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Raif Georges Khoury {*}

Christen im Libanon und die arabische Kultur

 

Aus: Stimmen der Zeit, 7/2007, S. 471-482

 

Christen aus dem Libanon spielten in der modernen Zeit nicht nur eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung ihres eigenen Landes, sondern auch in der gesamten arabischen und islamischen Welt. Einen zu kleinen Platz räumt man ihnen innerhalb der Orientalistik und speziell der Islamwissenschaft, der Arabistik, ein. Dabei wissen alle Fachleute, wie maßgebend ihr Beitrag innerhalb der gesamten modernen arabischen Renaissance war und bis zum heutigen Tag geblieben ist. Deswegen erschien es mir nötig, ein Zeichen in unseren Beziehungen zu den Christen im Libanon zu setzen: Trotz des Krieges im Juli und August 2006 im Südlibanon sind elf Professorinnen und Professoren aus christlichen Universitäten und wissenschaftlichen Institutionen nach München gekommen, um über ihre Aufgaben im Dienst einer multikonfessionellen Gesellschaft ausführlich zu berichten {1}. Über ihre Beiträge wurde intensiv diskutiert. Vor meine Ausführungen über den Libanon, möchte ich ein kurzes Wort über die Rolle der Christen in der altarabischen und islamischen Zeit, vor allem in Bagdad, stellen, da sie schon damals die Öffnung des Islam und des islamischen Reichs zunächst zur biblischen und danach zur altgriechischen Welt ermöglichten.

 

Einfluß der aramäischen Christen auf Altarabien und die islamische Welt

Aus der vorislamischen Zeit wurde in der Hauptsache Poesie - bis zum 8. Jahrhundert mündlich - überliefert. Die aramäischen Christen konnten den Islam hier vor allem spirituell bereichern, da sie vom Judentum her kamen und die arabische Sprache von der aramäischen innerhalb derselben Sprachfamilie maßgeblich beeinflußt war. Diese Aramäer, besser Syrer oder Syro-Aramäer genannt (Syrien ist nach ihnen benannt), waren die engsten Anhänger der Lehre des Apostels Paulus, von dem sie eine besondere Verehrung für Jesus übernahmen, vor allem auf dem Gebiet der "Weisheit und der Erkenntnis", deren "Schätze" voll in ihm liegen (Paulus). Klarer kann kein Programm sein, um die Spiritualität nicht nur der Christen, sondern auch vieler islamischer Gelehrter unter Beweis zu stellen, bei denen entsprechend koranischer Aussagen die Gestalt Jesu eine besondere Stellung einnimmt.

Unter den arabischen Kalifen, vor allem in Bagdad, war der Beitrag dieser Christen von besonderer Bedeutung, da sie seit der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts nicht nur als Hofärzte fungierten, sondern an erster Stelle mit der Vermittlung und

 


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der erstmaligen Bearbeitung der altgriechischen Kultur im Islam beauftragt wurden. Sie übersetzten nach und nach ins Aramäische und dann immer besser ins Arabische. Die Kalifen und ihre Berater konnten beobachten, wie der Koran neue Horizonte öffnete, zumal die alte arabische Welt meist auf poetische Gebiete beschränkt gewesen war, die in ihren Inhalten sehr begrenzt waren. Vor allem der große Herrscher von Bagdad, Harun ar-Raschid, und sein Sohn al-Ma´mun wollten für die Vervollständigung ihrer Macht alles in ihrer Hauptstadt vertreten sehen, was einen Hof und eine Herrschaft groß und konkurrenzfähig macht. Deswegen nahmen sie die Fachleute aus dem christlichen Lager in Anspruch, die sehr gut griechisch konnten, um zunächst die Übersetzungstätigkeit in Schwung zu bringen. So arbeiteten ganze Generationen von aramäischen Christen für sie, und zwar an einer Akademie, die dafür von al-Ma´mun im Jahr 832 in Bagdad unter der Bezeichnung "Bait al-Hikma" (Haus der Weisheit) gegründet wurde, was deutlich auf die altgriechischen Einflüsse hinweisen sollte.

Diesen Beitrag der Christen in der altarabischen Dichtung erforschte besonders Louis Cheikho SJ (1859-1927), der an der Universität Saint-Joseph in Beirut lehrte, und nach ihm Camille Héchaïmé SJ. In dessen Buch "Louis Cheikho et son livre 'Le Christianisme et la littérature chrétienne en Arabie avant l´Islam'" (Beirut 1967) zeigt sich die bahnbrechende Rolle der Jesuiten bei der Entwicklung ihrer Umgebung: Sie taten alles - auf ihre Weise und im Einklang mit den zu dieser Zeit herrschenden Ideen ihres Ordens -, was in ihrer Macht stand, um den Geist des Orients aus seiner Starrheit zu befreien und ihm die Tore der europäischen Kultur zu öffnen {2}.

 

Der Libanon - Drehscheibe zwischen Ost und West

Die Gefahr einer totalen Zerstörung des Libanons ist nicht nur für die Libanesen, sondern darüber hinaus auch für alle ihre Nachbarn von großer Bedeutung. Und dies nicht aus rein touristischen Gründen! Die Gründe sind an erster Stelle kultureller und darüber hinaus auch wirtschaftlicher Art. Die libanesischen Christen spielten als Motor der modernen Entwicklung in der arabischen und islamischen Welt eine wichtige Rolle, die man durch die unruhigen Zeiten, die das Land durchlebt, entweder geringschätzt oder gar ignoriert. Diese Bedeutung herauszustellen, ist eine Frage der Sachlichkeit und auch der Gerechtigkeit dem libanesischen Volk gegenüber, das in den letzten Jahren nur litt und immer noch leidet. Dabei geht es um die Benennung von Eigenschaften, die typisch libanesisch sind und die Stärke dieses Landes ausmachten und nach wie vor ausmachen.

Der Libanon, diese "Schweiz des Orients", ist in der Tat ein sehr schönes Land. Libanesen und Araber wissen das; daher rührt ihre Freude, sich dort aufzuhalten. Diese Freude wird jedoch zunehmend von Neidgefühlen begleitet, weil das Land

 


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schon immer ein Land der Arbeit, der innovativen Arbeit war und nach wie vor ist:

"Schon in der Bibel betrachtete man eine mögliche Zerstörung des Libanon als Katastrophe. Alles, was Parfüm, Zartheit, Hoheit und Reinheit war, war in Verbindung mit den Zedern gebracht worden ... Das irdische Paradies war da." {3}

Man kann die Poesie spüren, die aus diesen Worten Farajallah Haïks sprudelt. Es ist nicht schwer, zu verstehen, daß dieses Land viele Persönlichkeiten beflügelte und ein besonders fruchtbarer Boden für Leistung und innovative Arbeit war. Als offenes, multikonfessionelles Gebiet und Drehscheibe zwischen Ost und West seit der phönizischen Zeit, konnte der Libanon der Welt viel schenken:

"Auf dem geistigen Gebiet ist der Libanese immer gerne schöpferisch aufgetreten. Dies drückt sich durch eine Fülle von Schriften jeglicher Art aus. Was ihn kennzeichnet, ist sein Wunsch, seine Gedanken weit zu bringen. Seine Schriften verraten fast immer ein Bedürfnis weit zu fahren, und dies ist sicherlich das, was er an typisch Phönizischen besitzt: Säen in entfernten Regionen." {4}

 

Libanesische Christen - Motor der modernen Entwicklung in der arabischen Welt

Alle wichtigen Fachbücher betonen die schöpferische geistige Tätigkeit der Libanesen {5}. Der Libanon brachte viele Persönlichkeiten hervor, auf deren Wirkung quer durch die ganze Welt Nabil Harfisch aufmerksam macht {6}. Seine Informationen betreffen sehr verschiedene Gebiete: literarische, naturwissenschaftliche, militärische, politische usw. Als Beleg zitiert der Autor auch große Dichter, deren Aussagen ich durch die feinen Verse des noch lebenden Dichters Said Aql (geb. 1912) aus der Stadt Zahlé zum Ausdruck bringen möchte:

"(Der Libanon) ist nicht Zedern, nicht Berg und Wasser, aber das Vaterland der Liebe, in der Liebe gibt es keinen Groll. Er ist ein Feuer, kann daher nicht in die Irre führen; er ist harte Arbeit und eine Hand, die die Schönheit hervorbringt, und ein Geist. Sag nicht: Meine Heimat, während du eine Welt angreifst, (denn) wir sind für die Welt Nachbarn und Verwandte. Und von dem kleinen Vaterland gehen wir durch die Erde hin und her, indem wir unsere Dörfer auf jedem Ufer streuen. Wir fordern die Welt, Völker und Regionen heraus und bauen, wo wir wollen, einen (neuen) Libanon." {7}

Das Bild dieser sehr ätherischen Dichtung, die vor Jahrzehnten entstand, paßt sehr gut zu der jetzigen Situation der Libanesen, die Liebe und gute Nachbarschaft anstreben, wobei sie als Nachfahren der Phönizier in die Ferne gehen und innovativ ihre Kultur und die der Welt pflegen und weiterführen. Alle großen Literatur-

 


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historiker und Literaturkritiker betonen diesen bahnbrechenden Geist, in Verbindung mit allen Konfessionen, so auch Marun Abbud (1886-1962):

"In der Tiefe der Klöster und in der Nähe von Moscheen ist ein Feuer übriggeblieben, von dem großen Feuer, wie das ewige Feuer der Magier ... So sind Höhlen der Berge, in der Zeit des Schreckens (gemeint ist, unter den Osmanen), ein Lager für Wissen, eine Knetmaschine für das Ferment der Wissenschaft geblieben ... In einer Kammer, drei Ellen breit und vier lang, pflegte zu kriechen oder auf dem Boden zu hocken ein Mönch, der durch das Fasten vertrocknet war, vor ihm eine Öllampe ohne Glas, deren flatterndes Licht Silhouetten und Gespenster malte, als wäre sie eine magische Lampe; ein Mönch, der sich über sein Buch beugte, wie sich die Nährmütter über ihre entwöhnten Kinder beugen, indem er mit Eifer las, bis sich seine Finger erholten und die Betäubung seiner Füße verschwunden war, um zu seiner Arbeit zurückzukehren ... So war die Arbeit der Geistlichen aller Konfessionen." {8}

 

Bahnbrechend in Sprache und Kultur

Die Errungenschaften der Libanesen waren vielfältig, zum Beispiel auf dem Gebiet der Druckkunst: Die älteste Druckerei des Orients wird im Jahr 1610 im maronitischen Kloster Quzhayya erwähnt. Von da aus fand die Druckkunst über das ganze Land nach und nach Verbreitung (erst 1821 kam sie nach Ägypten). Die zahlreichen Schulen im Land waren die ältesten in der arabischen und islamischen Welt, wobei hier die Konkurrenz zwischen den Konfessionen das geistige Leben besonders belebte. Wenn eine Schule von der einen Konfession gegründet wurde, kam sogleich eine zweite von der anderen hinzu. Der Amerikaner Cornelius van Dyck (1818-1895), Orientalist und Arzt holländischer Abstammung, gründete zusammen mit dem mächtigen Vertreter der modernen Renaissance Butrus al-Bustani (1819-1883) die Amerikanische Schule von Ubayh, die 1866 zur "American University of Beirut" erhoben wurde. Das hatte die Gründung der Schule der Jesuiten in Ghazir (bei Jounieh) zur Folge, die wenige Jahre nach der Amerikanischen Universität zur "Unitversité Saint-Joseph" wurde. Nach der Gründung einer Zeitschrift bei den Jesuiten, kam es zu der einer anderen bei den Amerikanern; selbst bei Druckereien ging es ähnlich zu {9}.

Die libanesischen Wissenschaftler veröffentlichten alles, was zur Erneuerung der arabischen Welt beitragen konnte, in den zahlreichen, von ihnen selbst gegründeten Zeitschriften und Zeitungen im Libanon, in Ägypten und überall in der Welt, wo sie lebten. Viele Pioniere wären hier anzuführen. Ich begnüge mich, die zu nennen, deren Wirkung besonders groß war, wie zum Beispiel den schon erwähnten Maroniten Butrus al-Bustani: Er schrieb enzyklopädische Werke, gründete mehrere Zeitschriften, in denen er selber veröffentlichte, übersetzte und kommentierte. Er half den amerikanischen Missionaren von Beirut, die ihre Universität gegründet hatten, die Bibel zu übersetzen, die zwischen 1860 und 1865 erschien. Er äußerte sich zu allen wichtigen Themen der Kultur, Erziehung und Wissenschaften.

 


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Zahlreiche weitere Mitglieder seiner Familie wurden sehr berühmt, an ihrer Spitze Sulaiman al-Bustani (1856-1925): Politiker, Vertreter von Beirut im Osmanischen Parlament, später Minister für Landwirtschaft und Bodenschätze in Istanbul, Dichter und Denker. Er übersetzte erstmals die Ilias in schönen Versen und gab sie im Jahr 1904 bei seinen libanesischen Freunden in Kairo heraus. Dorthin war er nach seinem Rücktritt als Minister emigriert, als der Sultan sich entschied, an der Seite der Deutschen im Ersten Weltkrieg zu kämpfen {10}. Dieser hochkarätige Geist bedachte als erster die Bewegung der Jungtürken gegen ihren Sultan im Jahr 1908 mit einem Buch, in dem er immer wieder auf die Freiheit verwies; alle Kapitel dieser Schrift waren voll von Reminiszenzen an die Französische Revolution und beeinflußten unter anderem auch den emanzipierten, laizistischen Geist von Kemal Atatürk. Übrigens beherrschte er etwa 16 Sprachen; griechisch hatte er bei den Jesuiten in Beirut gelernt.

Es lohnt sich, noch einmal auf die Übersetzung der Bibel zurückzukommen: An der katholischen Übersetzung an der Université Saint-Joseph war der größte Philologe der modernen arabischen Sprache, Ibrahim al-Yazidji (1847-1906), Sohn eines anderen Pioniers Nasif al-Yazidji (1800-1871), beteiligt. Während der Vater für die amerikanischen Protestanten an deren Bibel arbeitete, blieb der Sohn den Katholiken treu. Er lernte Hebräisch, Aramäisch und andere Sprachen, um besser als Philologe arbeiten zu können; dank seiner vielfältigen Talente wurde er zum Philologen par excellence. Die Bibel der Jesuiten war und blieb die sprachlich gelungenste im Orient, zumal die "Katholische Druckerei" (Imprimerie Catholique) als bei weitem beste Druckerei sie in einer glänzenden Form publizierte (1876-1880).

All das und vieles mehr in der geistigen Entwicklung war möglich, weil Autoren dieser Art durch ihre innovative Arbeit in eine bessere Welt führen wollten, in der der Orient Orient bleibt, die Stärke seiner Vergangenheit aber durch die moderne europäische Entwicklung bereichert wird. Das sind typisch libanesische Charaktereigenschaften. Marun Abbud versucht dies entsprechend zu verdeutlichen:

"Durch diese Region kamen alle Völker der Erde. Sie bekämpften sich, dann verschwanden sie, indem sie bei uns kulturelle Erben zurückließen ... Schau, du siehst im Libanon Klöster und Tempel, Festungen und Zitadellen, Kirchen, Kathedralen und Moscheen, Amphitheater und Stadien; auf jedem Gipfel befindet sich ein Kloster, auf jedem Hügel ein Tempel oder eine Festung und in jedem Tal eine befestigte Zuflucht ... Die Natur hat für unsere Ahnen die Berge als Häuser gehauen, und diese haben sie kolonisiert und bewohnt; so bildeten sich um Wasserquellen herum Städte und Dörfer. Die Natur war der wichtigste Ingenieur für diesen Berg (Mont Liban - Berg Libanon), und jeden Tag bereitet sie uns andere Wunder. Der Mensch war ... zunächst Arbeitnehmer oder Vermittler; dann erhob sich dieser Libanon und seine Kultur entwickelte sich, von der Grotte von Tannubin (in der Nähe der Zedern) bis zu den Kuppeln des Vatikans, zum Eiffelturm und zu den Schlössern von Cambridge und des Kreml." {11}

Libanesen wurden berühmte Autoren und hochangesehene Wissenschaftler; sie trieben die kulturelle und soziale Entwicklung in der modernen arabischen Renais-

 


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sance maßgebend voran. Deren Anfänge werden zwar dem Feldzug von Napoleon zugeschrieben, im Libanon sind sie aber viel älter und trugen durch die Maroniten in Rom ihre ersten Früchte. Hier nämlich wurde zum Ende des 16. Jahrhunderts das sogenannte "Collegium Maronitum Romanum" {12} gegründet, und kurz danach strömten nach Rom Geistliche, die die Orientalistik in Europa maßgebend mitbegründet und somit West und Ost miteinander verbunden hatten, zumal einige von ihnen als Bischöfe in ihre Heimat zurückkehrten und dort mit der Entwicklungsarbeit begannen.

Auch auf diesem Gebiet gäbe es viele Namen zu nennen, die eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der arabisch-islamischen Welt spielten. Ich möchte auf einige hinweisen, die Großartiges zu den Problemen ihrer Gesellschaft, zu deren Erscheinungsbild innerhalb ihrer eigenen Länder und in Verbindung mit der Anpassung an die Moderne, zu den zahlreichen Krisen, vor allem Identitätskrisen auf religiösem, kulturellem und politischem Gebiet, schrieben und sagten. Ihre Aussagen bilden eine Art Testament für die Generationen nach ihnen und sollten immer wieder gelesen, erörtert und meditiert werden, zumal sie sprachlich und rhetorisch hervorragend formuliert sind. Sie haben die Libanesen wachgerüttelt und ihnen den Weg für ein vernünftiges Zusammenleben gezeigt. Mit ihrer Hilfe könnte das Land gerettet werden {13}.

 

Djubran Khalil Djubran: Liebe - Freiheit - Arbeit

Gerade Sprache und Kultur wurden von großen kulturellen Persönlichkeiten des Libanon verehrt, ja nahezu sakralisiert. Es sind dies die Sprache und die Kultur der Araber, und diese sollten auf das Niveau der fremden europäischen Sprachen und Kulturen gebracht werden. Der Autor des Bestsellers "Der Prophet", nämlich Djubran Khalil Djubran (1883-1931), in Deutschland als Khalil Gibran bekannt, macht sich dies zur Aufgabe. Er vergleicht das Leben der Menschheit mit einem imposanten Zug, der immer vorwärts fährt und dabei "einen goldenen Staub entstehen läßt, der von den Seiten der Straße hochwirbelt und von dem Sprachen, Regierungen und Ideologien ihre Entstehung bekommen; und diese haben die Macht, diejenigen, die hinter ihnen herlaufen, zu beeinflussen". Diejenigen, die folgen, sind also beeinflußbar; sie haben keine andere Chance als aufzunehmen, was um sie herum "wirbelt" und es so gut zu verarbeiten, daß es Bestandteil ihrer eigenen Existenz wird.

Die Orientalen dürfen angesichts der europäischen Entwicklung nicht anders verfahren, um ihre Identität nicht vollkommen zu verlieren. Djubran will sie zu einem Ausgleich bewegen, und wiederholt seine Appelle wie ein Testament, damit sie von ihrer Vergangenheit profitieren und den Nutzen so verarbeiten, daß sie bereichert werden, aber dabei intakt in ihrer Persönlichkeit bleiben. Daher ist das Programm, das er für sie aufstellt, ein dreidimensionales und beinhaltet biblische,


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islamische und europäische Komponenten. Man kann dieses Programm, das nicht nur für den Libanon Gültigkeit hat, sondern für die ganze arabisch-islamische Welt, an die sich seine Bücher, seine Ratschläge, seine Ermahnungen wenden, in drei Punkten zusammenfassen: Liebe, Freiheit und Arbeit. Diese drei Grundprinzipien durchziehen sein ganzes Werk, und es gibt keinen einzigen Autor in der arabischen Welt und darüber hinaus, der sich so viel über sie in packenden, innovativen und biblisch geprägten Bildern geäußert hätte.

Dies zu betonen ist eine Notwendigkeit, und man hätte den Libanon vor dem Bürgerkrieg retten können, hätte man auf die typisch libanesische Tradition des kulturellen Zusammenlebens und darauf aufbauend der demokratischen Koexistenz zurückgegriffen: Es ist ein "way of life" à la libanaise, an dem alle Konfessionen und Gruppen der Gesellschaft beteiligt sind, durch hochkarätige Intellektuelle des libanesischen Lebens geführt, die mit Sicherheit Djubran am deutlichsten vertrat {14}. Er war ein echter Apostel einer leistungsfähigen Kultur und Identität, zumal er ständig auf die lebendige Pflege der kulturellen Vergangenheit hinwies, die man weiter bearbeiten, fruchtbar machen müsse. Daher gab er einem Kapitel in seinem Buch den Titel: "Uhibbu mina l-nasi l-amila" (unter den Menschen liebe ich den Tätigen), d.h. denjenigen, der seine Vergangenheit ernst nimmt und sie im Licht der modernen Erkenntnisse vermehrt. Unermüdlich wiederholte er diesen Appell nach jedem von ihm ausgeführten Beispiel der vorbildlichen Fruchtbarmachung der Angelegenheiten des Lebens, in Harmonie und ohne jegliche Zerstückelung.

 

Mayy Ziyada: Pluralismus und Demokratie

Mit der Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Mayy Ziyada (1886-1941) bekommt die Rolle der Kultur im Leben der Gesellschaft eine besondere Dimension: Sie war selber ein lebendes Vorbild für Pflege und Entwicklung aller Werte in der Gesellschaft, indem sie sich allem öffnete, was sie dann eben dieser Gesellschaft zur Verfügung stellte. Dafür sprach, schrieb und kämpfte sie auf vielfältige Weise {15}: Bei ihr leben alle wichtigen Sprachen und Kulturen der westeuropäischen Welt neben der arabischen, die sie durch eine einmalige Öffnung zu den anderen stützen, bereichern und somit konkurrenzfähig machen will. Folgende Sätze geben den Kern ihrer Aussagen über Pluralismus und demokratische Vorstellungen in der Gesellschaft wieder:

"Die (religiösen) Doktrinen, die Nationalitäten und die Gewohnheiten spalten uns, der Wettbewerb und der Hochmut bringen uns auseinander. Wir müssen also dem ein Ende setzen, denn, wenn es einen unter uns gibt, der eine Doktrin vergöttert, dann gibt es einen anderen, der eine andere vergöttert; und wenn einige von uns einer Nationalität angehören, unterstützen andere eine andere Nationalität. Wenn wir zu einem Volk gehören und andere zu anderen, wenn jemand unter uns eine Meinung vehement vertritt, die aber sein Nachbar

 


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nicht vertritt, oder eine Tradition, die sein Gefährte zugunsten einer anderen verwirft, dann ist es uns möglich, von diesen Unterschieden und Gegensätzen für unsere individuelle Entwicklung - d.h. für die Entwicklung der individuellen Persönlichkeit in uns, der individuellen Doktrin und der individuellen Völker zu profitieren. Jedoch dürfen wir nicht vergessen, nachdem wir einer jeden individuellen Angelegenheit bei uns ihr Recht gegeben haben, daß wir alle in einer Welt leben, die durch die Unterschiede nicht häßlicher gestaltet wird. Und diese Welt ist nichts anderes als die des einzigen Lichtes, von dessen weißem Prisma verschiedene Farben bis zur Endlosigkeit ausstrahlen und in dessen Raum Formen verbreitet werden, die man gegensätzlich ... glaubt, in Wahrheit sind sie aber Ergänzungsbedingungen und Mittel der Komplementarität."

Wunderschöne Bilder, die unsere zerrüttete Welt wahrnehmen und die wir uns einprägen sollten! Wir, die wir auf dieser einen Welt gemeinsam leben, begreifen, daß die Welt vielfarbig, aber in komplementärer Einheit geschaffen wurde: also ein göttlicher Auftrag an uns, diese Einheit mit Kultur zu erfüllen. "Wer Unrecht sät, der wird Mühsal ernten und wird durch die Rute seiner Bosheit umkommen" (Spr 22,8), heißt die Erfahrung der Weisen des Alten Testaments. Wer aber die Kultur beachtet und pflegt, der erntet sicherlich Frieden, Menschlichkeit und ebnet auf jeden Fall der Demokratie den Weg. Denn: "point de culture sans religion et point de religion sans culture" (es gibt keine Kultur ohne Religion und keine Religion ohne Kultur), wiederholte der Dominikaner Georges Anawati immer wieder bis zu seinem Tod im Jahr 1994. Auch dies ist wie ein Testament, das wir zunächst im Westen nicht vergessen dürfen, denn dann könnte unsere Ausstrahlung die sogenannte "Dritte Welt" beeinflussen und dadurch beleben: "Wer Ohren hat zu hören, der höre" (Mt 11,15).

 

Europäische Impulse für die Zukunft des Libanon?

Die Zukunft des Libanon ist von einer besseren, aufgeklärteren Entwicklung der arabischen und islamischen Welt abhängig. Eine modernere Interpretation des Korans und des islamischen Gesetzes würde viele Probleme lösen. Früher wollte man dies, deswegen wurde immer wieder auf innovative Weise nach Wegen gesucht, die Entwicklung des Reichs nicht zu hemmen, sondern erfolgreich fortzuführen. Heute gibt es leider zu viele Blockaden aus verschiedenen Bereichen, die eine freie Entwicklung verhindern. In seinem nachdenklich stimmenden Buch "Al-Tafkir wa-l-hidjra" (Das Denken und die Auswanderung, Beirut 1997) hebt der Beiruter Philosophieprofessor Nasif Nassar hervor, wie sehr die Philosophie und das freie Denken den örtlichen Politikern in die Quere kommen. Daher der Wunsch der Obrigkeit, sie zu verbannen, was der Titel des Werks deutlich zum Ausdruck bringen will. Dieser Verbannung des freien Denkens gilt auch der laute Aufschrei des ägyptischen Philosophen und Journalisten Zaki Nadjib Mahmud (1905-1993), dessen

 


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Buch den Titel trägt "Mudjtama´a djadid au al-karitha" (Eine neue Gesellschaft oder die Katastrophe, 1987) und in dem er eine echte Revolution des Geistes fordert.

Der Wirtschafts- und Sozialforscher Meinhard Miegel öffnet uns die Augen für die radikalen Veränderungen in der Welt, indem er zeigt, wie der Westen die Zukunft langsam, aber sicher verliert {16}: Der riesige Vorsprung des Westens, von dem alle wirtschaftlichen Impulse in früheren Epochen maßgebend ausgingen, ist im Schwinden. Es gibt immer mehr Länder, die dabei sind, diesen Vorsprung aufzuholen; sie produzieren günstiger und mit einer zunehmend besseren Technologie. Europa schrumpft zusammen und altert ständig, so daß es den Milliarden Chinesen, Indern und natürlich Muslimen gegenüber in der Welt zur "quantité négligeable" wird. Europa hat keine Chance, aus der Talfahrt herauszukommen, ohne radikale Veränderungen, die auf Kultur und besonders auf innovativen Leistungen fußen müssen. Diese könnten der arabisch-islamischen Welt neue Impulse geben, weit weg von den zerstörenden Eingriffen einer unbesonnenen Außenpolitik. Warum greifen die europäischen Länder, die die Welt in der modernen Zeit maßgebend mit ihrer kulturellen Überlegenheit beeinflußten, nicht auf die Stärke dieser kulturellen Leistungen zurück, um die Welt friedlich vorwärts zu bringen, bevor es zu spät wird? Es ist immer noch Zeit, und von Europa, und ich glaube, nur von Europa könnten auch für die Welt heilsame Impulse ausgehen.

Dieser Krieg im Libanon hätte dementsprechend nie stattfinden dürfen. Europa schlief und schläft außenpolitisch immer noch und verliert sein Ansehen gerade bei dem einzigen prowestlich geprägten arabischen Land; nicht zu reden von den anderen Staaten, bei denen die Enttäuschung über Europa zu einer echten Opposition, zu einer Kampfesgesinnung führte. Um den Terrorismus zu bekämpfen, ist es notwendig, global zu denken und vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, die Elend und Ausbeutung beseitigen oder wenigstens für die Menschen erträglicher machen. Die Freunde des Westens sollten auf keinen Fall - gerade in Gebieten, in denen der Terror heranwächst - nur nach Interessenlage ausgewählt werden. Dies liegt im Übrigen im eigenen Interesse des Westens, der nur so seine zunehmende Bedeutungslosigkeit erfolgreich aufhalten und der Dritten Welt humanere Entwicklungsperspektiven bieten könnte.

 

Der Libanon und die arabische Welt

Die arabisch-islamische Welt hingegen steht im Augenblick am Rand der Veränderungen, die in Asien stattfinden und unsere Welt maßgebend prägen. Von den Ölregionen, die immer noch über die größten Geldvorräte der Welt verfügen, kommen wirtschaftlich gesehen, wie man es nach den Darstellungen von Miegel feststellen kann, praktisch keine bewegenden Impulse. Was wird aus diesen Ländern

 


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nach der Öl-Periode? Wo sind die vorbeugenden infrastrukturellen Maßnahmen? Darüber hinaus: Warum unternimmt die arabische Welt nichts Vernünftiges für eine Lösung des israelisch-palästinensischen Problems und arbeitet mit der westlichen Welt so lange daran, bis eine solche Lösung gefunden wird?

Haben die arabischen Länder geschlafen, als im Juli 2006 der Krieg im Libanon begann und Straßen, Brücken und Häuser bombardiert wurden? Zusammen hätten sie mit friedlichen Mitteln diesen unvernünftigen Krieg und seine Ursachen schnell zum Stillstand bringen können. Reden wir nicht von anderen politischen Problemen, die sogar noch leichter zu lösen wären. Reden wir nicht von den religiösen Krisen und unnötigen Spannungen, die infolge der zunehmenden Armut verheerende Folgen haben. Und schließlich: Reden wir nicht von der kulturellen Stagnation im Ausbildungssystem {17}, das nach wie vor fast ausschließlich im Auswendiglernen besteht, auch nicht von dem hohen Prozentsatz der Analphabeten in vielen arabischen Ländern. Dabei ist alles für einen Neubeginn vorhanden. Jedoch müssen Meinungsfreiheit und Idjtihad (Befleißigung, Fruchtbarmachung) im Sinn seiner klassischen Bedeutung die Norm darstellen. Ohne dies gibt es keine sichere Zukunft.

In einem kürzlich erschienenen Beitrag verwies ich auf die fundamentale Rolle von Sprache und Kultur bei der Entwicklung im Frühislam, wie sie an erster Stelle bei christlich-arabischen Autoren der modernen Zeit dazu beitragen einen kulturellen und interreligiösen Dialog zu führen {18}. Dies kann nur nachahmenswert sein, aber wer denkt heutzutage daran, daß der große ägyptische Literaturkritiker Taha Husayn (1889-1973) in der arabischen Welt immer weniger Wirkung hat und im Libanon zahlreiche konfessionelle Gruppen immer noch aneinander vorbeireden?

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war die Lage der Christen im Libanon noch unangreifbar: Sie bildeten mit etwa 60 Prozent immer noch eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung. Das von Frankreich als Schutz- und nach dem Ersten Weltkrieg als Mandatsmacht eingeführte Proporzsystem galt uneingeschränkt: der Staatspräsident ein katholischer Maronit, der Ministerpräsident ein Sunnit, und der Parlamentspräsident ein Schiit, alle anderen Ämter nach dem Proporz verteilt. Die problematische Situation der Flüchtlinge aus Palästina, vor allem nach dem sogenannten Schwarzen September 1970, erschütterte das Land und führte zum Bürgerkrieg ab 1975. Fremde Interventionen von Israel, das den Süden des Landes bis vor wenigen Jahren besetzt hielt, und von Syrien, das als sogenannte Friedensmacht erst im Jahr 2005 das Land verließ, kamen erschwerend hinzu - und das in einem Land, das nur eine Art Polizei-Armee besitzt.

Viele Christen wanderten aus, wie Millionen vor ihnen im Lauf der letzten Jahrhunderte. Die islamische Bevölkerung vermehrte sich immer mehr, so daß die Christen jetzt noch knapp 40 Prozent ausmachen. Die erneute Krise um die gerichtliche Verurteilung der Mörder des im Jahr 2005 umgebrachten sunnitischen Ministerpräsidenten Al Hariri - dieses Mal zwischen Sunniten und Schiiten, die von Syrien und

 


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vom Iran Unterstützung finden - bringt das Land nach dem Krieg zwischen Israel und der Hisbollah-Armee in eine schwierige Situation, die wie im Irak leicht eskalieren kann. Die Schiiten werfen der Regierungskoalition vor, sie und andere an der Macht nicht beteiligte politische Gruppierungen ungenügend oder gar nicht in die Entscheidungen einzubinden. Die Christen könnten bei dieser Krise dabei viel verlieren; ihre Zukunft ist daher abhängig von der Entwicklung der Lage im Vorderen Orient.

Die Libanesen selber müssen gemeinsam einen Libanon für alle Volksgruppen, Konfessionen und Religionen schaffen: einen Libanon in Freiheit, gegenseitigem Verständnis und Zusammenarbeit. Mit ihren bekannten guten Eigenschaften könnten sie dies leicht verwirklichen, wenn sie es nur wollten. Die christlich-libanesischen Bildungsinstitutionen sind besondere und wahrscheinlich einzigartige Stätten der Kultur, der Wissenschaft und des freiheitlich toleranten Ausgleichs in einer immer mehr versteinerten Atmosphäre. Dies sollte erkannt und vom Westen her entsprechend unterstützt werden.

 

ANMERKUNGEN

{1} Dieser Beitrag wurde als Einführung der Tagung "Theologie, Philosophie und Befreiung des Geistes im Orient und Okzident" vom 24. bis 30. September 2006 in der Katholischen Akademie in Bayern vorgetragen.

{2} Vgl. auch: C. Héchaïmé, Bibliographie analytique du Père Louis Cheikho (Beirut 1978).

{3} F. Haïk, Liban (Paris 1958) 6.

{4} Ebd. 14.

{5} Vgl. vor allem die umfangreichste arabische Geschichte der literarischen Quellen, in der die Libanesen fast ein Drittel der Gesamtzahl der arabischen Autoren ausmachen (Y. A. Daghir, Masadir al-dirasa l-adabiyya - Quellen der literarischen Untersuchung, Beirut ²1983); S. Kh. Jayyusi, Trends and Movements in Modern Arabic Poertry (Leiden 1977).

{6} Vgl. N. Harfusch, Al-Hudur al-lubnani fi l-alam - Die libanesische Präsenz in der Welt (Jounieh 1974).

{7} Ebd. 9.

{8} M. Abbud, Ruwwad al-nahda l-haditha - Die Pioniere der modernen Renaissance (Beirut 1952) 19.

{9} Vgl. ebd. 21 sowie R. G. Khoury, Bibliographie raisonné des : traductions publiées au Liban (Paris 1966) 7, 12.

{10} Vgl. R. G. Khoury, Die arabischen literarischen Übersetzungen aus dem Griechischen, unter besonderer Berücksichtigung der Ilias von Homer, in: Nubia et Oriens Christianus (FS C. Detlef G. Müller, Köln 1988) 163-180).

{11} Marun Abbud, al-Madjmua al-kamila, Gesamtwerk, I. 393.

{12} Vgl. P. Raphaël, Le rôle du Collège Maronite Romain dans l´orientalisme aux XVII et XVIII siècles (Beirut 1950).

{13} Vgl. R. G. Khoury, La culture au Liban: le plus sûr garant de la survie du pays - Die Kultur im Libanon: Die sicherste Garantie für das Überleben des Landes (FS Farid Jabre, Beirut 1989) 99-113.

{14} Vgl. R. G. Khoury, Djubran Khalil Djubran, Passé et Présent de la Culture Arabe ou Tradition, Modernité et Conservation d´Identité, selon Djubran Khalil Djubran (1883-1931, à l´image de la Renaissance Européenne. (Edingen-Neckarhausen 1997).

 


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{15} Vgl. R. G. Khoury, Mayy Ziyada (1886-1941) entre la Tradition et la Modernité. Ou le Renouvellement des Perspectives Culturelles et Sociales dans son Œuvre, à l´image de l´Europe (Edingen-Neckarhausen 2003).

{16} Vgl. M. Miegel, Epochenwende. Gewinnt der Westen die Zukunft? (Berlin 1005).

{17} Zum Ausbildungssystem vgl. R. G. Khoury, Die Bedeutung des mittelalterlichen islamischen Bildungssystems als Vermittler zwischen der griechischen Antike u. der Neuzeit, in: Der Odem des Menschen ist eine Leuchte des Herrn. Aharon Agus zum Gedenken. hg. v. R. Reichman (Heidelberg 2006) 229-250.

{18} Vgl. R. G. Khoury, Le pouvoir suprême de la langue et de la culture, in: Dieu et le droit à la différence. Kolloquium der Université Saint-Esprit, Annales de Philosophie et des Sciences Humaines, Nr. 21, Bd. 1, Jounieh 2005/2006, 167-212.

 

    {*} Christen aus dem Libanon spielten in der modernen Zeit nicht nur eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung ihres eigenen Landes, sondern auch in der gesamten arabischen und islamischen Welt. RAIF GEORGES KHOURY, Professor für Islamwissenschaft an der Universität Heidelberg, geht diesen Einflüssen nach und stellt Bezüge zur aktuellen Situation im Libanon her.

 

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