das Leben in all seinen Formen" bejaht. Die natürliche Verflechtung von Frauen und Natur sieht die indische Theologin Evelyn

 


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Monteiro in der Tatsache ausgedrückt, daß "Frauen und Natur Leben von innen heraus nähren und fördern" (Monteiro 2005, XXII).

Die Glaubensinhalte, Riten und Bräuche von nichtchristlichen Religionen gehören zum Lebensalltag vieler Christen und Christinnen in Asien. In diesen anderen Religionen liegen oftmals die eigenen Wurzeln. Deshalb kann die Auseinandersetzung mit ihnen, mit ihren reichen Überlieferungen, ihrer Spiritualität, ihren Meditationpraktiken usw. helfen, die eigene Identität zu verstehen und zu bereichern. Darüber hinaus besteht die dringende Notwendigkeit, nicht nur in Solidarität, sondern auch zusammen mit Andersgläubigen an den gemeinsamen Problemen und Herausforderungen der jeweiligen Lebenskontexte und darüber hinaus zu arbeiten.

Zur Methode theologischen Arbeitens gehört nicht nur das Bemühen um einen kontextuellen und interdisziplinären Ansatz, der es ermöglicht, auf konkrete Probleme wie etwa ökonomischer und politischer Unterdrückung angemessen theologisch zu antworten, sondern auch das Heranziehen von Quellen wie beispielsweise persönliche Lebensgeschichten, sowie eine ganzheitliche und intuitive Herangehensweise (vgl. Hee 2005, 291 f.). Mit der Methode und Methodik theologischen Arbeitens ist auch die Frage nach der Ausbildung von Theologen und Theologinnen eng verknüpft.

Weitere Themen, mit denen sich asiatische Theologinnen beschäftigen, sind die Gottesvorstellungen: der Gottesbegriff, Gottesvorstellungen in einem religiös pluralistischen Kontext, Sexismus und inklusive Sprache, weibliche Gottesbilder, das Mitleiden ("compassion") Gottes und Christologie (Kwok 2000, 65-78).

 

Die Anfänge feministischer Theologie und ihre Hintergründe

Die Anfänge der asiatischen feministischen Theologie reichen in die späten 70er Jahre zurück. Auch wenn Frauen bereits vorher theologisch gearbeitet und dies zum Teil auch aus einer feministischen Perspektive getan haben, so entwickelte sich erst zu diesem Zeitpunkt ein gemeinsamer und bewußter Ansatz:

"In mehreren asiatischen Ländern entsteht und wächst unter katholischen und protestantischen Frauen das Bewußtsein, daß es notwendig ist, die Situation von Frauen und ihre fortwährenden Kämpfe theologisch zu reflektieren. Sie entdecken ebenso die Notwendigkeit, biblische und theologische Konzepte neu zu entdecken, neu zu interpretieren und neu zu formulieren und eine Spiritualität aus dem Blickwinkel von Frauen der Dritten Welt in Asien zu entwickeln" (Mananzan 1986, 51).

Mit diesen Worten beschrieb die philippinische Missionsbenediktinerin Mary John Mananzan, eine der bekanntesten Theologinnen Asiens und langjähriges Vorstandsmitglied der "Ökumenischen Vereinigung von Dritte-Welt-Theologen und Theologinnen" ("Ecumenical Association of Third World Theologians", EAT-

 


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WOT) diese ersten Schritte {7}. Seither wurden Netzwerke und Organisationen aufgebaut und Konferenzen und Treffen veranstaltet, um Forschungsmaterialien auszutauschen, originäres und kreatives theologisches Denken anzuregen und eigene theologische Schriften zu veröffentlichen.

Für einige Theologinnen, so Kwok Pui-lan, war und ist es eine ganz persönliche Situation des Leidens, die ein feministisches Bewußtsein entstehen läßt. Dementsprechend eng ist dieses Bewußtsein mit der eigenen Geschichte der Frauen verwoben (Kwok 2000, 26). Erfahrungen von Unterdrückung und Ausgeschlossensein sowie die Teilnahme an politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und Kämpfen führten zu Analysen der jeweiligen sozialen und politischen Situation. Diese Analysen machten deutlich, daß die Frauen immer die Ärmsten unter den Armen sind und keine Stimme haben. Um dem entgegenzuwirken, entstanden zum Beispiel auf den Philippinen feministische Organisationen wie die "Filipina" oder das "Zentrum für Frauenforschung" (Kwok 2000, 26 f.).

Die Wahrnehmung von Sexismus auch in marxistischen und demokratischen Bewegungen, in denen sich Frauen engagierten, führte bei den Frauen zu einer veränderten Wahrnehmung (Kwok 2000, 27). So wurde ihnen deutlich, daß ihre Befreiung nicht einfach der allgemeinen Befreiung von Menschen nachgeordnet werden konnte. Im Anschluß daran begannen Theologinnen, auch ihre eigene theologische Ausbildung und die Angemessenheit theologischer Systeme, in denen Frauen nicht ernstgenommen werden, zu hinterfragen. So treffen sich Frauen seit den 70er Jahren auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene, " um das Patriarchat in ihrer Gesellschaft und Kirche zu analysieren, Strategien für den Kampf von Frauen zu diskutieren und Quellen für ihr theologisches Arbeiten ('doing theology') zu erschließen" (Kwok 2000, 28).

Im Dezember 1982 erschien die erste Nummer der von der koreanischen Theologin Lee-Park Ai (1930-1999) {8} gegründeten Zeitschrift "In God's Image" {9}. Die Zeitschrift des Asiatischen Frauen-Ressource-Zentrums für Kultur und Theologie (AWRC), die schon lange auch über Asien hinaus viele Leser und Leserinnen gefunden hat, war und ist der theologische Versuch asiatischer Frauen, ein Forum zu schaffen, in dem ihre Realität, ihre Kämpfe und Reflexionen über den Glauben sowie ihr Streben nach Veränderung zum Ausdruck kommen.

1981 organisierte die "Christliche Konferenz von Asien" ("Christian Conference of Asia", CCA) {10} einen Zusammenschluß theologisch ausgebildeter asiatischer Frauen. 1983 wurde der Frauenausschuß ("Women's Commission") von EATWOT gegründet (Kwok 2000, 28). Durch das Netzwerk von EATWOT wurde es asiatischen Frauen möglich, feministische Theologinnen aus anderen Kontinenten kennenzulernen. Der Dialog mit Theologinnen aus der westlichen oder der sogenannten Ersten Welt wurde durch Treffen wie die 1994 in Costa Rica zum Thema "Spiritualität für das Leben: der Kampf von Frauen gegen Gewalt" organisierte Frauen-Konferenz möglich (Kwok 2000, 29). Schon früh begannen auch Treffen

 


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mit Frauen anderer Religionen wie im Jahr 1989 die erste "Konsultation asiatischer Frauen zum interreligiösen Dialog" ("Asian Women's Consultation on Interfaith Dialogue") in Kuala Lumpur, Malaysia (Kwok 2000, 28).

Auch auf katholischer Seite wuchs das Bewußtsein, daß die Kirche den Frauen eine besondere Aufmerksamkeit und Fürsorge schulde und dies nicht einfach unter die Arbeit für und mit Laien gefaßt werden könne. So wurde 1995 im Anschluß an die Sechste Vollversammlung der "Vereinigung der Asiatischen Bischofskonferenzen" ("Federation of Asian Bishop's Conferences", FABC) das Frauen-Ressort (Women's Desk) {11} gegründet, das dem Büro für Laien (Office of Laity) zugeordnet ist. Die Vollversammlung erklärte: "Ein dringender pastoraler Imperativ ist es für Frauen, ihr Recht auf Mitverantwortung und Gegenseitigkeit ('mutuality') mit Männern in Gesellschaft und Kirche auszuüben." Im November desselben Jahres fand eine erste Konferenz des "Bischöflichen Seminars für das Laienapostolat" ("Bishop's Institute of Lay Apostolate", BILA) der FABC, zum Thema "Die Rolle der Frauen in Kirche und Gesellschaft im Hinblick auf das neue Jahrtausend" statt {12}.

 

Zur Begriffsfindung für die Theologie der Frauen in Asien

Nach Kwok Pui-lan hat sich kein eigener Terminus für die Theologie der Frauen in Asien herausgebildet, wie etwa in Afrika oder Südamerika, wo Theologinnen, auch in Abgrenzung zum westlich geprägten Begriff der feministischen Theologie, ihre befreiende Theologie als "womanist"-Theologie und "mujerista"-Theologie bezeichnet haben. Einen Grund für den fehlenden Terminus sieht Kwok darin, daß die asiatischen Theologinnen "weder eine gemeinsame Sprache noch ein gemeinsames Konzept haben, die sie zusammen verwenden können" (Kwok 2000, 9). Eine ganz eigene Schwierigkeit gibt es mit dem Terminus "feministische Theologie" in Asien.

Zunächst einmal trifft auch in Asien der Terminus feministisch nicht auf alle Theologinnen zu. Es gibt Theologinnen, die - aus feministischer Sicht gesehen - eine äußerst unkritische oder konventionelle Theologie betreiben, die den patriarchalischen und unterdrückerischen Strukturen ihrer Kirchen und deren Theologien unreflektiert entsprechen und sie sogar stützen. Aber auch Theologinnen, die eine für Frauen befreiende Theologie in Asien betreiben, möchten oftmals nicht als feministische Theologinnen bezeichnet werden. Der Begriff Feminismus wird äußerst kontrovers gesehen. So beinhaltet er für viele einen Radikalismus und Separatismus, der von Frauen der Mittelklasse in Europa und den USA proklamiert wird, mit dem sich Asiatinnen aber nicht identifizieren können. Wenn es einen Terminus für die theologische Arbeit von Frauen in Asien gibt, so ist es am ehesten die Bezeichnung Theologie aus der Perspektive asiatischer Frauen ("Asian women's theology"). Mit dieser Bezeichnung wollen Theologinnen den "militanten, separa-

 


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tistischen und männer-feindlichen (man-hating)" Beigeschmack, den der Begriff feministische Theologie für sie hat, vermeiden (Kwok 2000, 9).

Die japanische Theologin Yamashita Akiko definiert die "Theologie aus der Perspektive asiatischer Frauen" wie folgt:

Der Begriff "meint eine Theologie, die von asiatischen Frauen betrieben wird, die beides, die traditionelle Kirche und ihre traditionelle Theologie, verändern wollen, die als männer-dominiert und frauenunterdrückend angesehen werden".

Weiterhin weist Yamashita darauf hin, daß es eine Theologie ist, die nicht nur von Akademikerinnen betrieben wird, sondern auch von Frauengruppen in Asien, die gegen Sexismus kämpfen. Ziel dieser Theologie ist die Erneuerung von Kirche und Theologie (Yamashita 1999, 2).

 

Abgrenzung zum Westen und Herausforderungen

Die Besinnung auf das Eigene, auch als Abgrenzung vom Anderen, nämlich dem Westen, läßt die Suche nach einer asiatischen Identität auch unter Theologen und Theologinnen immer wieder wichtig werden:

"Frühere feministische Theologien hatten eine Tendenz, die Erfahrungen westlicher Frauen zu universalisieren, als repräsentierten sie das Leben aller Frauen. Die mangelnde Fähigkeit, Unterschiede zu beachten, und die fortwährende Aufnahme des Anderen in die eigene Perspektive wurzelt in der gesellschaftlichen ('social') und kulturellen Matrix des Kolonialismus" (Kwok 2000, 30).

Auch der indische Theologe Michael Amaladoss SJ verweist in Beantwortung der Frage, was Theologie denn asiatisch mache, auf die "spezifisch asiatische Weise des Denkens" ("specific Asian way of thinking": Amaladoss 2004, 178):

"Die asiatische Weise des Denkens ist mehr von der rechten Gehirnhälfte beeinflußt, indem sie dem Symbol und dem Gefühl mehr Bedeutung einräumt, und weniger von der linken Gehirnhälfte, die Vernunft ('reason') und Abstraktion betont. Das Erzählerische mag in Asien mehr zu Hause sein als die Argumentation. Tatsächlich könnte die asiatische Art zu denken als weiblich-kulturell ('feminine culturally') charakterisiert werden."

Die koreanische Theologin Hee Han Soon spricht von einer asiatischen Mentalität und einem Rhythmus des "asiatischen Denkens und Fühlens", zu der die "westliche Art der Reflexion" nicht paßt. Han erwähnt den Theologen Song Choan-Seng, für den "Intuition, das Prinzip der Gewaltlosigkeit sowie die asiatische nonverbale Weise, Wahrheit usw. zu kommunizieren - von Geist zu Geist und von Herz zu Herz" Merkmale der asiatischen Mentalität sind (Hee 2005, 291 f.).

 


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Obgleich die Suche nach der eigenen Identität gerade vor dem Hintergrund des Kolonialismus berechtigt und vielleicht auch notwendig ist, birgt sie, wenn nicht differenziert betrieben, Gefahren und Fallstricke, die denen ähnlich sind, auf die die chinesische Theologin Wong Wai-Ching Angela aufmerksam macht. Die Fixierung auf den Westen, die sich auch in der Abgrenzung von ihm zeigt, hat nach Wong Auswirkungen auf die feministische Theologie in Asien und deren Frauenbild: "Das deutlichste Resultat in den meisten asiatischen Theologien, die asiatische feministische Theologie mit eingeschlossen, ist die Darstellung von Frauen als 'das Gegenüber' zum westlichen Kolonialismus" (Wong 2002, 4).

Wong meint damit die Darstellung "der Frauen in der asiatischen Theologie und der asiatisch-feministischen Theologie als 'die arme Frau' - als ein Opfer von beidem, dem westlichen Imperialismus und aller sozialen und politischen Probleme der asiatischen Länder; und umgekehrt, eine Kämpferin und Rebellin, die für ihr Schicksal und ihre Bestimmung kämpft, trotz extrem ungünstiger Umstände unter dem Kolonialismus und seinen Folgen. Schließlich ist die exemplarische Asiatin eine, die leidet und sich dennoch erhebt, um ihre Zulässigkeit ('legitimacy') als ein Subjekt der Geschichte einzuklagen. ... Die Identität als 'asiatisch' im Gegensatz zu 'westlich' ist so stark in die Methodologie und den Inhalt theologischer Diskurse in Asien eingebaut worden, daß sie gegenwärtig auf die zweiseitige Achse von 'Unterdrückung' und 'Befreiung' einer multireligiösen Masse festgelegt ist" (Wong 2004, 4f.)

Die Stilisierung der asiatischen Frau zur Unterdrückten einerseits sowie Kämpferin und Rebellin andererseits ist eine Vereinfachung und Festlegung, die der Realität asiatischer Frauen nicht gerecht wird. Sie zu überwinden ist eine Herausforderung, die sich der Theologie aus der Perspektive asiatischer Frauen stellt.

Feministische Theologie in Asien war und ist auch heute noch zu einem großen Teil eine Bewegung von Frauen der Mittelklasse. Theologie wurde von gebildeten kirchlichen Mitarbeiterinnen, Akademikerinnen, Ordensschwestern und Leitungspersonen ('Community organisers') entwickelt. Viele asiatische feministische Theologinnen haben als Frauen der Mittelklasse noch nicht den Weg gefunden, mit weniger gut ausgebildeten Frauen aus sozial niedrigen Schichten zusammenzuarbeiten, um eine soziale Veränderung zu bewirken. Dies sieht Kwok Pui-lan als Herausforderung an die feministische Theologie in Asien und sie listet weitere Tatsachen auf, die kritische Anfragen nach sich ziehen (Kwok 2000, 41f.):

  1. daß die feministische Theologie bisher nicht genügend Auswirkungen auf die theologischen Diskurse und die patriarchalischen Strukturen der Kirchen in Asien hatte;
  2. daß viele der die Kirchenbänke bevölkernden ("sitting in the pews") Frauen noch nie etwas von Feminismus gehört haben und diesen auch als zu radikal und aggressiv ansehen würden;
  3. daß alle bekannteren feministischen Theologinnen aus den in ihren Ländern dominanten ethnischen Gruppen kommen.

 


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Diese Herausforderungen sind es, denen sich die Theologie aus der Perspektive der Frauen in Asien stellen muß, will sie Antworten auf die Erfahrungen und die Situation von Frauen in Asien geben.

 

Ecclesia of Women in Asia

Die "Ecclesia der Frauen in Asien" ("Ecclesia of Women in Asia", EWA) {13}, ein "junges" Forum für asiatische katholische Theologinnen, stellt sich diesen Herausforderungen. Der Name bringt den Wunsch von Frauen zum Ausdruck, als voll verantwortliche kirchliche Teilnehmerinnen in die Mitte (den "mainstream") der Kirche einzutreten und Partnerinnen im Leben der Kirche zu sein. Die Ecclesia of Women in Asia versteht sich als ein Forum katholischer Frauen, die theologisch arbeiten. Ihr erklärtes Ziel ist es, den über Jahrhunderte zum Schweigen gebrachten Frauen eine theologische Stimme zu geben. Ihre Vision ist, eine Theologie aus der Perspektive asiatischer Frauen zu entwickeln und die Anerkennung asiatisch-katholischer Theologinnen als Kolleginnen in der theologischen Diskussion zu erreichen, die innerhalb der Kirche und Hochschulen geführt wird.

Auch wenn es innerhalb der katholischen Kirche bereits Gremien und Organisationen gibt, die versuchen, Frauen eine Stimme zu verleihen, fühlen sich viele katholische Theologinnen, wenn es um eine Theologie aus der Perspektive von Frauen geht, den protestantischen unterlegen, die sie als besser vernetzt und organisiert und teilweise auch als "mutiger" empfinden. Dieses Unterlegenheitsgefühl war auch ein Grund dafür, daß die Ecclesia of Women in Asia bereits in Vorbereitung auf die bereits erwähnte erste Konferenz im November 2002 in Bangkok entschied, zunächst ein Forum katholischer Frauen zu werden, das allerdings Vertreterinnen anderer christlicher Kirchen immer als Gäste einladen würde. Ziel war es, sich so auch intensiver mit "rein" katholischen Problematiken, mit denen Christinnen anderer Kirchen nicht zu kämpfen haben, auseinandersetzen zu können. Daß in einem rein katholischen Gremium die Gefahr der "Fixierung auf Themen der katholischen Kirche" bestehe und eine solche Fixierung zu verhindern sei, darauf weist die belgische Theologin Lieve Troch hin, die als hörend-reflektierende Begleiterin an der ersten EWA-Konferenz teilgenommen hatte (Troch 2005, 328). Welche Herausforderungen sich der jungen Bewegung asiatisch-katholischer Theologinnen noch stellen, kann in Trochs Beitrag zum dem Buch "Das Schweigen brechen. Asiatische Theologinnen ringen um die befreiende Dimension des Glaubens" (Choe/Meuthrath 2005) nachgelesen werden, in dem eine Auswahl von Beiträgen zur ersten EWA-Konferenz übersetzt sind.

 


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ANMERKUNGEN

{1} Eine hervorragende Einführung in die asiatische feministische Theologie gibt Kwok 2000.

{2} Daß diese Grenze nicht willkürlich gezogen ist, wird klar, wenn wir uns die regionalen Bischofskonferenzen in Asien anschauen. Da ist zum einen die "Vereinigung der Asiatischen Bischofskonferenzen" ('Federation of Asian Bishop's Conferences", FABC), die alle Länder östlich von Afghanistan bis einschließlich Japan umfaßt. Assoziierte Mitglieder sind die zu Asien gehörenden Länder der früheren UdSSR, also zum Beispiel Kasachstan und Kirgistan. Im Nahen Osten gibt es die "Konferenz der Bischöfe des lateinischen Ritus in den arabischen Ländern" ('Conférence des Evêques Latins dans les Régions Arabes", CELRA) und die "Konferenz der katholischen Patriarchen des Orients" ('Conseil des Patriarches Catholiques d'Orient', CPCO).

{3} Japan gehört zu den zehn reichsten Ländern der Welt.

{4} Übersetzungen aus dem Englischen stammen von der Autorin.

{5} Informationen zu dieser Konferenz, die im November 2002 in Bangkok, Thailand, stattfand und in welcher sich Ecclesia of Women in Asia konstituierte, finden sich auf der Webseite dieses Forum für asiatisch-katholische Frauen: www.geocities.com/ecclesiaofwomen. Die Beiträge dieser Konferenz wurden herausgegeben von E. Monteiro u. A. Gutzler. Eine Auswahl der Beiträge wurde ins Deutsche übersetzt; vgl. H. Choe u. A. Meuthrath.

{6} Zu weiteren Unterthemen vgl. Kwok 2005, 51-64.

{7} Zu EATWOT vgl. eatwot.org; vgl. zu diesem Abschnitt auch Mananzan 1995.

{8} Vgl. Choi 1999.

{9} Vgl. awrc4ct.org

{10} Die Christliche Konferenz von Asien ist eine regionale ökumenische Organisation, die 16 Nationale Räte ("National Councils") und über 100 Kirchen / Denominationen repräsentiert: Aotearoa-Neuseeland, Australien, Bangladesh, Birma, Kambodscha, Ost-Timor, Hong Kong, Indien, Indonesien, Laos, Nepal, Japan, Korea, Malaysia, Pakistan, Philippinen, Sri Lanka, Taiwan und Thailand; vgl. www.cca.org.hk

{11} Vgl. www.fabc.org/offices/olaity/women.html

{12} Vgl. Forum Weltkirche 120 (2001) 219.

{13} Vgl. www.geocities.com/ecclesiaofwomen

 

LITERATUR

M. Amaladoss, Response 1 to Evangeline Anderson-Rajkumar's Asian Feminist Christology, in: Asian Faces of Christ. OTC Theological Colloquium. Archdiocese pastoral Centre (Baan Phu Waan), Sampran, Thailand (May 11-15, 2004), hg. v. V. Tirimanna (Bangalore 2005) 176-182;

Das Schweigen brechen. Asiatische Theologinnen ringen um die befreiende Dimension des Glaubens, hg. v. H. Choe u. A. Meuthrath (Freiburg 2005);

M. J. Choi, The Herstory of the Rev. Dun Si ylrr-ypstk, in: In God's Image 18 (1999) 3, 2-5;

H. S. Hee, Eine Methode der theologischen Reflexion im Dienst am Empowerment. Eine ökofeministische Perspektive unter Berücksichtigung der religiösen und kulturellen Werte Asiens, in: Das Schweigen brechen, 283-298;

N.-S. Kang, Creating "Dangerous Memory". Challenges for Asian and Korean Feminal Theology, in: The Ecumenical Review 47 (1995) 1, 21-31;

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M. J. Mananzan, Theologie aus dem Blickwinkel asiatischer Frauen. Das Frauen-Projekt der Ökomenischen Vereinigung von Dritte-Welt-Theologen und Theologinnen im asiatischen Kontext, in: Handbuch Feministische Theologie, hg. v. Ch. Schaumberger u. M. Maaßen (Münster 1986) 51-60;

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Link to 'Public Con-Spiration for the Poor'

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