SJ

P. Franz Hillig SJ
geboren 8. Juni 1902
gestorben 2. August 1991

Das inhaltsreiche Leben des P. Franz Hillig hat sich in seinem 90. Jahr am Fest des seligen P. Faber vollendet. Schon in der ersten Berliner Nachkriegszeit achtete man auf den begabten Schüler und wählte ihn zum Gaugrafen im katholischen Neudeutschen Bund.

Seine Ausbildung zum Priester in der Gesellschaft Jesu erfuhr er in Holland (Valkenburg) und Frankreich (Lyon). Sie wurde bedeutsam ergänzt durch seine Mitarbeit an der neudeutschen Jugendzeitschrift (Köln) und durch seine philologischen Fachstudien (Bonn). Seine geistliche Formung erfolgte wesentlich durch sein Leben aus der HI. Schrift und die Exerzitien des Ordens.

Der priesterliche Einsatz von P. Hillig begann in Berlin als Religionslehrer im Canisius-Kolleg. Schon während der nachfolgenden Tätigkeit als Krankenhausseelsorger übte er sich in die schriftstellerische Tätigkeit ein und verbrachte in ihr 20 Jahre. In München waren es vor allem seine vielen und vielfältigen, stets zeitnahen Beiträge in den 'Stimmen der Zeit', in 'Geist und Leben' und in anderen Zeitschriften, die ihn nun voll beschäftigten.

Außerdem entstanden seine Bücher über die Frömmigkeit im Alltag, seine Predigtreihen für Advent und Fastenzeit und seine Rundfunkansprachen.

Der inzwischen älter gewordene P. Hillig verband als Hausoberer in Darmstadt, in Kladow und in Göttingen viele seelsorgliche Dienste. So gab er gern Exerzitien, nahm das Amt des Priesterspirituals war und war geschätzt als Beichtvater.

Seine letzten acht Jahre verbrachte er im Altenheim der Gesellschaft Jesu zu Berlin-Kladow. Hier reifte er in die Geduld und Güte hinein, die der Herr in ihm bewirkte und durch die er ihn uns sehr liebenswert gemacht hat.

Dankbar bleiben wir ihm im Herrn verbunden, seine Anverwandten und seine Mitbrüder im Peter-Faber-Kolleg.

R.I.P.