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Patrick Becker - Ursula Diewald

Relativismus, Postmoderne und Wahrheitsanspruch

 

Zugang zum deutschen Text: Stimmen der Zeit, 10/2009, S. 673-684

 

    Der Relativismusvorwurf Papst Benedikts XVI. richtet sich an die Beliebigkeit der Zeit. PATRICK BECKER, Geschäftsführer der Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung kanonischer Studiengänge (ADAST) und URSULA DIEWALD, Diplomtheologin, grenzen die Pluralität der Postmoderne gegen konturlose Beliebigkeit ab und verbinden sie mit einem überprüfbaren Wahrheitsanspruch.
         Zeitdiagnostisch formulierte Joseph Ratzinger kurz vor seiner Wahl zu Papst Benedikt XVI.: "Relativismus, der heute als Grundgefühl des aufgeklärten Menschen bis weit in die Theologie hineinreicht, ist das tiefste Problem unserer Zeit." Mit dieser starken These verbindet er, daß der Relativismus zu einer Unverbindlichkeit führe und daß theologische Inhalte "letztlich gegenstandslos" seien. Es drohe ein tödliches "Sinnvakuum". Kultur werde der Wahrheit entgegengestellt, weil ihre Vielheit die Relativität aller zeige.

 

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